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Full text of "Rumaenische Dialekte"

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l^ 



RUMÄNISCHE DIALEKTE 

(5) 



JOSEF POPOVICI 



I. 



DIE DIALEKTE DER MUNTENI UND PADURENI 
IM UUNYADER KOMITAT 



HALLE A. D. S. 

VERLAG VON MAX NIEMEYER 

1905 

P 




PC 

y. I 



Meiner Mutter. 



Inhaltsverzeichnis. 



Vorwort vii 

EiuloituDg IX 

Erstes Kapitel. Reisebericht und Qaellen 1—22 

a) Reisoboricht 1 

b) Forschung (Art und Weise) 3 

c) Liste der besuchten Gemeinden mit der Angabe der 
Gewährsleute für die Erforschung der Dialekte ... 5 

d) Etymologische Bemerkungen Über die Ortsnamen ... H) 

e) Ansiedlung, Namen und Zahl der Bevölkemng .... 17 
Zweites Kapitel. Soziale Verhältnisse 2.'«— 100 

a) Beschäftigung 23 

b) Verkehr . ' 24 

1. Ucbersichtstabelle filr die Beschäftigung und den 
ökonomischen Verkehr der Leute 24 

2. Die Heirat 25 

c) Kultur 27 

d) Namen 28 

1. Seltene Taufnamen 31 

2. Spottnamen 32 

8. Familiennamen &0 

4. Tiernamen 53 

5. Bemerkungen über die Namen 60 

A. Die Personcnnamen 61 

a) Die Taufnamen 62 

1. Volle Formen 62 

2. Kosenamen 67 

b) Spottnamen 74 

1. Physische (kürperliche) Motive . . 79 

2. Psychische Motive 82 

3. Soziale Motive b5 

o) Familiennamen '^^ 



VI Inhalt. 

Seite 

B. Die Tiernamen 90 

C. Grammatische Analyse der Namen .... 94 

1. Ableitungen 95 

2. Znsammensetzangen 98 

3. Etymologische Bemerkungen über die 
Namen 99 

Drittes Kapitel. Beschreibung der Dialekte 101 — 132 

1. Zur Lautlehre ■ 101 

A. Die vokalischen Verhältnisse 120 

B. Die Diphthonge 121 

C. Die Konsonanten 122 

D. Die Konsonantengruppen 123 

E. Die Zirkulation und die Selektion der einzelnen 
Wörter 124 

F. Der Lautschwund 125 

2. Morphologische Verhältnisse 126 

a) Nomina 126 

b) Verba 128 

c) Präpositionen 128 

d) Interjektionen 129 

3. Die Stellung der Dialekte der Pädnreni und Muntent im 
Kreise der rumänischen Dialekte 129 

Texte und Glossar 133—168 

Texte 135 

Glossar 163 



Vorwort 

Die Dialekte der Mimten! nnd Pjldurenl bilden das 
erste Bändehen meiner „Rumänisohen Dialekte". Diese 
Dialekte, besonders die der Pädurenl, sind schon von 
Herrn Prof. Weigand in den „Körösch- nnd Marosch- 
Dialekten" studiert. Eine zweite Studie hat dann später 
Herr Dr. Byhan unternommen. Während sich indes die 
Arbeiten dieser . beiden Herren decken, zeigen meine 
Resultate in verschiedenen Punkten Abweichungen von 
den Stndien Weigauds. 

Zwei Punkte mufs ich in dieser Arbeit berichtigen. 
Herr Prof. Asboth machte mich auf einen Umstand anf- 
merksam. Auf S. 12 führe ich mehrere Ortsnamen aus 
slavisehen Lehnwörtern an ; dem Scheine nach sind CemOy 
Belarcka keine slavisehen Lehnwörter. Ich bemerke bei 
dieser Gelegenheit, dafs ich mehrere Klassen der slavisehen 
Lehnwörter unterscheide; es sei mir aber gestattet im 
grofsen und ganzen die slavisehen Orts- wie die Personen- 
namen als Lehnwörter zu betrachten. Auf S. 13 kann 
Minerätt direkt auf magy. monyarö («= mogyorö, ef. 
Magyar oklevölsz6tilr 663) zurtiekgefHhrt werden. 

Zuletzt mufs ich Herrn Hofrat Jagi(^., Herrn Prof. 
Suchier und besonders Herrn Prof. Meyer-LUbke herzlichst 
danken ftlr mehrere Ratschläge. Zu gleichem Dank bin 
ich der Firma Ehrhardt Karras in Halle a. S. verpflichtet, 



VIII Vorwort. 

die allen meinen Wünschen bezüglich des Druckes vor- 
liegender Arbeit in liebenswürdigster Weise nachge- 
kommen ist. 

Den Hauptdank schulde ich meinem lieben Volke, das 
mir überall in herzlicher Weise von seinem Sprachschatze 
mitgeteilt hat. 

Auch die kirchlichen und politischen Behörden ver- 
standen sich gerne dazu, mich in meiner Arbeit zu unter- 
stützen. Es sei Allen mein w^ärmster und herzlichster 
Dank ausgesprochen. 



Halle a. S., im Oktober 1904 



J. Popovici. 



Einleitung. 

. . . vft rngfttn 8& Ina^Y arainte cft 
RuiuJiniT nn gritesc in toate ^ärelo 
tntr-un chip, lacä necl tntr-u \ui, 
totY intr-un cbip; 
Noul Testament de Belgrad, 1648. 

Ich will in Folgendem die „Rumänischen Dialekte" 
darstellen, ein Versuch, der mehrere Jahre in Anspruch 
nehmen wird. Ich bin fest Überzeugt, dafs die Dialekte 
eine sehr grofse Bedeutung fttr die historische Betrachtung 
des Rumänischen haben. Die Erfahrung hat mich belehrt, 
dafs die vorhandenen dialektischen Studien noch nicht 
genügen ; selbst die Forschungen des Herrn Prof. Weigand 
lassen manches zu wünschen übrig. Ich bin mir natür- 
lich aller Schwierigkeiten, auf die ich bei dieser Arbeit 
stofsen werde, wohl bewufst, ich will dieselbe aber 
trotzdem fortsetzen. Selbstverständlich werden die Bänd- 
chen, solange ich noch immer aus eigenen Mitteln die 
materielle Seite meines Vorhabens zu bestreiten habe, nicht 
zu rasch erscheinen können. Die Forschungen werden 
indessen nach und nach alle Gebiete des Rumänischen 
umfassen. 

Die Beschreibung der Dialekte wird vergleichend und 
historisch durchgeführt werden. Jedes Bändchen wird 
die gleichen Kapitel wie das jrste, vielleicht auch noch 
mehr enthalten; und je nach Bedarf wird das eine oder 



X Einleitung. 

das andere Kapitel eingehender studiert werden. Im 
ersten Bändchen sind die Namen nach Möglichkeit näher 
betrachtet worden. Bei dem Studium eines Dialektes 
genügte mir die rein theoretische Betrachtungsweise nicht. 
Meine ersten vier Eeisen sind allerdings ohne die Prüfungs- 
mittel der experimentellen Lautphysiologie gemacht 
worden. Wo ich aber im Zweifel war, wie z. B. betreffs 
des f, da habe ich nachträglich Experimente an meiner 
eigenen Aussprache angestellt und in diesem letzteren 
Falle mit Erfolg, weil dieses ^ auch in meiner banatischen 
Aussprache üblich ist. Ich will aber hoffen, dals ich 
meine nächste Keise mit allen für eine gründliche Unter- 
suchung nötigen Apparaten unternehmen kann. 

Meine phonetische Umschrift ist die gewöhnliche 
rumänische. Neue Zeichen habe ich blols für die Laute, 
die im Schriftrumänischen nicht vorhanden sind, an- 
gewandt. 

Die angewandten Zeichen haben folgenden Lautwert: 



a 


= mittleres a 




^ = 


= d + z 


a 


= geschlossenes a 




e = 


= mittleres e 


i 


= sehr geschlossenes 


a, 


e = 


= konsonantisches e 




fast 




e = 


= geschlossenes e 


ä 


= rum. ä 




? = 


= offenes e 


b 






e = 


= reduzierter Laut 


i) 


= erweichtes b 




f 


zwischen e und 


c 

c 


= t 4- s, verschieden 


von 






serb. c 




S = 


= erweichtes g 


ö 


= t -h s, ital. ce, ci 




g = 


= d + z, ital. ge, gi 


d 






h 




d 


= erweichtes d 




i 




d 


= d + z, verschieden 


von 


i - 


= geschlossenes i 




serb. d 




i == 


= offenes i 



Eioleitong. 



X = konsonantisches i 


f = erweichtes r 


1 = i Art nach Weigand 


8 


i = kurzes i 


i = ban. (^ zwischen 8 und 8 


i = rum. i 


§ = ö = seh 


j r= franz. j (2) 


8=8 


k 


t 


t = erweichtes k 


t = erweichtes t 


1 


t = t + s 


( = erweichtes 1 


n 


m 


9 = geschlossenes a 


m=^ erweichtes m 


^ = offenes u 


n 


Q = konsonantisches a 


li = erweichtes n 


tt = knrzes u 


= mittleres o 


p = i nach Weigand 


9 = geschlossenes o 


V 


Q = offenes o 


X 


g = konsonantisches o 


y 


= & nach Weigand 


1 


p 


i = ban. i zwischen z nnd 


j = erweichtes p 


M=j) 


r 


i=j 



Erstes Kapitel. 

Reisebericht und Quellen. 



a) Reisebericht. 

Ich trat meine Reise am 5. Juli 1903 an. Am 6. Jnli 
arbeitete ich im Nationalmnsenm in Badapest, um meine 
historiseben Daten fUr die Ortsnamen zn bereichern. Am 
9. Jnli begab ich mich mit dem Abendzng nach Füget 
Von dort führte mich mein Weg nach Dobra und Maros- 
illye, wo ich im Grundbnchsamt die Ortsnamen ans den 
Parzelltafeln gesammelt habe. Am 10. Jnli abends war 
ich schon in Deva. Den nächsten Tag machte ich die 
offiziellen Besuche bei den Behörden, um meine Reise an- 
zumelden und dadurch „den Schutz und die Gunst der 
Gesetze" zu erlangen. Nach freundlichem Empfange und 
schönen Versprechungen wandte ich mich schon mit dem 
Nachmittagszuge dem Zentrum meiner Bestrebungen zn, 
nach Hunedoara (Vajda-Hunyad), sodafs ich noch am 

11. Juli abends in der Nähe meines Gebietes war. Am 

12. Juli war Jahrmarkt in Hunedoara. Ich habe den 
ganzen Tag am Platze verbracht, um die schöne Tracht 
der Frauen der Pädurenl zu bewundern und meine dia- 
lektischen Erinnerungen von 1898 wieder zu beleben. 
Am 13. Juli meldete ich meine Ankunft im Stnhlriehter- 
arat an und arbeitete im Grundbuchsamt, um die Orts- 
namen zu sammeln. Am 14. Juli machte ich den ersten 

PopoTiel, DiaUkt«. | 



2 Eeisebericht und Quellen. 

Ausflug nach Delari, um mir ein Bild von den topo- 
graphischen Schwierigkeiten meiner Forschungsreise zu 
machen. Am 15. Juli beendigte ich die Arbeit im Grund- 
buchsamt. Den nächsten Tag, am 16, machte ich den 
zweiten Ausflug nach Delari, um mir ein Quartier zu 
suchen, denn der Ort schien mir als Zentrum für Aus- 
flüge nach allen Seiten hin gut geeignet. Hier kommen 
auch die Bergleute aus der Umgebung zusammen. Leider 
konnte ich um keinen Preis Quartier haben. 

Das Gebiet ist sehr schwer zu untersuchen. Die Dörfer 
sind zerstreut auf den Berghöhen und versteckt in den 
Tälern. Ohne einen guten Plan kann man nichts anfangen. 
Ich habe mir schon in Wien und zu Hause mit der Hilfe 
der administrativen und der Militärkarten des k. k. geo- 
graphischen Institutes den ersten Plan gemacht, doch ich 
mulste ihn fallen lassen, da sich die Schwierigkeiten im 
Uebermafs häuften. Den zweiten Plan machte ich mit 
den Herrn Kreisphysikus Dr. Dragici und Hochwürdeu 
Erzpriester Pacurar, kam aber auch mit diesem nicht 
zu erträglichen Resultaten. Den dritten Plan meiner 
Reise machte ich mit H. Stuhlrichter Joh. Finna, der in 
der liebenswürdigsten Weise alle Möglichkeiten und Even- 
tualitäten in Erwägung zog und dem ich auch folgte. 
Wir teilten das Gebiet der Munteni und Padureni in sechs 
Touren: I. Tour l-7,i) IL Tour 8—13, IIL Tour 14—18, 
IV. Tour 19—29, V. Tour 30—40, VI. Tour 42. Den Ort 
41 studierte ich in Hunedoara, und den Ort 43 in Dobra, 
wo H. Lesniean in seiner liebenswürdigsten Zuvorkommen- 
heit mir vier Leute aus Lapuzu de sus (43) bestellt hat. 
In diesem letzten Dorfe war ich im Jahre 1898. So 
stellt sich meine Forschungsreise von 1903 dar. Im Jahre 
1898 streifte ich mit H. Dr. Byhan nur die Grenzen des 



^) Die arab. Ziffern geben die Zahl der besuchten Dörfer an. 



Reisebericht und Qoellen. 8 

Gebietes; wir bekamen in Dobra und Hunedoara auf dem 
Markte nur ans einigen Dörfern Gewährsleute. H. Dr. Byhan 
durchstreifte dann noch allein das Gebiet Seine Aaf- 
zeichnnngen enthalten aber nach der Aussage Weigands 
(VII. Jb. 52) nichts neues. Meine Hanptbestrebung war 
damals vor allem, die Grenzen des Banaterdialektes gegen 
Transsylvanien festzustellen, was mir auch gelungen ist. 
Im Jahre 1903 bereiste ich aber kreuz und quer das 
Gebiet der MuntenY und Pädurenl Drei Dörfer: Ruda 
bei Delarl, Poenita-Voini mit BujdnlarT (das letzte er- 
forscht), und Alun neben Lel^se blieben unerforscht Ich 
habe sonst öfter mit Leuten aus diesen Dörfern gesprochen 
und kann versichern, dafs sie so wie ihre Nachbarn 
sprechen. Die Ortsnamen sammelte ich jedoch. Aus 
meinem Bilde der Heirat sieht man, wie sich diese Dörfer 
miteinander kreuzen. 

Die eigentliche Reise fing ich am 17. Juli an, sie 
dauerte bis 11. August mittags. Es waren diese Tage 
starken Fnfspartien gewidmet Bald war ich auf der 
Bergesspitze, bald unten im Tale, bald bei einer Bauern- 
hochzeit, bald bei einer anderen Begebenheit im Leben 
der Bergleute. Die 26 Tage sind mir so schnell und so 
schön vorgekommen, dafs ich alle körperlichen An- 
strengungen vergafs. Bei der Erforschung einzelner Dörfer 
richtete ich mich selbstverständlich nach der Bedeutung 
des Dorfes, so habe ich z. B. den Dialekt von AlunT 
in 3/4 3t* erforscht, nachdem ich im Dorfe bei anderer 
Gelegenheit mehrere Stunden verbracht habe, in So^t 
arbeitete ich 5 St und in Serbäl 5^/4 St, es kommt durch- 
schnittlich 2,7 St fUr ein einzelnes Dorf. Eine genügende 
Zeit sich ein treues Bild von dem gesprochenen Dialekte 
zu machen. 



,4 Reisebericht und Quellen. 

b) Forschung (Art und Weise). 

Ueber die prinzipiellen Fragen der dialektologischen 
Forschungsweise ist man leider noch nicht einig. Weniger 
theoretisierend und mehr praktisierend bestrebte ich mich, 
meine Aufgabe allseitig aufzufassen. Ich beobachtete das 
Leben der Hirten, der Ackerbautreibenden und der Köhler, 
Holzhacker und Fuhrleute. Ich verfolgte auf Schritt und 
Tritt die Bedürfnisse dieser Leute und hörte mit wahrem 
Mitleide und mit echter Freude ihre Sorgen und Lust. 
Sie brachten mir anfangs das übliche Milstrauen entgegen, 
nachdem sie aber begriffen, dals ich ihre Sprache spreche 
und vom „Dorfe des Kaisers" (Wien) komme, um zu sehen 
wie sie leben, öffneten sie mir ihr Herz, und ihre nun 
hervorbrechende Geschwätzigkeit war eine vorzügliche 
Quelle für meine dialektologischen Beobachtungen. Ich 
habe folgende Punkte bei Betrachtung der Dialekte im 
Auge gehabt: a) plauderte ich mit den Kindern, um die 
Sprache in der Entwicklung zu sehen, b) suchte ich die 
Gesellschaft junger Leute (Männer und Frauen), um die 
Sprache in reifem Zustand zu sehen, und c) sprach ich 
mit alten Männern und Frauen, die mir ihren Reichtum 
an Erfahrung durch ihre Lebenserinnerungen auf das 
glänzendste bewiesen. Soviel Material haben mir diese 
Leute geboten, dals ich nicht imstande war, alles in 
meinen ßeisebüchern aufzuzeichnen. 

Die Beschreibung der Dialekte zeigt den Weg, den ich 
gegangen bin. Ich sammelte die Ortsnamen, die historisch 
und sprachlich mit denen des Nachbargebietes erklärt 
werden, ich sammelte die Personen-, Familien-, Spott- 
und Tiernamen, die manche versteinerte Formen der 
Sprache bieten und verschiedene psychologische Tatsachen 
der Sprachentwicklung lösen. Ich frug meine Schlagwörter 
auf indirektem Wege ab, um die eventuelle Suggestion 



Reisebericht und Qa eilen. 6 

aus dem Wege zu schaffen, und sammelte fleifsig Texte. 
Von der Reise im Jahre 1898 habe ich 8 Gedichte mit- 
gebracht, im Jahre 1003 sammelte ich 245 Texte, Prosa- 
stücke und Gedichte. Ich habe einige der schönsten 
lyrischen Lieder bekommen können, die die anderen 
rumänischen Lieder weit hinter sich lassen. Ich hoffe das 
ganze schöne Material zu veröffentlichen. Als Proben für 
diese Dialekte gebe ich vorderhand meistens Prosastttcke, 
weil sie die Syntax besser zeigen als die Lieder, die 
mehr oder weniger den Ton des GemUts begleiten und 
so das Natürliche verschönern. Was die lautliche Seite 
anbelangt, so habe ich mich vollkommen überzeugt, dafs 
die Lieder einen lokalen Dialekt wiedergeben. Ich kann 
noch mehr sagen, sogar die Namen werden der dia- 
lektischen Gewohnheit angepafst. 

Die Lieder wurden mir reichlich dargeboten. Eine 
einzelne Sängerin hat mir bis 9 Gedichte vorgesagt. Von 
einem Mädchen von 12 Jahren habe ich 7, von einem 
von 13 Jahren 8 Gedichte aufgezeichnet. 



c) Liste der besuchten Gemeinden mit der 

Angabe der Gewährsleute für die Erforschung 

der Dialekte. 

Ich habe 43 Zahlen für die Dörfer, die ich besucht 
habe, nur in der Gemeinde 41 war ich nicht selbst. 
Meine Gewährsleute, von denen ich Material gesammelt 
habe, zeigen ein Alter von 10 — 75 Jahren. Ich habe 32 
Männer, 14 Burschen, 28 Frauen und 29 Mädchen, also 46 
männliche und 57 weibliche Gewährsleute gehabt. Man 
schätzt mehr die Frauen bei dialektischen Forschungen, 
indem man glaubt, dal's sie die Sprache treuer und besser 
bewahren, da sie nicht so viel wandern wie die Männer. 



6 Reisebericht und Quellen. 

Die Tatsachen, die ich auf der Liste der Heirat gebe, 
zeigen gerade das Entgegengesetzte. 

Bei der Analyse der Dialekte kommen unter 1 — 43 
die Dörfer in gewöhnlicher Ortsaussprache, in Klammern 
in rumänischer und magyarischer offiziellen Nomenklatur, 
die die örtliche Aussprache nicht immer gut wiedergibt. 
Ich zitiere für die Dörfer immer die entsprechenden 
Zahlen. Was meine Gewährsleute anbelangt, habe ich 
immer angemerkt, was die einzelne Peison ist, wo sie 
war, und ob sie schreiben oder lesen kann. 

Die Liste folgt. 

la. Teiucu de sus (rum. Teliucu de sus, magy. Felsö- 
telek). Schlagw. Nicolae Duduia. 38 J., gew. Soldat 
in Orästie und 1 J. in Sarajevo. 

1 b. Teiucu de Jos (rum. Teliucu de jos, magy. Alsötelek). 
Texte. Alisandru Petric 22 J. (Barsche). 

2. Ban de coasä (magy. Gavosdia). Schlagw. Frau 
Muntean, 21 J. und die analphabete Paulina Zuralau, 
45 J. 

3. Plop. Schlagw. und Texte von Patru Leca, 75 J. 

4. Serisor (rum. Cerisor, magy. Cserisor). Schlagw. 
Borde Vinca, 39 J., gew. Soldat in Bräsaii (Brassö) 
und Sas-Homorod. 

5. Lel^s§ (rum. Lelese, magy. Lelesz). Schlagw. und 
Texte. Dorde Costa, 44 J., gew. nur in Orastie, 
Hunedoara und einmal auch in Sibiiu. 

6. Sohodol (magy. Szohodol). Schlagw. Aron Pavälon, 
44 J. Soldat in Bosnien, gew. in Lugos, Hateg, Deva, 
Caransebes u. Sibiiu. 

7. Runcu - mare (magy. Nagyrunk). Schlagw. Iscimie 
Cicula, 76 J. 

8. Soset (rum. Socet, magy. im Grundbuch Szocset 
(richtig), in der Statistik Szocsed (unrichtig). Schlagw. 



Relaeberloht nnd Quellen. 7 

Alisandru Stan, 10 J., liest n. schreibt wenig. Texte. 
Jon Stan, 33 J. (Schalmeister). 
9. Arirtäs (magy. Aranyos). Sohlagw. P&tru Nan, 19 J. 
Texte! Dorde Nan, 27 J. 

10. Sfrbäl (rum. Cerbel, magy. Cserbel). Schlagw. Marj[a 
L&scus, 16 J. Texte. Veronica Jane, 25 J. (ver- 
heiratet). 

11. Gros (magy. Gros) Schlagw. o. Texte. Simion Läscos, 
24 J. (sein Vater ist ans Cerbel). 

12. Boj (magy. Bös) Schlagw. Dorde Moisä, 42 J. Texte. 
Marja Andräs&sc, 14 '/j J- 

13. Zlas6 (rum. Zlast!, magy. Zalasd) keine Schlagw. 
Texte. Dorde Dragotä, 40 J. 

14. Mirt§räu auch Mu^(erä^ (Volksetym. aus magy. Magy- 
arosd) Schlagw. Marj[a Buda, 15 J. Texte. Clara 
Särban geb. in Valea Nandrului, 26 J. 

15. P^scisu-mio (rum. Pestisu-mic, magy. Felsöpestes). 
Schlagw. Pätru Bojan, 33 J., gew. Soldat. Deva. 
Texte. Maria Nicoarä, 27 J., vh. A. Boja. 

16. ^osanj (rum. Josan!, magy. Zsoszäny). Schlagw. 
Pätru Sorogaf, 37 J., liest wenig. Texte. Dorde 
Ursan, 22 J. 

17. Val^'a Nandrului i'^'^^y' Näudorvälya). Schlagw. 
Mihaj Toma, 26 J., gew. Soldat in Wien, liest und 
schreibt wenig. 

18. Nandru (magy. Ndndor). Schlagw. Märina Stojea, 
16 J. Text Crest'ina Bojan, 17 J. 

19. Cu6iii (magy. Kökönyfalva) Schlagw. Jica Mihonesc, 
12 J., Text Dorde Barna 21J. 

20 a. Gäunpasa (magy. Erdühat) Schlagw. Eva Pätmt, 

16 J. Text Nicolae Stoica, 41 J. 
20 b. Sulpäd (magy. Csulpes). Dieselbe Sprache wie 20a, 

darum ist bei den Schlagw. nur 20 gegeben. 



8 Reisebericht und Quellen. 

21. Ulmi (magy. Ulm) Schlagw. Sofron Blaj, 35 J. Text. 
Borde Blaj, 26 J. 

22. Runcu-mic (magy. Erdöhätrunk) Schlagw. Mar^a 
Zosan, 17 J. 

23. Munselu - mare (rum. Muncelu-mare, magy. Nagy- 
muncsel). Schlagw. Domnica Lele, 12 J. Text Marj^a 
Barb, 13 J. 

24. Merisor (magy. Merisor) Schlagw. Dorcle Marina, 11 J. 

25. Ponita-tomi (rum. Poenita-tomi, magy.Pojeniczatomi). 
Schlagw. Miuca Costa, 16 J., geb. in Cerbel, dort 
geblieben bis 6 J., dann übersiedelt, zurückgekehrt 
und jetzt wild verheiratet. Text Vuta Popa, 14 J. 

26. F^rez (magy. Feresd, ganz falsch). Schlagw. Florea 
Muncan, 37 J., gew. Soldat in Alba-iulia (Karlsburg). 
Text von ihm, aber von der Reise im J. 1898. 

27. Bätrina (magy. Batrina) Schlagw., ein Teil mit Moisa 
Stänilä, 13 J., dann aber alles mit Aron Ben6oron, 
37 J. Text Ruja Balint, 22 J. (verheiratet). 

28. Poiana-r^citäli (rum. Poiana-rachitälii, magy. Pojana- 
rekiczeli). Schlagw. Solomon Lascus, 18 J., liest u. 
schreibt. Text Oprita Rädos, geb. in Bätrina, 5 J. 
in Vadu-dobri gelebt. 

29. Vadu-dobri. Schlagw. Anica Stancoane, 15 J. Text 
Maria Faor, 14 J. 

30a. b. Lunca - serni - de sus, de zos und Masteacän (rum. 

rum. Lunca -cerni de sus, de jos, Masteacän, magy. 

Felsö-, also - nyiresfalva). Schlagw. aus 30 a Joana 

Zurmon, geb. Pascocesc, 28 J, Text Ana Cotolan, 

17 J. 
31. Meriia (magy. K^kesfalva) Schlagw. u. Text. Oprita 

Bumbeasca, 21 J. (verheiratet). 
32 a. Sernisoara (rum. Cernisoara) 32 b Florese (magy. 

beide zusammen Csernisorafloresze). Schlagw. Solo- 

mia Bristrian, geb. in Florese, verheiratet in Sernis- 



Reisebericht nnd Quellen. 9 

oara, 20 J. Texte ftlr Cernisoara von ihr, für Fiorese 
von Marj[a Pnscas, 28 J. (verheiratet). 

33. Bajdalar|. Schlagw. n. Text. Marja Mun6in, 28 J. 
(verheiratet). 

34. Vaiarji (magy. Valär). Schlagw. MoisÄ Toma, 16 J., 
mit seiner Mntter Marj[a. 

35. Goles (magy. Golles) Schlagw. Ai^ita Cicnla, 15 J. 
mit dem Dorfrichter. Text Anisca Miclänsoii, 19 J. 
(verheiratet, geboren in Däbica). 

36 a. Häjdäu (magy. Hosdö). Schlagw. Aron Rädos. 40 J. 
geb. in Poiana-rächitäli und von dort aus übersiedelt 
. im J. 1873. 36 b. ist Däbica (magy. Doboka). Text 
Grisca Bistrian, 30 J. (verheiratet). 

37. Toplita ebenso Baila lu Craji (magy. Kirälybilnya 
toplicza). Schlagw. Lina Dan, 19 J. (verheiratet). 
Text von ihrer Schwester Ruja, 16 J. 

38. Pärpasa (magy. Pärosza). Schlagw. loja Moga, 46 J., 
gew. Honv^d (Landesverteidiger) in Deva. Text 
Victoria Vlad, 14 J. 

39. Cerna (rum. Gerna, magy. Gsema). Schlagw. Dorde 
Gogitä, 18 J., liest and schreibt, gewesen in der 
Schule in Hnnedoara. 

40. Cin(^Js (rum. Gincis, Volksetym. ans magy. Gsolnakos). 
Schlagw. u. Text Anica Vaj[da, 19 J. 

41. Buiiila (magy. Bunyila). Schlagw. und Text Marja 
Nandra, 26 J. (verheiratet). 

42. D^lari auch Delarj[ (rum. Delar!, magy. Gyalär). 
Schlagw. Ilgana Lucad, 18 J. Text Safta Dobra, 17 J, 

43. Läpuzu de sus (rum. Läpugiu de sus, magy. Felsö- 
lapugy). Schlagw. P&tru Bo^os, 30 J., gew. Soldat 
in Krakan (1 J.), in Ilainburg (2 J.), liest n. schreibt 
Text Visaion Pädurgan, 40 J., liest n. schreibt 



10 Reisebericht und Quellen. 

d) Etymologisclie Bemerkungen über die 
Ortsnamen. 

Ich berücksichtige bei dieser Gelegenheit nur die Dorf- 
namen, die politische Individua sind. Die Tal-, Flur- und 
Bergnamen folgen später nach.') Es ist interessant zu sehen, 
wie die administrativen Namen eine slavo - rumänische, 
eine rumänische und zuletzt eine magyarische Epoche 
durchlebt haben. Die rechtlichen Verhältnisse des Besitz- 
tums sind historisch noch nicht recht erklärt. Und eben 
darum halte ich die andern Ortsnamen, nicht die Dorf- 
namen für wichtiger. Sie lebten ungestört in der Volks- 
erinnerung fort, die Parzelltafeln sind erst im Jahre 
1872 — 75 gemacht worden. Alle Namen die auf diesen 
Tafeln aufgezeichnet sind, habe ich mit der höflichen 
Erlaubnis der Herren Richter exzerpiert. Sie geben inter- 
essante Tatsachen für Verhören und folglich Verschreiben 
der phonetisch nicht geschulten fremden Ingenieure und 
Geometer. 

Die Namen wurden von mir streng geprüft und in der 
richtigen Form aufgezeichnet. Der Wert dieser Namen 
ist sehr grols. Er lälst sich aber nur auf Grund der 
Vergleichung mit dem Nachbargebiet feststellen, da die 
historische Ansiedelung der einzelnen Dörfer nicht ge- 
nügend klar ist. Und dals ist eben der Grund, dals ich 
sie bei dieser Gelegenheit dem Kreise der Analyse ent- 
zogen habe, bis ich das ganze Gebiet erforscht habe. 
Die Niederlassungen der Rumänen und die Wanderungen 
im Zentrum von Dacien sind sehr interessant. Es fanden 
verschiedene Verschiebungen statt, denn nur so kann man 



^) Die historischen Verhältnisse dieses Gebietes zeigen mehr 
oder weniger eine Gemeinschaft mit dem Banat, sodafs ich die er- 
wähnten I^amen nicht voneinander treimen kann. 



Reisebericht nnd Qaellen. 11 

erklären, dafs dieselben in den Yerschiedensten Gegenden 
vorkommen. Etymologisch sind folgende Kategorien zn 
nnterscheiden: 

1. Lateinische. Bäame and Pflanzen im Sg. Alan — 
'^'abellanus, PIop — popnlas, im Plar. Ferez statt feregl von 
feregä (vgl. Cihac I, 91, Tanacetnra vulgare) neben ferece, 
Farrenkraat; ital. felce; sard. filighe; sizil. fllici; nprov. 
(limons.) felze, (gas-cogn.) heus (vgl. Körting * No. 3756) 
aus filix-cem mit der Nebenfonn filigem. Ulmi — ulmi. 
Abgeleitet: Socet ans soc (sambucas) + et; dimin. Öerisor 
ans cer -f isor (lat. cerrus), Merisor aus mer -f- isor, ebenso 
in Rumänien Perisor aus per + isor. Im Banat kennt 
man auch Miiru (Apfelbaum) nnd Päru (Birnenbaum). Als 
Komposita sind Mun.^elu-mare und mic, lat. monticellus, 
und Vadu-Dobri! zu erwähnen. Von Tälern sind gebildet: 
Bätrina aus Valea-batrina, das alte Tal, M^ria aus Valea- 
m^ria, schon auf der Karte von Lipszky (1808) finden 
wir in der Nähe des Dorfes M^rij^a, dessen Name magy. 
K^kesfalva ist, das Tal valle-miria, wovon M^rija laut- 
lich entstand. Bezüglich des Wortes meriu, -a (blau), 
vgl. für die geographische Verbreitung Weigand, Samosch- 
und Theifs- Dialekte, Leipzig 1898,20. In dem westl. 
Gebirge finden wir noch Kosia aus Valea-rosiä. Die Zu- 
sammensetzung mit andern Adjektiva ist sonst geblieben, 
z. B. Valea-lungä, Valea-mare, Valea-seacä, Valea-neagrä, 
etc. Päroasa ist möglicherweise aus pilosa (haarig), für 
den Ort „mit Rasen bewachsen '', entstanden. Diese 
Erklärung stammt von H. Prof. Meyer - Lttbke. Als aua- 
logisches Gegenstück von Päroasa erwähne ich einen 
Bergnamen: Peleaga gleich mit der schlechten Trans- 
skription der Fremden als Pelaga. Die Bedeutung ist 
Kahlenberg. Das Wort ist Fem. von peleg (ban. Form) für 
munt. chel kahl (-köpfig) abzuleiten. Die Zusammen- 
setzung geschah hier mit Hilfe von peaträ oder coastä, 



12 Reisebericht und Quellen. 

z. B. Peatra-albä (Ortsname), i) Ich habe sonst in Socet 
auch: Dupäpleasa (in Parzelltafel Dupe Fleassa) Yon ples 
in der Form, die heute nicht mehr vorhanden ist dupä 
coasta pleasä (nach dem kahlen Abhang), gefunden. Välari 
aus vale mit Suff, -arius in der Bedeutung der Bewohner 
eines Gebietes, das Gegenstück ist JDelan von aslav. delt 
(vgl. Miklosich, Die slav. Ortsnamen II, 16, Sonderabdruck 
aus dem XXIII. Bde. d. Denkschr. d. kais. Akad. d. Wiss. 
in Wien 1874). Weiter muls ich erwähnen Zosan (bei 
Lipszky Bsoszdny, noch immer so im Grundb., im Orts- 
lexikon ist schon Zsoszäny, rum. Josam), Gegenstück 
Susani in Banat und Susem in Hategergegend, abgeleitet 
von Jos (unten) und von sus (oben). Endlich ist noch 
Bunila anzuführen mit Suff, -üa, vgl. analogisch Petrüa 
von peaträ. Der Stamm soll hun sein, im Banat haben 
wir ein Dorf Bunea, dieses Wort kommt als Familien- 
name in Transsylvanien vor. 

2. Slavische aus slav. Lehnwörtern. Pflanzen im 
PI. Boj von hoz, slav. htzt sambucus. Bäume, Bäbica, 
bulg. Form von da.bt arbor, quercus, vgl. Miklosich, Orts- 
namen II, 15. Wälder, Gävojdia, auch im Banat, von 
slav. gvozdt Silva, mons (vgl, Miklosich, Die slav. Orts- 
namen aus Appellativen II, 29). Erze: Ruda, im Banat 
Rudäria, slav. ruda metallum (Miklosich, op. cit. 88), Zlasc, 
slav. zlato aurum (Miklosich, op. cit. 121). Täler, Cerna, 
nämlich reka von cerna (adj. fem.) schwarz, ebenso im 
Banat bei Herkulesbad, wo neben Cerna auch Bela-reka 
vorkommt, rum. ist das letztere, jedenfalls nicht hier, sondern 
in andern Gegenden, unter dem Namen Riu-alh bekannt. 
Von Cerna haben wir das Dim. in Sernisoara das heute 
nur als Dorfname fungiert, da es als Flufsname durch 



1) Vlähutä, Eominia pitoreascä, Bncuresti 1901,202. Piatra 
Vinätä und 220. Pietrile Rosü. 



Reisebericht und Quellen. 18 

rum. Välärita verdrängt wnrde. TopUta, Dim. zu Topla 
(im Banat) von topH caliduB (Miklosich, op. cit. 107). Ein 
slavisches Kompositnm lebt in Sohodol entsprechend dem 
rum. Vaka-sacä. Für das Slav. vgl. Miklosich, op. cit. 17. 
Wiesen, mit poljana > poianä als Dim. Poenita-VoinÜ, 
Ponita-Tomi, nicht Dim. Poiana-rächiiälÜ, mit lunea (vgl. 
in der Liste der Schlagwörter: cimp und luncä), Lunca 
Cemit de sus, de jos, im Banat Lunca-largä, Lunca-mare 
etc. Als terra inculta ist Lindma selbstverständlich in 
hist. Zeit zu erwähnen aus slav. le.dina, vgl. Miklosich, 
op. cit. 55. Berge, Goles^) aus gol^ -f- es, weil es von allen 
Seiten offen ist. Vgl. Miklosich goli., op. cit. 23. Pes- 
cisu-mic und mare von slav. pesth specus, mit SuflF. -is, 
vgl. tufi^, cärpinis, petris etc. 

8. Magyarische. Uebergänge, Telek in Teliuc tlber 
*Telök, denn uralalt. o -ü > rum. /o — iu cf. türk. kör 
> chtor einäugig, schielend, tttrk. karagöz > rum. cara- 
ghioz komisch ; magy. hos > rum. hios, magy. hoseg > rum. 
hiusag auch hiosime, reich und Ueberflufs. Die letzten 
Beispiele kommen auch in dem ältesten rum.-ban. Wörterb. 
vor. Jedenfalls ist Telioc- Teliuc nicht aus dem Auge zu 
verlieren. Aranyos in Äririäs später Aries. Kökönyfalva 
in Cucin. Volksetymologien, Csolnakos in Cincis ttber cinci 
(fünf), Magyarosd in Minemu und Muicräü (wine- Morgen, 
muerc- Frau). Nun ist es fraglich, welche die ursprungliche 
magy. Form sei Magyarosd oder Mogyorosd (wie bei 
Lipszky auf der Karte). Ist Magyarosd richtig, dann 



») Lipszky, Repertorium, II. T. Qrorsfiirstentum Siebenbürgen, 
Ofen 1808,50 macht folgende Angabe: Goles aliis Oolyes hnng. 
Galisa val. (= rum.). Ob Suff, -es, -is vermengt war, ist fraglich. 
Galis beweist vielmehr eine geschlossene Aussprache von e,. denn 
SuflF. -es kommt ebenso vor, wie das Suff, -is, cf. Gales, Dorf bei 
S&liste neben llermannstadt, besonders häu6g ist dieses Suff. fUr 
Nameubildung, vgl. die Suffixe bei den Namen. 



14 Reisebericht und Quellen. 

mtifste man das Wort vom Magyar (Magyare mit Hilfe 
des Suff, -s, das oft mit -d verwechselt wird (briefliehe 
Mitteilung von H. Prof. Simonyi aus Budapest) ableiten. 
Im zweiten Falle mülste man Magyaros voraussetzen, 
was aber nicht berechtigt zu sein scheint, da wir ja 
Magyaras neben Magyardd bei Arad haben (cf. Weigand 
IX. Jb. 138 Szdsz-Magyaras). Ich denke vielmehr, dals 
wir es hier mit Mogyorosd zu tun haben; in dem Falle ist 
das Wort von mogyorö (Haselnufs) abzuleiten. So haben 
wir lat. Älun, slav. Lesnic und magy. Mogyorosd neben- 
einander, eine Tatsache, die ich für rum. und slav. Ver- 
hältnisse schon hervorgehoben habe. (Cf. Transilvania Nr. 1 
für 1902, Din pragul comunitätii slavo-romine.) In Miner äu 
(rum. Mäniäräü) ist zweifelsohne eine Volksetymologie zu 
sehen. Aus Magyaras ist Mäiärus geworden, so ist in 
Lugos aus Magyar-utcza (magy. Gasse) mägäruta geworden, 
nur da das letztere Wort viel jünger ist, bleibt magy. 
-gy (= g) erhalten. 

Muieräü grolses Weib ist sehr gewöhnlich neben 
fätäräü ein grolses Mädchen pejorativ. Uebersetzt ist 
Bana lu Craiü aus Kirdlyhanya. Aus dem Rum. ins Magy. 
übersetzt haben wir mästeacän zu Nyiresfalva, Meria zu 
Kekesfalva, mangelhaft übersetzt ist nur Gäunoasa in 
Erdöhdt. Diese Namen kommen aber nur in magy. Ur- 
kunden, nicht aber im Volksmunde vor. Aus magy. Ndndor 
(Personenname) ist Nandru und dann das rum. Valea- 
Nandrulm hervorgegangen. 

4. Unbestimmte, /^er&a? möglich aus Cer-&aZ weilser 
Himmel. Gäunoasa kommt von Adj. gäunos hohl. Cihac 
II, 118 leitet das Wort aus dem Slavischen ab, Candrea 
aber aus lat. *gavonÖ8um. Gros? Bujdulari? Hajdau, 
auch' als Familienname, ist nicht klar. 

Florese und Lelese zeigen eine interessante Entwicklung. 
Im Magyarischen nennt man diese Dörfer Floresza und 



Reiseberiobt and Qaellen. 15 

Lelesz. Die Erklärung dieser Namen ist nicht so leicht, 
dämm mufs ich einige Bemerkangen voraosschicken. Ich 
habe in Florese folgende Ortsnamen anfgezeichnet: Letasa 
(auf der Parzelltafel Leläsza), Valea Flor^älor (auf der 
P.tafel V. Floresa), Floresa, in Lelese kommt ein Ort mit 
dem Namen liumlnasa (auf der P.tafel Rumunyasze) vor. 
Aehnliche Bildung zeigen die Dörfer Ciresu und Circsa 
in Banat. Wir müssen folglich einen Parallelismus 
zwischen -esu : esa und dem Snff. -asa aus -*cäm : esa, vgl. 
Ciresu : Circsa = Letasa : Floresa annehmen. Die letzten 
zwei Formen wurden von Sg. in PI. übertragen, schon in 
Valea- Flor ^älor. Das wäre nur eine formelle Erklärung; 
wie nun die Bedeutung zu erklären sei, weifs ich vorder- 
hand nicht. In Floresa kann das Wort floare (Blume), 
in Letasa ein Name, Lei, stecken. Dieser Name ist in 
einer Urkunde von 1412 April 16 belegt (vgl. Dr. Sölyom- 
Fekete Ferencz, Vdzlatok az ol&h-kendzi int^zm6nj tör- 
t^nete-8 ismertet6s6hez in Kvkönyvek der historischen' 
archäologischen Gesellschaft in V.-Hunyad II (Arad 1884 
S. 24 — 29). Der Name Lei kann möglicherweise mit Lelja 
(amita) verwandt sein [vgl. Miklosich, Die Bildung der 
slav. Personennamen 73 in dem Sonderabdruck aus dem 
X. Bde. der Denkschr. der Kais. Akad. (philos.-hist. Kl.) 
Wien 18G0]. Die Kosenamen für die Geliebten hadea-lelea 
wechseln gerne das gram. Geschlecht. Man findet hadiu 
(als Spott- und Familiennamen), neben badea, so könnten 
wir sehr gut aus lelea (das Wort ist als Spottname für 
Männer von mir gehört worden) einen leliu haben, was 
den Namen Lei in der Urkunde wiedergibt. Die Urkunde 
bezieht sich auf ein Lei aus BärhätenX (Borbadniz) in 
Hategergegend. Von Lei haben wir Lelese, PL Lelesd 
und von hier aus wäre Lelesdu von Lipszky zu erklären. 
Lelesdu kann in dieser Form mit Lelesci zusammenhängen. 
Die mngy. Wiedergabe der Ortsnamen ist öfters nicht 



16 Reisebericht und Qaellen. 

genügend korrekt gegeben worden, so haben wir statt 
Soeet bei Lipszky: Szocsesd, in der Statistik Szocset, für 
Ferez' ist bei Lipszky Feredz, in der Statistik Feresd, 
trotzdem, dals nur Socet und Ferez' die echten Formen 
sind. Man hat hier analogisch das magy. Ortssuff, -d an- 
gehängt, obwohl es gar nicht berechtigt ist. Ich will die 
Mischung von slav. -rum. iste-esci und magy. -d, z.B. 
Popesci, pl. von popese, magy. Popesd, Petresci von Petresc, 
magy. P^tersd, Mihailesci von Mihailesc, magy. Mihälesd, 
nicht weiter erwähnen, übrigens ist daneben auch -est 
zu finden, z. B. Radulesci von Eadulesc, magy. Radulest, 
etc. aber seltener. Diese Erscheinung ist fast in allen 
rumänischen Komitaten zu finden. 

Für die Schwankung von Sg. und PL, insofern es 
die Ortsnamen anbelangt, will ich noch einige Worte 
sagen. 

Der Gebrauch von Sg. und PI. bei den Ortsnamen 
schwankt noch heute, so sagt man z. B. Cernaut und 
Cernäuti, Radautu und Radaut, ebenso verhält es sich 
auch mit Bucurestiu und Bucuresti, etc. Läpugiu oder 
dial. Läpuzu ist verwandt mit Läpusnic. Ob aber diese 
Formen aus magy. lapos zu erklären sind, kann ich nicht 
sicher sagen. 

6. Flüsse. Wir haben auf diesem Gebiet folgende 
Flüsse. Dobra im Volksmunde Riu, oder Riu mare; 
Dobra war einmal auch bei den Rumänen im Gebrauch, 
das beweist der Dorfname Vadu-Dohri. Dobra kommt 



^) Lipszky gibt in seinem Repertorium (Ofen 180S) für Lelese: 
Lelesz hung. , Lelsdorf germ. und Lelesdu rum. auf der Seite 83 
(II. Teil: Grofsfürstentum Siebenbürgen) an. Nun stellt sich uns die 
Frage, welche Form, Lelese oder Lelejdu, denn Lelesd kann nur so 
gelesen werden, die echte sei. Diesen Namen haben wir ähnlich im 
Banat Lelesint, in Bihor in der Nähe von Väscäu Lelesti, sehr 
nahe dem Lelesdu von Lipszky. 



Reisebericht uod Qaellen. 17 

alB Familienname vor. Tiuncu aach als Familienname 
[vgl. Viciu, Nume de familie, la romtnil din Ungaria, 
Blas 1902, Gj. Bei Serben ist Rnnko, Rankovi6 belegt 
vgl.' Mareti6, Rad Bd. 82, S. 77. Vieitt will Runco ans 
Keltischen erklären, der Grund aber ist nicht bewiesen. 
Buncü, •) pl. runcHti ist gleich mit ital. roncola (als Dorf- 
name Runen- mare nnd liuncu-mic). Die Serben haben 
es wahrscheinlich von den Rumänen entlehnt. Cema, 
auch als Familienname, ist slav. Ursprunges. Cema hat 
zwei Nebenflüsse Välärita aus vale, und Bilea, das 
möglicherweise mit einem verschwundenen sttdslav., dem 
westslav. hyiUo (domicilium) entsprechenden Worte (vgl. 
Miklosioh op. cit. II, 10) verwandt sein kann. Zlascu 
hängt mit zlato Gold, cf. magy. Aranyos aus arany (Gold), 
zusammen. 

e) Ansiedlung, Namen und Zahl 
der Bevölkerung. 

Die Namen der Leute in diesem Dialekt sind ver- 
schiedenen Ursprunges. Man sieht, dafs sie von einem 
gewissen Zentrum ausgegangen sind. Eis war dies Zentrum 
das Gebiet der echten Pädurenl, das Hochland, umgeben von 
Nachbarn, die die Abhänge der Berge bewohnten. Es ist 
ein eigentlich altes und ein neu hinzugekommenes Element 
zu berücksichtigen. Die ältesten urkundlichen Ueber- 
lieferungen sprechen von einigen Dörfern schon ans dem 
13. Jahrhundert, es sind diese: Zalasd (Zlas<3), Rhuda 
(Ruda), Rhohozd (heute Rdkozsd) [J. 1267]. «) Zalasd wird 

*) JBMfiCN aach bei Vl&huta, Rumtnia pitoreasca, Bucuresti 1901 
belegt: surpätura Runcalut S. 186, Rnncu Sttnelor S. 216. 

») Cf. Hnnfalvi, Ai olähok tortinöte I, 367; Urk., cf. Fej6r, Cod. 
Dipl. Bang. VII, 4, 139. Hunfalvi gibt 1297, aber falsch, an. Im 
Czin&r Index ist 1267 sa lesen. 

Popovloi, Diftlaku. 1 



18 Reisebericht und Qnellen. 

noch 1363 1) erwähnt. Im Jahre 1360 haben wir Reketya 
(Rachitova) und Nyres [Mästeaeän].^) Im Jahre 1435 wurde 
Hunedoara mit 60 Dörfern, von denen einige heute nicht 
mehr zu existieren scheinen, von König Albert dem Hunyadi 
Sz^kely Jänos geschenkt. 3) Es gehören hierher: Alun, 
Bunila, Cerbal, Goles, Hajdau, Lelese, Poenita Voini, 
P. Tomi, Ruda, Socet etc. Im Jahre 1438 4) werden wieder 
in districtu Hatzak: Reketye, Nyires, Hosdo, Carnyesara, 
Bunyila, Csorna, etc. erwähnt. Ulmi, magy. Ulm, war unter 
diesem Namen &) schon im 16. Jh. bekannt. Der Name 
Hunedoara castrum de Hunod, magy. Hunyadvdr, heute 
Vajda-Hunyad hiefs schon 1635 im Rum. Hinidoara, vgl. 
die Inschrift in der gr.-kath. Kirche: xCvlöoq. Lipszky 
in seinem Repertorium II, 58 schreibt Hunyad (Vajda) 
hung. Eisenmart germ., Hinyiddre rum. Was uns näher 
interessiert, ist es, dals die Hauptansiedlungspunkte der 
Pädureni schon im 13. — 14. — 15. Jh. besetzt waren. Lieber 
die Besiedlung dieser Gemeinden können wir mit Hilfe 
der Familen-, Spott- und auch der Ortsnamen einige 
sichere Daten bekommen. Ich will bei dieser Gelegenheit 
nur die Tatsachen hervorheben und nicht ins Detail gehen, 
denn es gehören dazu mehr historische Belege. Für die 
Sprachwissenschaft sind auch meine spärlichen Daten sehr 
willkommen, nach dem sie besser orientieren können, als 



') Gröf Kem6ny Jözsef, Ueber die ehemaligen Kenesen im 
Magazin f. Geschichte . . . Siebenbürgens red. von A. Kurz II, 307. 

*) Tegläs, Hunyadmegyei Kalauz, Kolozsvär 1902, 112. 

") Pesty Helys6gnevtära , Mscr. in Magy. nat. Muzeum in Buda- 
pest unter Sign. 1114 Fol. Hung. in den betreffenden Dörfern des 
Hunyader Comitats. Antworten alier Behörden (in allen Sprachen) 
auf einen Minist.-Erlafs No. 1596 aus dem Jahre 1864 bezüglich der 
Ortsnamen, was auf Anregung des grofsen magy. Gelehrten Pesty 
geschah. 

*) T6gläs, op. cit. 169. 

») Cf. Pesty Helys6gn6vtära, Huny. Com. S. 561. 



Reisebericht aod Qaellen. 19 

die blofscn liii^nistigchen TatsacheD. Daher pind anch 
einige Bemerkungen, die ich dem Pesty Helys^gn^vtära 
entnehme, hier wertvoll. Bezüglich der Gemeinde Rnda 
(die schon im 13. Jh. bestand), die ich krankheitshalber 
nicht untersucht habe, besitze ich die Ortsnamen (meine 
Ansbente) und die folgenden ganz interessanten Be- 
merkungen von dem Gewährsmanne Pesty's. •) Als 
Familien existieren in Rnda: Ddn, Lukäcs, Wogya (mög- 
lich Bodea), Popa, Kosgya, Mannile and Tora. Selbst- 
verständlich ist die Transkription die magyarische und 
mangelhaft. Die Bemerkungen lanten in deutscher Ueber- 
setzung: „Die Familien Dan und Dregulesty (Drägnlest!) 
sind Kolonisten aus Rumänien, Sura (oben war Tura), 
vielleicht Tura oder Tirlea sind aus Szt-Kirdly (Gemeinde 
östlich von Hunedoara), Kosgya nnd Mannile Männilä) 
sind aus der Hateger Gegend aus der Gemeinde Maleast 
(Com. Hunyad), Rndats ist die älteste Familie, von der 
die Gemeinde den Namen führt Lukats sind Ansiedler 
ans Demsus (mm. Dtnsus), Gemeinde in der Hateger 
Gegend (Com. Hunyad)". Alle diese Daten bis auf den 
Namen der Gemeinde können richtig sein. Den Namen 
habe ich aus slav. rnda erklärt. Was die Verbreitung 
der Familiennamen anbelangt kann ich folgendes be- 
merken. 

Dan, Kosenamen ans Bogdan, vgl. magy. Istvan, das 
kontaminiert mit Stefan (= Stefan) Fan (Familienname) 
gibt und im Rum. als Taufname (vgl. den Ftlrntennumen 
aus dem 14. Jh.) nnd als Familienname vorkommt. Ich 
habe Dan in 15 gehört, es ist häufig in Siebenbürgen nnd 
Bucovina. Drägnlestl, PI. zu Dragulesc aus drag-u-l -f esc 
(einer der zn Dragul gehört) scheint nnr hier vorzokommeD. 
Vom Stamme drag notierte ich Drägol in 30 a nnd Dragotä 



Peaty, Hsor. oit. 49S. (Antwort magyarisoh). 



20 Reisebericht und Quellen. 

Vgl. bulg. Dragota. i) Der Stamm drag- gibt eine Menge 
Namen besonders im Serb. vgl. Maretic, Rad 81, 118. 2) 
Const. Jirecek erwähnt in „Die Romanen in den Städten 
Dalmatiens während des Mittelalters" II. 35 (Denkschr. 
der Kais. Akad. philos.-hist. Kl. Bd. 49, Wien 1903) Brago, 
-US und bemerkt hierzu ganz richtig, dafs der Name einen 
doppelten Ursprung, röm. Draco, slav. drag-b, lieb, haben 
kann. Neben slav. Dragul, Dragulesc, Dragan, Dragoi aus 
Drägoli, Dragota kann man auch den Fürsten Vlad Draeul, 
der jedoch rum. Ursprunges ist, anführen. Tura oder Sura 
(= Sura?) kann möglicherweise mit Tura (cf. Ciura) oder 
Turlea-Tirlea zusammenhängen. Wogya entspricht Boda 27. 
Popa bei Munteni-Pädureni 1 a, 3, 25, 29, 42, ist auch in 
Siebenbürgen sehr häufig. Es stammt von slav. popt und 
ist in allen Nachbarnsprachen zu belegen: Pop. rum., Popa 
cf. magy. p6pa, Priester sicher entlehnt aus rum., weil 
ursprünglich slav. popt, magy. pap gab (sprich pQp aus), 
da das slav. 0, magy. in g übergegangen, rum. aber ge- 
blieben ist, z. B. pop-h, rum. popa {ä ist aus a entstanden, 
ebenso in vlädicä aus vladyJcd), ohna rum. ocnä, magy. 
akna (== gkno), roh-h, rum. rob, magy. rdb (= rgb), das 
lautlich schwer vom slav. rdb-h abhängen kann, darum 
mufs man die Nebenform rob'h als Grundlage der Ent- 
lehnung voraussetzen. Es ist weiter Popsor, Popescu und 
slav. Popovici zu erwähnen. Manuila ist aus Emanuel 
entstanden. Rudac und Lukac sind von Ruda und Luka 
mit slav. SuflF. gebildet. Kosgya? 

Aus diesen Bemerkungen geht hervor, dals die Be- 



1) Miklosich, Die Bildung der slav. Personennamen, X. Bd. der 
Denkschriften der kais. Akad. d. Wiss., philos.-hist. KL, 1860,12 
(Suff. ta). 

*) Narodna imena i Prezimena in Rad jugoslovenske Akademije 
znanosti i umjetnosti, Bd. 81, 82. Agram 1886. 



Reiseberiobt ood Quellen. 21 

völkernng der MnntenY-PädarenY in einem regen Verkehr 
war, was auch auf der Tafel des Verkehrs (cf. Soziale 
Verhältnisse) zu sehen ist. Neben diesen mehr oder 
weniger intimen Wanderungen der Bevölkerung, die stets 
in einem regen Verkehr mit den Banatem und den 
Leuten am Marosch gewesen sind, wie die Lebensverhält- 
nisse es mit sieh brachten, haben wir noch eine Ein- 
wanderung aus dem heutigen Rumänien zu konstatieren. 
Es gehören hierher die Köhler (vgl. Soziale Verhältnisse, 
Uebersichtstabelle der Beschäftigung), die „angeblich" 
von der unerträglichen Vergewaltigung der Phanarioten 
(die sicheren Argumente mtlssen erst gesucht werden) 
gezwungen und vom praktischen Sinne der Nachbarn 
angelockt, ihre Heimat verliefsen und sich im fremden 
Lande Brot und Ruhe suchten. Diese Auswanderer sind 
die Muntent, die aus Mnntenien herstammen. Die noch 
ziemlich frische Erinnerung erzählt (die Einwanderung 
geschah vor ca. drei Menschenaltem), dafs die Annen 
ihre Habe von Ochsen und KUhen haben tragen lassen. 
Sie wurden auf ärarischem Gut kolonisiert und noch heute 
zahlen sie die Taxe (== Tascä) (Vlt den kleinen Garten 
und Hof. Die Mnntenl unterscheiden sich von den 
Pädurenl im Typus und auch in der Tracht, die Frauen 
haben die magyarische und rumänische Mode bewahrt, 
die Männer kleiden sich, besonders in Polanarächitäli wie 
in Mnntenien, natürlich ist diese Tracht stark durch die 
einheimische Mode beeinflulst worden. 

Die Namen, die diese Leute führen, sind folgende: 
ßäesX in Dorf 2, CodrenX in 43, LäturenX für die Pädurenl, 
die Dörfer westnördlich von Hunedoara 11 — 13, 14 — 18, 
Mocani Spottname der Mot! (Rumänen von west. Gebirgen) 
27, Muntenl auf dem Gebiet der Pädurenl 9, 28, 33, 
südlich von Hunedoara 37—40, Säceni 15, Tärant 1, 16. 
Hält man aber die Trennung von Muntent und Päduretil, 



22 Reisebericht und Quellen. 

(und diese Hauptklassifikation ist berechtigt), so haben wir 
folgende Gruppen: 

1. Munteml—2,9,[n—18], 28, 33, 37—40, 2. Pädureni 
3—8, 10, 19—27, 29—32, 34—36, 41—43, im ganzen also 
18 Namen für Munteni und 25 für Padureni. Die etymo- 
logische Analyse der Namen macht keine Schwierigkeiten. 

Die Zahl der Bevölkerung ist nach der letzten Volks- 
zählung von 1900 für die erforschten Dörfer 20,788. i) 
Nach der Nationalität zeigt sich das folgende Verhältnis: 
Rumänen 19,693, Magyaren mit Israeliten zusammen 694, 
Deutsche 264, Slaven 88, Andere, bes. Zigeuner 49. Das 
fremde Element ist im ganzen 1,095, folglich ca. 5 ^/q 
und besonders in Teliucu de jos, Delari und Lunca-Cernii 
de sus (?) vorhanden, es ist gebildet von fremden Arbeitern, 
die in Eisengruben beschäftigt sind. 

Für die Rumänen, Munteni und Padureni, findet man 
einige gute Bemerkungen in Silv. Moldovan, Tara-Noastra, 
Sibiiu 1894, 61/62, die nur ethnographischer Natur sind. 
Heute sind die Munteni und Padureni gänzlich vermischt. 
Der Dialekt der Munteni ist fast durch den Dialekt der 
Padureni und durch den der Umgebung von Hunedoara 
ersetzt. Man findet jedoch noch alte Sprachreste. Der 
Typus dieser Leute ist vermischt. Die Padureni scheinen 
reiner zu sein, ausgenommen die Dörfer 30 — 31. Nord- 
westlich von Hunedoara fand eine Mischung mit magy- 
arischem und sächsischem Blute statt, südwestlich von 
Hunedoara geschah die Vereinigung der eingewanderten 
Munteni mit dem einheimischen Element. Padureni und 
Munteni kreuzten sich in 9, 28 und besonders in 29. Der 
letzte Ort entstand aus einer Mischung von allen Seiten 
in sehr junger Zeit. 



^) Dr. Vargha Gyula, A magyar korona orszägainak 1900 6vi 
N6pszämläläsa. Bpest 1902. Vgl. Hunyader Comitat, Hunyad. Be- 
zirk etc. 



Zweites Kapitel. 

Soziale Verhältnisse. 



a) Beschäftigung. 

Was die Beschäftigung der Mnntent und Pädnrenl 
anbelangt, so mnfs man einige Bemerkungen vorans- 
sehicken. Die MantenY sind hauptsächlich Holzhacker 
und Kühler, weniger Bergleute. Die Päduren! sind in 
erster Linie Ackerbauer, dann Hirten und in der liinder- 
zahl auch Bergleute. Sie sind tiberall in den Erwerbs- 
zentren nebeneinander und arbeiten mühselig, um ihre 
grolsen Familien ernähren zu können. Besonders die 
PJldurenl zeigen eine grofse Expansion, da sie im Sommer 
ihre stiefmütterlichen Schollen im Hochlande verlassen 
und sich am Lande (im Maroschgebiet) das nötige Ge- 
treide schaffen. Ihr Boden ist einerseits zu steinig, ander- 
seits zu hoch gelegen, um ihnen das Notwendige für den 
Familien- und Staatsbedarf zu liefern. Die Folge ist die 
grofse Armut der Leute. Die MuntenK sind nicht so arm, 
wie die Pädurenl, 1, ist der Boden besser, 2. sind die Er- 
werbsquellen reicher, 3. ist die Steuer auch kleiner, da 
die meisten von ihnen keinen Boden besitzen. Das 
moderne Leben mit seinen Jammerquellen, staatlichen 
Einrichtungen , nationalökonomischen Unternehmungen, 
machen ihre ruhigen Sorgen noch bitterer. Fast alle 
sind verschuldet bei den verschiedenen Sparkassen, die 
sie cdse nennen. 



24 Soziale Verhältnisse. 

b) Verkehr. 

Ich unterscheide zwei Arten von Verkehr, 1. einen 
ökonomischen und 2. die Heirat. Ich fasse diese zwei 
Arten von Verkehr in zwei übersichtliche Tabellen, die 
uns das Nötige reichlich geben. Die erste Tabelle zeigt 
aufserdem die Beschäftigung neben dem Verkehr, der 
seine gewissen Zentren hat. Die Zahlen geben die Ort- 
schaften an, nach welchen ein Verkehr stattfindet. 

1. Uelbersichtstalbelle für die Beschäftigung und den 
ökonomischen Verkehr der Leute. 

Ackerbau. 
I. Hiiiedoara (rum. Hunedoara, magy. Vajda-Hunyad), 

8, 9, 10, 19, 20 a, b, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 34, 35, 

36 a, b, 41. 
IL Deva (rum. Deva, magy. D^va). 7, 8, 10, 20 a, 22, 

24, 25, 26, 41. 

III. Lesiiic (rum. Lesnic, magy. Lezsnyek). 25. 

IV. Läpusnic (magy. Lapusnyak). 23, 24, 25. 
V. Dobra. 8, 23, 25, 26. 

Bergwerke. 

1. Hinedoara (V. Hunyad). 21. 

2. Gävosdia (magy. Gavosdia). 

3. Delari (rum. Delari, magy. Gyalär). 3, 4, 6, 7, 19, 
20a, b, 21, 32a, 33, 34, 35, 36a, b, 42. 

4. Teiuc (rum. Teliuc, magy. Telek). 19, 20 a, b, 35. 

Holzindustrie (Holzhacker, Köhler, Fuhrleute). 

YI. j 2. Il"i'" 1 2^' ''' '''^l Y'' ''' '"' 
I 8. Lunca-largä J ' ' 



8os!»le YerbHltiiliM. 25 

^"- { 2. \2m } ^' ^^' 2^' 2^' ^^' ^2' ^' ^^' ^^^*- 

3. Die Heirat. 

Dorf 1 a, b. Franen gemischt 2 (gewöhnlich). 
„ 2. Frauen 1, 12, 42. 



n 


8. 


n 


41, Alnn, Rnda. 


n 


4. 


n 


5, 10. 


» 


5. 


n 


4. Männer Alan. 


n 


6. 


n 


7, Alan (5 seltener). 


n 


7. 


n 


5, 6, 8, (23, 24 seltener). 


n 


8. 


n 


10, 24, 25, 26. 


» 


9. 


n 


10. 


» 


10. 


n 


5, 8, 21. 


n 


11. 


n 


20 a, 42. 


rt 


12. 


« 


1, 2, 13, 16, 17. 


n 


13. 


n 


1,12. 


n 


14. 


n 


17 (selten). Männer 16 (zwei), 18 (einer). 


n 


15. 


n 


14, 16. 


» 


16. 


n 


14, 15, 17. 


J> 


17. 


n 


16, Popesd. 


M 


18. 


n 


16, 17, Kerges, Po^esd. 


» 


19. 


n 


10, 20 a, 21, Mani^elu-mic (eine). 


» 


20 a. 


n 


7, 9, 20 b, 21. 


n 


20 b. 


n 


9, 11, 18, 19, 20 a, 21. 


n 


21. 


n 


9, 10, 20. 


n 


22. 


n 


8, 10, 20, 23, Munselu-mic, Boia. 


n 


23. 


rt 


24, Boia. Männer 43 (einer). 


n 


24. 


n 


8, 23, 25, 26. 


n 


25. 


n 


8, 10, 24, 26. 


n 


26. 


n 


8, 23, 24, 25, 27. 


n 


27. 


n 


26. 


n 


28. 


n 


7, 8, 10 (27, 29 je eine). 


n 


29. 


n 


6, 7 (drei), 8 (eine), 10 (eine wild ver- 



26 Soziale Verhältnisse. 

heiratet), 27, 28, 31, 32, 41 (zwei). 
Männer 26 (einer), 41, 42 (einer). 
Dorf 30 a, b. Frauen gemischt, 31 (gr.-kath.) Rachitova. 

„ 31. Frauen 30 (sonst selten). 

„ 32 a. „ 32 b, 34, 35, 36 a, 41, Poenita - Voini, 
Ruda (zwei). 

„ 32 b. „ 31 (eine), 35 (eine), 41, Poenita -Voini, 
Männer Poenita -Voini, 41 (je einer). 

„ 33. „ 34, Poenita -Voini. 

„ 34. „ 35, 41, Poenita -Voini, Ruda. 

„ 35. „ 32 a, 36 a, b, 41, Ruda. 

„ 36 a. „ 30 (zwei), 32 a, 35, 36 b. 

„ 36 b. „ 32 a, 35, 36 a, Masteacän. 

„ 37. „ 38, 42 (zwei), Curpan. 

„ 38. „ 2, 13, Curpan. 

„ 39. „ 1, 12, 13, 40, Lindina. 

„ 40. „ 1, 2, 39, Lindina, Silvas. 

„ 41. „ Alun, 5 (zwei von den Männern durch- 
gegangene). 

„ 42. „ genügend. Oft aber die von der Um- 
gebung, nachdem der Ort ein Ökonom. 
Zentrum ist. 

„ 43. „ Säleste, Panc, Basta, Ohaba, Poeni, 
Lapuzu de z'os. Männer Crivina, Poeni, 
Petroasa. 

Diese Tabellen zeigen uns den eigentlichen Verkehr der 
Leute. Als Arbeiter müssen sie gemeinsam die Quellen 
suchen, um sich etwas erwerben zu können. Gewöhnlich 
müssen sie das anderswo suchen. Als Menschen suchen 
sie sich die Frauen in den Nachbardörfern, seltener auch 
weiter, wodurch eine Blutkette zwischen allen diesen 
Dörfern entsteht. Die lokalen Sitten und Bräuche sind 
immer berücksichtigt: Die Munteni nehmen sich meistens 



SosUle VerhiUtfllsM. 27 

Mnntence. aaBgenommen Artliäs nnd Poiana-rä^itäli, die 
in der Mitte der Pädnrent sind, die Pädarenl snchen sich 
ihre P&durence auf, die Leute von Luneile Cernil haben 
die Gemeinschaft mit Meria, wenn sich aber Mangel zeigt, 
dann gehen sie nach Rachitova, hier ist der Zug nach 
Stlden, da die Konfession es nach Norden nicht erlaubt. 
Die Frauen httten die Herde dieser Leute, sie allein 
sind meistens zuhause und besorgen die Familie und das 
Hans. Der Mann mufs aus dem Dorfe fort, um fttr die 
Nahrung zu sorgen. Auf einer Seite also bringt die Frau 
aus ihrer Heimat verschiedene Bräuche mit, auf der 
andern lernt der Mann im täglichen Verkehre mit den 
Nachbarn neue Dinge, und es ist unmöglich, dafs diese 
Erscheinungen auf das Leben und die Art der Sprache 
ohne Einflufs geblieben wären, denn sonst mülsten noch 
immer die Muntent ihren heimatlichen Dialekt sprechen. 
Dies ist aber nicht der Fall 



o) Kultur. 

Die Kultnverhältnisse der Muntent und Pädurenl sind 
sehr schlecht. Im ganzen sind 6 magyarische (Staats- 
und Kommnnalschulen), 9 rumänische (davon 1 gr.-kath.), 
11 ambulante Schulen zu finden. In den magyarischen 
Schulen lernen die Rumänen wenig, ebenso in den vor- 
handenen rumänischen. Mit den Kirchen ist man besser 
bestellt. Alle Dörfer haben Kirchen, einige sogar mehrere 
von einer oder von beiden rumänischen Konfessionen, aus- 
genommen das Dorf 33. Sowohl die Schulen wie auch 
die Kirchen sind wenig besucht. Von der ganzen Be- 
völkerung (das fremde Element eingerechnet) können Bur 
1572 Leute schreiben und lesen, davon in Bätrina (227), 
Delar! (529), also fast die Hälfte, ein günstiges Ver- 
hältnis fUr die Dialektologie, aber sehr traurig ftlr ein 



28 Soziale Verhältnisse. 

Volk. Von einer kulturellen Einigkeit ist gar keine Rede. 
Die Leute sind sehr einfach, doch rein am Körper und 
gesund am Verstand. Sie haben keinen richtigen Führer. 
Die Schule kann ihnen das wahre Licht und die Kirche 
den echten Glauben nicht zeigen. Probeheiraten sind 
massenhaft. Ein Mädchen hat schon oft mit 14 Jahren 
einen, wenn nicht schon zwei Männer gehabt. Neben 
dem Sensualismus ist auch der Alkoholismus zu erwähnen. 
Der Grund dieser Leidenschaft ist in der Armut zu finden. 
Leider wird diese schwache Seite des Volkes von den 
fremden Wirten allzusehr ausgenützt. Recht traurige Ver- 
hältnisse sind in Runcu-mare, Bunila und Florese. Man 
hat mir versichert, dals die administrativen Behörden 
und sogar die Priester dagegen Stellung nehmen mülsten. 
Noch eine traurige Tatsache ist die Ausnützung der Ein- 
falt dieser Leute durch die „schwarz Angekleideten". 
Die Leute sehen — psychologische Folgerung — in jeder 
Negreatä (Schwärzung) einen Steuereinnehmer, Exekutor 
oder Kommissär, woraus eine Verschlossenheit und Zurück- 
haltung resultiert. Sie lassen sich selten in ein Gespräch 
mit dem Fremden ein, zuerst prüfen sie den Schwärzung 
mit ihren Augen kritisch. Das Ende des Gesprächs ist 
aber doch: oare ce o veni si din asta? N-o veni v-o 

> 

dare noua? (Was wird daraus kommen? Wird nicht 
eine neue Steuer kommen?) Diese Worte wurden auch 
mir mehr als einmal zuteil. 



d) Namen. 

Nicht weniger interessant ist das Gebiet der Namen- 
kunde. Die Namen bieten uns: einmal manche schöne 
Daten für die Lautlehre, man hat geglaubt, dafs die 
Namen als Modeware nur wenig Material für die Lautlehre 
geben können, aber wenn man meine Listen der Namen 



Soziale Verhältnine. 29 

dnrchmnstert, flieht man die Lantnaancen aller Kamen, 
ganz genau. Sodann geben die Namen interessante Tat- 
sachen fllr die Wortbildnngslehre sowohl ftlr die Ableitung 
als auch Air die Zusammensetzung. Endlich ist die Sema- 
siologie von Interesse bei der Namenkunde. Ich habe 
folgende Kategorien von Namen gesammelt: 1. Tanfnamen, 
2. Spottnamen, 3. Familiennamen, die drei Abteilungen ftir 
die Personen und 4. Tiernamen. Numerisch ist folgendes 
Verhältnis zu erwähnen: 1. Von Tanfnamen habe ich nur 
die seltenen gesammelt, und zwar ftir Männer 24, ftir 
Frauen 47. 2. Von Spottnamen habe ich für Männer 
1340, davon 267 öfters belegt, för Frauen 324, davon 
kommen nur 33 öfter vor, ftir Knaben 35 und ftir Mädchen 
1 notiert. 3. Von den Familiennamen habe ich nur die 
allgemeinsten gesammelt. Von dieser Kategorie habe ich 
nur 272 sammeln können. Im ganzen habe ich fHr Personen 
2007 Namen. 4. Tiernamen wurden ftir alle Tierarten 
gesammelt, die der rum. Bauer bei seinem Hause in dieser 
Gegend hält. Die Liste gestaltet sich folgendermassen: 
Ochsen 50, Kühe 89, Schafe 67, Böcke 13, Ziegen 16, 
Pferde 21, Stuten 17, Hunde 22, Hündinnen 10, Schweine 4, 
Säue 15, Hähne 7, Hennen 20. Die Zahl der Namen gibt 
ein treues Bild der Zucht. Die Ochsen sind teuer und 
passen wenig für die Wirtschaft der Bergleute, daher 
züchten sie sie in minderer Masse, am meisten werden sie 
gekauft in Hunedoara, Deva, Dobra oder Hateg, so er- 
klären sich die Abweichungen in den Namen des Ge- 
bietes. Die Schafe sind nützlicher als die Böcke, daher 
auch mehr Namen. Stuten sind weniger als Pferde, weil 
die letzteren ruhiger sind. Besonders unbeliebt sind 
Hündinnen, die mm. Hirten und Bauern töten sie ge- 
wöhnlieh bei der Geburt. In der Spottnamenknnde bilden 
die Hündinnen mit all ihren schwachen Eigenschaften 
eine reiche Quelle für die Volksironie. Die Säue sind 



30 Soziale Verhältnisse. 

nützlicher als die Schweine, daher mehr Namen, dasselbe 
gilt für das Geflügel. 

Spezielle Bemerkungen über alle diese Klassen der 
Namenkunde kann man nur im grolsen machen. Mein 
Material schliefst eine vollständige Behandlung der rum. 
Onomastik aus. Die Materialsammlungen sind sehr spärlich. 
Für die Taufnamen aulser dem Kalender gibts kaum eine 
andere Quelle. Namen wie Crä^un, Läpädat, Pascu, 
Probajiie, Slmedru, Simode (cont. aus Simon -f- Dorde) für 
Männer, und Brlndusa, Domnica, Floare, Penita (auch 
Blümlein, da man am Marosch statt floare, die die Bauern 
am Hut tragen, peana sagt), Kuja (slav. idem), Romonita, 
Ursica, geschweige denn die grolse Menge der Kosenamen, 
die bei weitem nicht gesammelt sind, bringt nur das 
Volksleben auf. Von Spottnamen wimmeln die Publi- 
kationen der rum. Volksliteratur oder der Kunstliteratur, 
die das Allzumenschliche der rumänischen Naturleute 
schildern. Eine übereilte Analyse derselben besitzen wir 
in der kleinen Abhandlung A. Candreas.') Bei der Be- 
handlung der Entstehung der Spottnamen werde ich aulser 
meiner Erfahrung noch andere Spottnamen, die ich in 
der letzten Zeit zufälligerweise bei der Lektüre finden 
konnte, 2) erwähnen. Die Familiennamen scheinen relativ 
eine sehr junge Bildung zu sein. Die Namen, die wir in 
den Urkunden belegt finden, sind meistens Taufnamen, 



*) A. Candrea, Poreclele la Romänt. Bucurestt, 1896. 

*) Ich wollte eine vollständige Literatur der Frage geben. Da 
aber rum. Bücher in Wien fast weifse Raben sind, wendete ich 
mich nach Bucurestl an einen Freund. Die Antwort aber ist mir 
auch nach Monaten noch nicht zugegangen. Für die Magyaren, als 
die nächsten Nachbarn der Rumänen, bekam ich aus Budapest die 
Literatur von Herrn Prof. Simonyi ; mit besonderer Liebenswürdig- 
keit schickte mir Herr Prof S. selbst einige Studien, die bei uns 
nicht zu finden sind. 



Soziale VerhUltnii 



31 



verflehcn mit dem Orte, woher die betreffenden Leute 
sind. Einige Namen aus Urkunden des 15. Jahrhunderts 
aus Hnnyader Comitate helfen etwas bei der ErklUrnng. 
lieber die Familiennamen besitzen wir, meines Wissens, 
nur eine kleine Broschüre von A. Vieiu: Nuroe de familie 
la romuni! din Ungaria, Blas 1902. Eine recht lustige 
Publikation und dazu noch tendenziös. Viciu will einige 
Argumente für die Kontinuität der Rumänen in Dacien 
aus der Namenkunde herausziehen. Seine Beweise aber 
sind leider so schwach, dafs es besser ist, sie gar nicht 
zu erwähnen. Ich zitiere die Broschüre nur für die 
Liste der Familiennamen. Die Tiernamen sind auch bei 
Liuba-Jana, Dam^ für Dr. und für Mgl. bei Papahagi 
berücksichtigt worden. Zuerst will ich die Listen der 
Namen geben und nachher meine Bemerkungen an- 
schliefsen. 



Anti 40. 

Crä^un 30 a. 
Con 30 a. 
Culajie 40. 

Dario 40. 

Florea 28. 
Florin 28. 

Gaspar 40. 
Guia 40. 



1. Seltene Taufuanien. 

Männer. 
Izdrael 10. Radu 28. 

lonut 28. 
Jonel 28. 



Läpädat 30a. 
Leviä 30 a. 

Mint 28. 
> 

^etä 30 a. 

Pascn 30 a. 
Probajije 30 a. 
Probaz'in 30 a. 



Särdäl 30 a. 
Stmedm 43. 
Samu 40. 
Simode 30 a. 



Trifn 30a. 

Vano 30 a. 
Visaion 43. 
Vojicu 30 a. 

Zdräilä 10. 



öa 


Soziale Verhältnisse. 






Frauen. 




Afinia 30 a. 


Graleni 14. 


Ruja 28. 


Afinica 30 a. 




Rusanda 28. 


Aglita 30 a. 


loana 30 a. 


Safta 42. 


Brindusä 28. 


Jica 19. 


Sana 10. 




Lina 37. 


Simfora 40. 


Coana 30 a. 




Simziana 30 a 


Cälina 40. 


Märina 18. 


Susana 9. 


Cändäcia 30 a. 


Miuea 25. 




Clara 14. 




;ili 40. 


Cr^sdina 18. 
Crisca 36 b. 


Nandra 41. 
Neta 28. 


Ursica 30 a. 


Cumbriia 30 a. 


Nica 28. 


Veroniea 10. 




Oprita 28, 31. 


Victoria 38. 


Domniea 23, 24. 


Viguta 40. 
Vita '30 a. 


Dumitra 30 a. 


Pätra 28, 30 a. 


Dina 28. 


Pätruta 28. 


Virsavia 40. 




Penita 30a. 


Voica 30a. 


Fironda 40. 


j 


Voikita 40. 


Floare 28. 


ßomonita 30 a. 

3. Spottnamen. 

Männer. 


Vuta 25. 


Acoii 23, 28. 


Alisandräu 10. 


Arsurä 43. 


Acu 43. 


Andras 43. 


Arsäi 9. 


Adam 24. 


Andris 35. 


Arzint 5. 


Adämut 5. 


Arap 8. 


Arvälucä 11. 


Afet 21. 


Ardelei 42. 




Alba 16. 


Ardela 41. 


Baba 30 b, 42. 


Albu 8, 18. 


Armij^e 41. 


Babes 36 a. 


Albinä 43. 


Arnei^ 8. 


Bacu'lO, 12. 



SocUIe VerbSItnisM. 



83 



Bada 43. 
Bada 36 a. 
Banoä 32 b. 
Banda 14, 16, 17, 

18. 
Bandä 20 b. 
Barbä-latä 3. 
Barna 5, 24. 
Baron 5, 30 a. 
Bärln^^ 4. 
Bärtäs ib. 
B&rbau 41. 
Bäbn 10. 
Bäburä 16, 18. 
Bäbutä 20 a. 
BäcäQ 14. 
Bäcal 41. 
Bädiü 27. 
BädQÜ 30 b. . 

B&gäu 5. 

BälaQre 15. , 

Bälas 14. 
Bäläba 28. ' 

B&lä-laie 8. , 

Bäläla^ 43. | 

Bälegutä 40. , 
B&lgü i7. I 

B&la 5, 14, 19. 
Bälutu 17. ; 

Bälsana 17. ; 

Bänätanu 5, 14, \ 

> 

21. 
Bäncäu 8. I 

Bängnt 43. ', 

PopoTtoi, DUlakt«. 



Bän^rja 27, 43 
B&rätaia 42. 
Bärbanc 14. 
Bärditä 41. 
BärnäQli 41. 
Bäros 28. 
Bätälic 8. 
B&trinu 27. 
Bätälan 12. 
Beca5,30a,36b. 
Belfej 8. 
Beles 10. 
Belca 22. 
Benga 17, 43. 
Berbec 13. 
Berbeca 34. 
Berc 42. 
Beredic 10. 
Befet6 5. 
Berkita 15. 
Berna 27, 28. 
Berta 18. 
Besä 14. 
Besäu 43. 
B^nöevi 32 a. 
B^Dga 21. 
B^mb^a 17. 
B^nta 16. 
Beni 7. 
Blba 43. 
Bibic 27. 
Bibiri^ 8. 
Bibolan 13, 14. 
Bica 4a 



Bicä8 14. 

Bididay 32 b. 

Bilay 17. 

Biliski 32 b. 

Bindea 5. 

Binda 9, 23, 41 

Birta 10. 

Bistr^i 14. 

Bitä 10. 

Bizintä 10. 

Bizintär 43. 

Bij 42. 

BtndQÜ 13, 14. 

Btrdäu 42. 

Bir^na 9, 10. 

Btrzan 20a. 

Bit 42. 

Blt& 27. 

Blaga 42. 

Blec 11. 

B^agä 12. 

BQamba 9, 25. 

Bpanä 14. 

Bgarfä 27. 

Bobeala 43. 

Bobilan 30 a. 

Bobit 14. 

Boblicä. 

Boblgagä 5. 

Bobos 41. 

Boca*20b. 

Bocäläu 10. 

Bocsa 42. 

Bocsär 30«. 
> 

3 



34 



Soziale Verhältnisse. 



Boda 28. 
Bofu 16. 
Bogatu 27, 42. 
Bogdau 10, 16. 
Boian 30 a, 42. 
Boitos 8, 24. 
Bojanu 27. 
Boloangä 16. 
Bolborut 43. 
Boldu 22. 
Bologu 23, 27,43. 
Bolund 11. 
Bona 24. 
Boratot 5. 
Boroancä 27. 
Borcäu 5. 
Boröilä Ib. 
Bordeji^ Ib. 
Bordei 43. 
Borfä''43. 
Borfäiiel 23. 
Borfäu 27. 
Bornäu 30 b. 
Borsoc 17. 
Borsa 27. 
Bo^agä 10. 
Bosocä 19. 
Bosocu 28. 
Bo^orägä 20 a. 
Bogota 17. 
Boscai 36 a. 
Boscotä la. 
Bot-gros 34. 
Botoacä 4. 



Botoligä 43. 
Botoroagä 30 a, 

42. '^ 
Botu 14. 
Bou 34. 
Bou 42. 

Bozdoagä 35, 41. 
Branea 30 a. 
Bränut 30 a. 
Brä^inaf 10. 
Brelea 27. 
Brelea 7. 
Brezu 10, 15. 
ßr^b^leaucä 22. 
Bricelin 27. 
Bri^ 5. 
Bri^agä 25. 
Brindan 23. 
Brotacu 17. 
Brumaf 29. 
Bubä 10. 
Buboö 23. 
Buc 10. 
Bueä 28. 
Bucoveanu 23. 
Bucic 5, 10. 
Budä 30 a. 
Budäu 20 b, 23. 
Budris 42. 
Bududon 36 a. 
Budulan 21. 
Buduret 6. 
Budiscä 10. 
Budiiä 34. 



27, 



Bufari 42. 
Buga"42. 
Buglea 24. 
Buha^ 18, 28 

32 b. 
Buhus 30 a. 
Buicä 27. 
Buidos Ib. 
Buiturean 42. 
Bujlece 36 a. 
Buleacä 14. 
Bul^ca 9. 
Buletu Ib. 
Buliga 35. 
Bumbu 6, 

30 b, 43. 
Bumbulece 10. 
Bundä 42. 
Bureulea 17. 
Burcus 16. 
Burca 8. 
Burcela 34. 
Burd?^ 43. 
Burdu 8. 
Burfi 33. 
Burfui 24. 
Buslioc 23. 
Busanu 10, 43. 
Buscug 20 b. 
Bustac 17. 
Buton 9, 17. 
Butura 42. 
Buzaj.cä 43. 
Buzdulea 35. 



SosUle Verbttltnisse. 



35 



Bazdnrä 27, 28. | 
Bnzao 13. 

Caba 14, 15. 

Calulb, 18,30 a, 

43. 

Cal 22. 

Candi 21. 

Cdpota 42. 

Caräu 12. 

C&rli 41. 

Cäcäu 16, 40. 

CÄcäQJlu 27. 

Cäckria 28. 

C&dar 29. 

Cäfei 27. 

Cäi§rjiu 27. 

Cälärutoti 38. 

Cälbeazä 40. 

Cäldafe Ib. 

C&ldärus 32 b. 

Cäldärusä 30 a. 

Cälnt 10. 

Cälutu 5. 
> 

Cäpac 3. 
Cäpäräza 27. 
Cäpätinä 10. 
Cäpäu Ib, 42. 
C&P9Ü 10. 
CÄputä-talpä 40. 
C&pt&lej 27. 
C&r&bea 5, 32 b. 
Cärede 17. 
Cäris(5a 14. 



Cätanä 30 a. 
Cätänoo 43. 
Gätäramä 42. 
Gääämau 13. 
Clc« 7. 
Cton 42. 
Clcäitn 29. 
Cin& Ib. 
arlga 5. 
Cirlig 27. 
Ctrlobea 43. 
Clrnn 28, 43. 
Ct.4c& 14. 
Coadä 5, 10, 42. 
C^ada- Janas 42. 
Cleant 42. 
ClestäQ 30 a. 
Cobana 14. 
Goo 22. 
Codrla 35. 
Coclrlä 14. 
Cocirlea 16. 
Coclet 13. 
Cocleantä 4. 
Cocos 8, 13, 41, 
Gocorpflidä 18. 
Co6a 14. 
Co6in Ib. 
Co6upa 27. 
Codä\i 5. 
CodäläQ 42. 
Codiscä 10. 

> 

Godreann 10. 
G-o-falcä Ib. 



Coia 10, 13. 
Golta 30 a. 
Con&fe 5. 
Gon6 42. 
GoDi^ 20 b. 
Corda 27. 
Corfariu 40. 
Gori^u 23. • 
Gorlita 10. 
Gornga 21, 27, 

32 b. 
Goro^ 16. 
Gorsocoi 10. 
Goröiie 5. 
Güsta 20 a. 
Gosa 30 b. 
Gosolean 43. 
Gota 7. 

Cotarcä 32 b, 43. 
Gotoc 23, 25. 
Gotolan 21. 
Gotoi 5. 
Gova^u 27. 
Grain 41. 
Grämpidic 27. 
CrUnn 17. 
Gremene 30 a. 
Gretu 25,27, 30a. 
Gristarean 41. 
Grisan 16. 
Grisu 16. 
Gristä 30 b. 
Gritar 5, 15. 
Gnunpen 20 a. 



36 



Soziale Verhältnisse. 



Crurapene 28. 

Cuadä 8. 

Cucu 5, 11, 12, 

16, 17. 21, 28. 
Cu6e 7, 43. 
Cufundiie 10. 
Culä 10,^26, 36 a. 
Culcus la, 32ab. 
Curai' 13. 
Curcilä 33. 
Curea 25, 43. 
Curtu 5, 8, 25, 

32 b, 43. 
Custurä 42. 
Cusa 29. 
Cusu 14. 
Cutu 9, 10. 
Cutanu 17. 
Cutural 32 b. 

Calic 42. 
Cecäu Ib. 
Ceca 28. 
Öecu 25. 
Öeguanä 10. 
Cerfs 16. 
Ö^rt'41. 
Ces 43. 
Ceta 42. 
Öic 42. 
Cicä 28. 
Öicos 24. 
Cicu' 14. 
(3i6ireaijcä 20 b. 



Öila 43. 
Cimiulita 42. 
Cimisan 43. 
Cinadiie 42. 
Cinjafiu 27. 
Öirca 13. 
Ciri 14. 
Cirilä 13. 
Öisälitä 5. 
Cobu'lb. 
Cocoi Ib. 
Cocin 42. 
Coloabä 17. 
Cor 30 a. 
(joroaöe 2. 
6oY^i 42. 
Coiiau 28. 
Coru^S, 10, 14, 

24, 28, 32 b. 
^uca 13. 
Cucur 42. 
Öuö 15. • 
Cuicu 42. 
Culeanu Ib. 
Cupelitu Ib. 
Cuplea 27. 
Curilä 41. 
Öurliga 14. 
Curi 42. 
Öutä 8. 
Cutu 27. 
Coc 7. 
Cacu 8. 
Coru 7. 



Dabu 22. 
Daina 14. 
Däbonu 40. 
Däcär 5. 
Dädäu 12. 
Däian 27, 30 b. 
Dämälucä 16. 
Dämian 29. 
Dända 14. 
Däni 17. 
Däräb 5. 
Därabä 28. 
Däräbut 13. 
Deda 32 a. 
Desi 10. 
Deta 11. 
D^nda 43. 
Dicu 19. 
Diga 40. 
Didu 14. 
Dirjalä 30 a. 
Dirlan 9. 
Dlrlea 33, 42. 
Dirlon 38. 
Doancä 18. 
Doudäc de oyä 

40. 
Dobas 10. 
Dobos 5. 
Dod 10. 
Dodä 23. 
Dodoc 42. 
Dodu 27. 
Dolca 4. 





HozUüe VerhmtolMe. 




Dolbos 27. 


Diba 28. 


FloriÄicä 27. 


Domnu 27. 


Dicä 16, 27, 30a. 


Fßale Ib. 


Dorticä 11. 


Ditn 19. 


Fftale-ars 31. 


DrNad 30 a. 


Divon 34. 


F^ale-mic 41. 


Dra^ 8. 


Dordan 10. 


Foarfeo& 42. 


Dr&gan 14, 27, 


Dnca 17. 


Fodor 3. 


35. 


Ducu 16. 


Folomoc 27. 


Dr&g&las 8. 


Dnlio 10. 


Forviz&r 40. 


Dr&goi 19. 


Dura 42. 


Fr?nt 14, 17. 


Dragostin 21. 


Dnrl&ft 27. 


Frit 27. 


Drä^ 5. 


Dnrma 23. 


Friti 42. 


Drilä 11. 


Dnru 27. 


Frtncn 5. 


Drimboi 22. 




Frucsi 39. 


Drina 43. 


FaraQn 4. 


Fnimo8U 8. 


Drotaf 40. 


F&cu 42. 


Frunzä 27, 42 


Drngä 8. 


F&f&lic 43. 


F^acu 23. 


Dubä 10, 14. 


F&suji 28. 


Fftaie 10. 


Du6an 30 a. 


Fercn 8. 


Fulzerel 5. 


Dada Ib, 14,43. 


Fieraf 8. 


FuB&r 18. 


Duditä 27. 


Fifili 8. 


Füt&r 17. 


Dudurft 27. 


Fil&ni 27, 42. 




Dndnrort 23. 


Filz 22. 


Gabor 36 a. 


Dnlca 42. 


Fiscusn 43. 


Gäborut 14. 


Dulcä 27. 


Flc i. 


Gada 17. 


Dnlfan 43. 


Fllea 30 b. 


Gada 5. 


Dnman 8, 36 a. 


Fiäc 42. 


Gajia 16. 


Dnmn 5. 


Fleau 33. 


Gaita 7, 9. 


Dnnäfe 42. 


Flecu 40. 


Gasp&r 16. 


Dnrdnc 5. 


Fleanca 43. 


Gai 30 a. 


Dnrlä 43. 


Fleancn 28. 


GM» 36 b. 


I^dan 42. 
l3iQaeä 5. 


Fleata 43. 
FUs^icä 27. 
Florai 43. 


Gäinä 20 b. 
G&zaQ 18. 
G&z^ 27. 


Deian 10. 


Florea 13. 


Gernit 42. 



87 



38 



Soziale Verhältnisse. 



Gibu 27. 
Gif Ib. 
Gllcä Ib, 43. 
Ginju 35. 
Glnscäu 43. 
Girdon 31. 
Girjäi 42. 
Girne6^ 23. 
Giscä 8, 42. 
Giza 5, 20 b. 
Gizaji 42, 43. 
Goangä 20a, 27. 
Goga 42. 
Golpabä 28. 
Golea 30 a, b. 
Gonza 10. 
Gorgosäl 26. 
Gostu'lO. 
Grabis 42. 
Granäru 27. 
Gran^a 3,23,30 a. 
Grasu 23. 
Greelus 11. 
Greulus 20 a. 
Griva 43. 
Grofu 27. 
Gros 7, 28. 
Grozar 27, 33, 43. 
Gug 30 b. 
Gugulan 24. 
Guguleanu 14. 
Guleä 31. 
Guangä 10. 
Guran 28. 



Gurä-micä 6, 42. 
Gurlup 26. 
Gusatu Ib, 27, 

28, 31. 
Gusoü 30 a. 
Gusu 13. 
Guzman 7. 
Guzu 18. 

Gerda 32 a. 
Gizäl 10. 

Haies 42. 
Hampu 10, 27, 

40, 41. 
Harap 27. 
Härhanzel 28. 
Hector 42. 
H^p^l 15. 
Hicu 14. 
Hie 42. 

Hirbeicä 8, 39. 
Hirdalä 27. 
Hirlea 28. 
Hiscä 30 b. 31. 
Hoamidä 16. 
Hgandra 14. 
Hodorog 18. 
Hola 27. 
Holä 30 a. 
Homan 9. 
Hondru 42. 
Hontu 27. 
Hopa-popa 10. 



Hordoläu 34. 
Horia 40. 
Horüiz 27. 
Hotu 30 b, 43. 
Huca 13. 
Hudri 43. 
Huicä 14. 
Hulpea 27. 
Hulu^41. 
Hurat 42. 
Hutu 13. 
Huk 7. 
Huzäi 30 a. 

Ijac 41. 
Irimie 34. 
Iscälitu 42. 
Ispita 24. 
Istäläu 8. 

lagäru 41. 
la^a 42. 
laneu 28. 
läsce 27. 
lepur 41. 
lepuras 42. 
Iepure'l4, 25, 43. 
lepta 43. 
I^nsa 43. 
ligänä 10. 
losca-ba^i 5. 
losiv 13. 
iovitä 42. 
lovu 20 a. 





Sociale VerbUtataM. 


Jnbeann 7. 


tka 8. 


Iuris 17. 


Läbont 34. 




Läbntä 42. 


Impärat 48. 


Läpazan 30 b. 


Inoa 43. 


Lät&fet 20a. 


Inctatä-apä 13. 


Lätl 16. 




Leau 7. 


Jändaf 21. 


Leb&r 43. 


jQardä 27. 


Leoa 15. 


Jidovu 27, 32 b. 


Le^i 42. 


Jlga 10. 


Lelga 14. 


Jlta 28. 


I^öe 42. 


Jmua^ 32 a. 


L^iea 10. 


Jri^t 7. 


ti^mb§r 10. 


Jncn 8, 18, 22, 


Lic 13. 


27, 43. 


Lica 14. 




Licu 21, 40, 41. 


K^ti 42. 


Lign 30 a. 


K^m 27. 


Limbric 9, 23. 


K^t 16. 


Linzinafn 13. 


I^epäl 13. 


Lipiü 23, 28. 


Kepertag 18. 


Litä 16. 


l^ijia 11. 


Litu 43. 


K^ijie 42. 


Loatö 7. 


Kiki 13. 


Lobodä 16. 




Luea 43. 


Labä 43. 


Lul^öe 14. 


T.abos 42. 


Lnnga 3, 24, 27, 


Lajäs 5. 


43. 


Laie' 10. 


LungQ In täpligä 


Laiu 8, 24, 30a, 


41. 


33. 


Lupä 27. 


Lan^ 43. 


Lnpila 10. 


Lapte-dul6e 40. 


Lapn 1 b, 5, 7, 8, 



9, 19, 21, 24, 
25, 28, dOa, 
31, d2a, 85, 
86 a, 88. 

Lnpnleeo 42. 

Lnt 26. 

Lata 16. 
> 

Mai 23. 
Mal^ 43. 
Mandrä 24. 
Mani 18. 
Maöa 5. 
Marc 43. 
Marcu 17, 35. 
Mazäfe 18. 
Maza 12. 
Mat ^e caprä 40. 
M&där 25. 
M&d&la 28. 
M&ior 82 a. 
Mälai 8, 42. 
Mälai-crad 30 a. 
Mäläi^ta 17. 
Mäoalin 7. 
Mä^^i 29. 
M&Ö9oot 23. 
M^äf^de 30 a. 
Mägafa 41. 
Märgana 27. 
M&rtis 24. 
M&raUl 10. 
Mäaiin 7. 
M&xlD 7. 



40 


Soziale Verhältnisse. 




Mec 10. 


Moscoder 41. 


Nicolaj.e din 


Memej^an 27. 


Mocoacä 5. 


lume 40. 


Mentu 5. 


Mosuacä 12. 


Nici 16. 


Merian 28. 


Mosut 25. 


Mcibuc 27. 


M^cu 20 b. 


Motoi 12, 21. 


Mj 5. 


Micu 17, 28. 


Motor^a 28. 


Nistor 16. 


Micin 28. 


Motu 24. 


Nixi 10. 


Mielu 30 b. 


Mozgoi'ia 28. 


Nop^a 11, 4i. 


Mjefe 30 a. 


Muargän 12. 


Norosu 8. 


Miiesc 36 a. 


Mucära Ib. 


Nunu 10, 40. 


Milenti 28. 


Mugure 27, 43. 


Nunutä 30 b. 


Mircu 5. 


Mu^a 36 a. 


Nutiii 10. 


Miscäu 16. 


Muncan 13. 




Misea 27. 


Muncanu 24. 


Niamtu 30 b. 


Mistoe 42. 


Mungu 14. 


Necedu 12. 


Mitru 23. 


Muräs 16. 


Necsa Ib. 


Mit 7. 


Murgii 40, 42, 43. 


Negata 32 a. 


Mitu 5. 


Musca 43. 


Negota 34. 


Moatäru 14. 


Muscanu 14. 


Negr^i 19. 


Moc 10. 


Mußtet 27. 


Nilca 10. 


Mocanu 14. 


Mu^a7, 8, 18,27. 




Mocodan 8. 


Mutu 21, 40, 41. 


Oaia 14. 


Mocran 43. 




Öcu 27. 


Mocoacä Ib. 


N-am bai 40. 


Oca 22. 


Moga 3. 


Nadi 10. 


Onucä 17. 


Mogolis 16. 


Naltu 43. 


Orbu 43. 


Moison 36 a. 


Napu 43. 


Osebe 42. 


Moisälelujä 41. 


Näpastä 14. 


Otu 14. 


Moldoveanu 10. 


Närodu 27, 43. 




Moldoven 30 a. 


Nätrozu 8. 


Paclä 27. 


Mondir 27. 


N^tesu 17. 


Pandra 16. 


Monicä 21. 


N§tr42. 


Pantu 23, 27. 


Morcon 5, 13, 15. 


Niamtu 21. 


Papu 5, 10. 


Mormo^a 27. 


Nicäläu 10. 


Para 20 a. 



Sociale VerbKltDiiM. 



41 



Paravisca 42. 
Parteniie 42. 
Panäre 5, 8, 27. 
Pasäre 18. 
Pascu 27. 
Paslji 42. 
Pasa 42. 
Pai 19. 
Pauca 16. 
Päö 40. 
P&rderte 27. 
Pädaf§tQ 10. 
P&hiö 25. 
Paiut 30 a. 
P&n6ilie 27. 
P&ntoc 28. 
Päpäragä Ib. 
P&pu 42. 
P&puc Ib. 
P&r&u 40. 
P&rip 32a,b. 
Pät& 14. 
P&t&c&u 41. 
Pfttrucä 2. 
Pätracan 13. 
Pätroscä 10. 
PJttriiijäi 15. 
Pätrnniei 5. 
Peagn 30 b. 
Peanta 43. 
Peca 23. 
Pe<5enica 1 b. 
Pe6e^l 41. 
Pediöel 28. 



Peia 16. 
Pelgancä 7. 
Pelegn 30 a. 
Peles 7. 
Pemn 14, 27, 40, 

42. 
Penascä 40. 
Pere6e 14. 
Persa 42. 
Persona 42. 
Pescaru 32 b. 
Peten 40. 
Pen 19. 
' Peun 30 b. 
P?nt 19, 22. 
P^rde 41. 
Pidicä 10. 
Pi6idii 5. 
Pi6or ^e porc 40. 
Pidac 10. 
Pid&l 30 a, 
Pila 43. 
Pireayca 36 a. 
Pistrit 18. 
Pistritn 28, 40, 

41.' 
Pi^or de pu9rc 

42. 

Pis6iric 9. 
> 

Pispoc 11. 
Pista 5, 13, 21, 

32 b, 43. 
Pistol 5, 6, 8. 
Pit^ancä 12. 



Pitnl« 17. 

Pitico Ib. 

Pitigolea 16. 

Pitigns^ 28. 

Pitn 43. 
> 

PizmQacftr 27. 
Pizda-n&rQad& 

30 b. 
Plcu 27, 28. 
Pl6n 40. 
Ptnga 43. 
Plrc 42. 
Plrl&u 42. 
Plrpalä 28, 29. 
Plrän 8, 23. 
Pirt^i 42. 
Ptrtn 13. 
Pisa 14. 
Ptta 

Plki^ 30 a. 
Pl&äint& 18. 
Plos6i 14. 
PlotQag& 14. 
Plotoza 43. 
Pinto 10. 
Pobega 18. 
Pocäüosn 18. 
Pofa 27. 
Poj[?narj[u 27. 
Poleaco 14. 
Poldi 13. 
Poma^ 10. 
Pomanä-T^rde 

13. 



42 



Soziale Verhältnisse. 



Pomäramä 15. 
Pompon 24. 
Poncu 27, 43. 
Popa 35, 41. 
Pore 9. 
Porcafu 42. 
Porcu 7, 10, 27. 
Porega 43. 
Poroe 5. 
Por^uane 10. 
Porumbel 5. 
Porumbu 6. 
Posoacä Ib. 
Po^oi 36 a. 
Posta 27. 
Postoü 43. 
Potcpavä 14. 
Potoroancä 14. 
Pozdafe 17, 40. 
Pozdafu 11. 
Praizu 10. 
Präpäditu 24, 
Precup 31. 
Preda 10. 
Prefätusu 16. 
Preseodel 5. 
Pr^uja 28. 
Pribeagä 43. 
Print 24. 
Pripitu Ib. 
Pripu 27. 
Pristen 42. 
Priscip 43. 
Prostu 40. 



Pue 18. 
Puca 34, 43. 
Pucäl 11. 
Pucärau 10. 
Pucles 20 a. 
Pucli '23. 
Pufu 23. 
Puica 16. 
Puieä 30 a, 42. 
Puiu 5, 43. 
Puket 10. 
Pulan 5, 42. 
Pulea-moisä 5. 
Pulbere 16. 
Pulbere 14. 
Pules 42. 
Pulhac 43. 
Pupezä Ib, 13. 
Pupi 42. 
Pup^apä, 12. 
Pupu 10, 13, 16, 

25, 42. 
Purädän 30 b. 
Purca 17. 
Purcel Ib. 
Purcie 28. 
Purda 29. 
Purdac 32 b. 
Purda 10, 30 a. 
Purec 17, 20. 
Purecu 21. 
Purese 28. 
Pure^el 30 b. 
Puricu 43. 



Püree 10, 42. 
Pur^äl 10, 13, 

27. 
Purzel 9. 
Pu^a°8, 17. 
Puseas 27. 
Puscatu 23. 
Puseä 32 a, 42. 
Putul^icä 43. 
Puti 15. 
Putieä. 
Putinel 5. 
Putinel 14. 

Raeu 14. 
Raita 13. 
Rämtura 43. 
Raoz 30 a. 
Rata 13. 
Rauea 18. 
Räuda 12. 
Räbelia 27. 
Räboaea 42. 
Räcobels 14. 
Räcondi 5. 
Rädäläu 8. 
Räfilesc' 30 a. 
Rägutä 27. 
Räseindaj. 30 b. 
Räspäläu 15. 
Rätoiiu 38. 
Renda 5. 
Ren 43. 
R^nda 15. 





Sodale VerbttltniM«. 


R^ndea 7. 


SeQta 42. 


Rifu 27. 


S^mba 7. 


Riga 21. 


Sflr^ 27. 


Ripi^iri 28. 


Sftrcoäa 27. 


Rista 7. 


Sii^s 14. 


Rlou 28, 36 a. 


Siii 5. 


Rinoa 27. 


Siitomi^ 16. 


Ripa 14. 


Sobara 27. 


Rlp^ 27. 


Socol 7. 


Rt^ 16. 


Solga 2. 


Rltä 42. 

> 


Somäjiagn 14. 


Rara 30 b. 


Soric 23. 


Roatä 30 a. 


Späriata 20 a. 


Rostos 18. 


Späriosu 27. 


Rosu 17, 27, 42, 


Sp&taf 8, 32 a. 


43. 


Spätarju 30 a. 


Rndeü 36 a. 


Spenaf 17. 


Rnha 21. 


Spiridoü 42. 


Rasn 48. 


St&ian 8. 




St&rpu 32 a. 


Sac 5. 


Stelnitä 42. 


Sapa 43. 


St^lnik 27, 43. 


Sasn 21. 


StiDga^a 42. 


Säcärea 10. 


Strau 27. 


Säcärel 7. 


Straitan 20 a. 


Säcreatä 42. 


Strälnc 23. 


SäUc 41. 


Stnparu 23. 


SftTnailä 42. 


Sufletu 42. 


SäpQÜ 24. 


Sujie6e 13. 


Säracn 30a. 


Sigea 5. 


Sclipn 22. 


Sulä 8, 10. 


Scirlä 42. 


Sules 28. 


Scr^afä 8. 


Snpan 5. 


Sepi 13. 


Sar6el 42. 



48 

Sardu 17, 23, 40, 

41. 
Snrip 10. 
Snsnio 42. 

^aon 9, 19. 
^pä 7, 27. 
^tn 80 a. 
^Qca 5. 
I^ärä 30 a. 
I^&9 80 a. 
ä^cäl^ 41. 
^cäQ 16. 
^6oban 28. 
I^rann 12. 
^rban 30 a. 
Öiboc 83. 
^iboca 35. 
^incu 10. 
^ipn 10. 
^ireao 5. 
^ireasä 13, 15, 

16. 
!Si^ 10. 
^\in 27, 41. 
S9anc& 27. 
^ar& 27. 
Sobana 10. 
^bQatä 27. 
Soca 5, 10, 11, 

27, 28, 43. 
Socirlan 8. 
äocfede 5. 
Sodolan 18 



44 


Soziale Verhältnisse. 




Solan 18, 34. 


Saibär 8. 


Sugar 24. 


Solea 14. 


Saibu 36 a. 


Sutu 20 a. 


Somandä 14. 


Saicu 2. 


Suta 9. 


Sontolan 5. 


Samu 21. 


Svait 10. 


Sontropea 5. 


Saträ 3. 




Sontu 27, 29. 


Savär 10. 


Tacu 27. 


Sopantä 41. 


Sädaina 42. 


Täbascä 14. 


Sopläu 25. 


Säl 32 b. 


Tägirtä 31. 


Sorcäy 32 a. 


Sämulicä, 16. 


Täläläu 42. 


Sorei 27. 


Sändrut 16. 


Tälianu 39. 


Sorica 14. 


Särcäu 41. 


Tälic 41. 


Soroaga 31. 


Säret 5. 


Tälpoane 28. 


Soruza 30 a. 


Särpe 41. 


Täur^n^ 14. 


S'otvan 5. 


Säsu 16. 


Terem 42. 


Suacätä 14. 


Scirba 30 b. 


T^ca 42. 


Sugar 21. 


Söirbu 41. 


T^rt^ 27. 


Suhaj^a 27. 


Scopu 28, 42. 


Tinea 13. 


Suhured 43. 


S6opu-i,oaüi 27. 


Tipu 28. 


Suhufez 16. 


Scut 42.^ 


Tirs 30 a. 


Suhurezu 14. 


Sinor 43. 


Tirtoacä 18. 


Suläii 30 a. 


Sna^där 14. 


Tirtoagä 16. 


Sui^ce 9. 


Soarec Ib. 


Tobies 29. 


Sulpa 32 b. 


Socu 36 a. 


Toderetu 40 

> 


Snlu 7, 13. 


Solea 10, 32 b, 42. 


Toflea 27. 


Supearcä 10. 


Sontropea 28, 31. 


Toi\ 


SupF 7. 


Sosoi 23. 


Tolan 43. 


Surea 41. 


Spann 16. 


Tolhanu 42. 


Smilä 17. 


Spentäl 5. 


Tonga 43. 


Suru 5. 


Sp^ntäl 43. 


Tonot'e 42. 


Susulea 10. 


Streaf 42. 


Tonu 7. 


Suta 5, 27. 


Stoflea 24. 


Torea 17, 


Suta 28. 


Student 43. 


Toscä 43. 

> 


Sutu 16. 


Sucä 35. 


Tota 13. 


> 


Su6atu 27. 


Totoc 10. 



Totoica 34. 
Totor^ 34. 
Totii2,27,30a,43. 
Trai 30 a. 
Trampu 41. 
Träilutä 23. 
Trämuriö 42. 
Trämuri^ 33. 
Treancä 28. 
Trsabä-bunä 40. 
Tr§abä-slabä40. 
Trio 11. 
Tripi^iri. 
Troncan 7. 
Tronf 24. 
Tron^a 16. 
Tnicä 11. 
Trufas 8. 
Tyacä 10. 
Tucu 16, 27. 
Tulga 17, 27. 
Tufeu 32 a. 
Tunariu 27. 
Tuncä 10. 
Turi 5. 
Tarnea 22. 
Turüa 28. 
Turn 10. 
Turcu 15, 20 b. 
27, 35, 36 a, 42. 
Tuscaliu. 
Tuscä 27. 
Tutulea 8. 
Tuturuz 25. 



SosUle VerhUtnisM. 


4 


tirilä 42. 


Ure6itu 23. 


fisaUtä 40. 


Ut^ 41. 




Urete Ib. 


>P 8. 


Ure^i 14. 


'apu 7, 16, 24, 


Urea 7, 8, 38. 


' 40, 42. 


ua 10. 


T&rmure 43. 




fere-zamä 13. 


Vajida 7. 


^piza 2. 


Vancu 10. 


Tibi 16. 


Yas&r 42. 


Tibrea 19. 


Yältär 30 a. 


ttclede 42. 


V&gäu 27. 


Tif 30 a. 


V&lä« 13. 


Tifu 21. 


V&lean 6. 


Tlgan 16. 


V&^ie 17. 


Tlganu 43. 


V&traö 10, 28. 


Ti^rtek 32a. 


V&tr&ö&l 10. 


Tlgäliescu 43. 


Ve^ 16. 


Ttgu 43. 


Ve^uras 20 a. 


Tlhoö 41. 


Vetu 42. 


tlnä 10. 


Veveritä 42. 

> 


Tlnta 40. 


Vezurä 14. 


T^piriu 40. 


Vezufe 20 b. 


Tirda 27. 


V^zofe Ib. 


Tttu 7, 24, 43. 


V^rdeie 27. 


tlU 30 a. 


Vicol 43. 


TQafa 21. 


Vidn 10. 


Toi 10. 


Viie 10. 


Tolan 18. 


Vijolie 43. 


tnhoü 5, 8. 


Vyulijie 5. 


Tuli 27. 


Vinca 10, 27. 




Virona 27. 


Uca 41. 


Viscu 8. 


Uqu 9. 


Vi?» 5. 



45 



46 



Soziale Verhältnisse. 



Vivostan 16. 
Vizanti 2. 
Viju 43. 
Vinät 30 a. 
Vlncu 27, 43. 
Vlaicu 3, 27, 43. 
Vlogu 10. 
Vr§me-r^ 27, 42, 

43. 
Vulpe 10, 28, 

30 a. 



Arinta 28. 

BMita 14. 
Bäla'9, 40. 
Bäläcuta 32 a. 
Bäluta'28. 
Bätrineata 40. 
Beasca 19. 
Beleonta 34. 
Berna 28, 32 a. 
Berta 40. 
Besä 35. 
Besica 28. 
B^rca 41. 
B^sä-särate 40. 
Bibana 8. 
Biia 27. 
Biri 28. 
Bllba 30 b. 
Bitica 34. 
Boanca 34. 



Zale 42. 
Zäbovitu 7. 
Zäpa 28. 
Zävar 18. 
Zbircu 42. 
ZbirÄeca 22. 
Zddncu 10. 
Zlca 42. 
Zorilä 30 a. 
Zric 42. 
Zuicä 43. 

Frauen. 
Boanda 32 b, 33. 
Boarea 25. 
Bobica 11. 
Boboroaiie 31. 
Bocoveana 8. 
Bocina 19. 
Boafa 20 a. 
Boräiea 8. 
Borea 20 a. 
Bordoveana 25. 
Borduna 20a, 25. 
Borisca 32 a. 
Bosfoane 42. 
Bozoncoanä 32 a. 
Bräduica 30 a. 
Brädulea 10. 
Breaza 9, 25, 26, 

27, 30 a. 
Brezäüe 21. 
Broasea 33. 
Bubijane 8. 



Zaea 13. 
Zacu 43. 
tu 10. 
Zeru 12. 
Zinziosu 34. 
Zudele 5. 
Zugan 25. 
Zugänafu 10. 
Zune 16. 
Zurzilä 36. 



Bueobet 8. 
Buduroane 42. 
Bulea 44. 
Bulee 28. 
Buleoane 19. 
Bulete 40. 
Bulie 27. 
Bumbeasca 32 b. 
Burducä 27. 
Burculoane 17. 
Buröilica 34. 
Buricoasa 33, 34. 
Burioane 20 a. 
Buruca 28. 
Buruianä 28. 
Burta 41. 
BusMe 8, 10. 
Bu^inis 41. 
Butusina 28. 
BaxoaÄe 41. 
Buzäcoaüe 25. 



SozUle VerbUtniMe. 



47 



Bnzdnra 34. 
Biizura 20 a. 
BüzurÄ 27. 

Caoa 28, 41. 
Caki 17. 

Cäitä 8. 

Cäläbet 8. 
> 

Cftpaica 40. 
CäpQli 27. 
Cärähujia 32 b. 
C&rica 8. 
C&soli 34. 
Catalina 8. 
Cättra 28. 
Clca 11. 
Ctrlobparte 28. 
Ctrta 8. 
Clinta 29. 
Cßada 15. 
Cocärte 8. 
CocQana 41. 
Cocu 8. 
Codalbä 40. 
Codita 14. 
Cojlta 8. 
Colta 20 b, 41. 
Copileata 41. 
Cornura 35. 
CrJlsitara 32 b. 
Creata 8. 
Cresöina 17. 
Crisca 21. 
Cnca 8, 2& 



Cncu 8. 
Ca8tnri6i 42. 
Gns6i 41. 
Cntabela 32 b, 

41. 
Cntnrela 28. 

Öescla 34. 
Öesana 8. 
Öica 28. 
Öiduaüe 26. 
Öircgarte 17. 
6o6& 27. 
(jor^olßasa 40. 
(JQamfa 28. 
6oa.T& 35. 
Önica 41. 
(3urca 35. 
Öurnia 28. 

Corobela 32 b. 

Daga 32 b. 
Dardnla 11. 
Däräbßaile 20 b. 
Dinda 39. 
Dirloö 25. 
Doba 20 b, 25. 
Dobreana 41. 
Doda''41. 
Dodolica 11. 
Dolänfä 27. 
Drimba 20 a. 
Drag^alie 32 b. 



Dodnlan 8. 
Duda 27, 28. 
Dndora 32 a. 
Dndnroü 28. 
Dnman 36 a. 
DnncQaKie 41. 
Dnra 10. 

Dirnleasa 8. 
Dord-äl-mare 8. 
Dorpafie 34. 

Finant 40. 
> 

Firata cn paj[a-n 

cur 40. 
Flrta 25. 
Ftsa 8, 32 b. 
Fteca 42. 
Fistica 32 b. 
Fleafa 28. 
Fleica 8. 
Flisca 25, 41. 
Floaca 29. 
Flgarga 9. 
Florica 29. 
Foita 27. 
Forfolina 32 b. 
Forforgiisa 19. 
FmmQasa 20 a. 
Framosica 8. 
Furcoli 30 a. 

Oämäligasa 40. 
Gäoza 40. 



48 



Soziale Verhältnisse. 



Gärasca 30 a. 
Giräana 8. 
Gizäoane 42. 
Grana 32 b, 35. 
Guaga 8. 
Goboaiie. 
Gusata 28, 41. 

Hauca 20 b. 
Häina 10. 
Hähauca 26. 
Häiduc 28. 
Hoidolera 8. 
Hordorosala 31. 
Huda 11. 
Hupa 8, 10. 
Huira 30 b. 

Ilca 32 a. 
Ileana 7. 
Ilinca 8, 41. 
Imna 7. 

lapä 30 a. 
iuti 42. 

Jlmba 32 b. 
Juca 8. 
Jula 41. 
Julta 27. 

Kita 27. 
> 

Lala 8. 
Läia 40. 



LänÖaiie 32 a. 
Lelita 11. 
Lera 42. 
Licuasa 15. 
Lila 33. 
Lili 22. 
Lina 19. 
Liorä 39. 
Lipa 41. 
Liza 28. 
Lunga 32 a. 
Lupa 8. 
Lupoane 13, 20b. 

Mäcrutoane 35. 
Macula 28. 
Mäläiasa 8. 
Märiuta 20 a. 
Märuta 41. 
Melihaia 28. 
Miscoana 20 b. 
Mitra 29. 
Minaina 28. 
Mlnza 30 a. 
Mirliea 8. 
Modroveäna 31. 
Mganga 28. 
Motoaüe 25. 
Muanca 10. 
Mucali 42. 
Mustä^oasa 28. 

Naca 11, 19, 40. 
Nata 41. 



Näroada 40. 
Näsolea 42. 
Neagra 42. 
Negäsoaiie 42. 
Nagra 9. 
Nisa 8. 
Nina 29. 
Nuna 42. 

Oarba 31. 

Ödatä 28. 

Pänduroane 19. 
Pärina 19. 
Pastor de o^ 8. 
Pececa 8. 
Pelearca 32 b. 
Picirica 11. 
Pileaga 27. 
Pilica 20 b. 
Pirca 8, 41. 
Pisca 34. 
Piscoane 25. 
Pistrita 8, 20 a. 
Pistolea 27, 32 b. 
Piua 8. 
Pizdä-galbenä 

42. 
Pizdä-lungä 41. 
Piräiana 41. 
Pisa 20 a. 
Pirtäita 42. 
Pirta 41. 
Plgasa 28. 



Sociale VerhSltnlne. 



49 



Ppama 32 b. 

PQRfa 22, 29. 

Pocaj[na 35. 

Popic 28. 

Posta 32 b. 
> 

Prayca 8. 
Pr&v&linca 40. 
Purcösuie 17. 
Pur^ica 21. 
Part&tyafe 28. 

Ramna 8. 
Rata 32 b. 
Räfila 27. 
Räpvjaica 8. 
Räspaica 20 b. 
m^i\\& 19. 
Rita 10. 
Rima 20 b. 
Ripa 34. 
Roanda 32 b. 
Rosßaöe 27. 

S&pta 31. 

S&rb&tQare 33. 

Scovardina 10. 

Scorlobet 8. 
> 

Scremiiica 28. 
Simedreana 10. 



Bändäloc 14. 
Budälä 28. 
Bulbiie 17. 
Bur^anä 14. 

PopoTiol, Dialekt«. 



Sorinca 42. 
Soruta 21. 
Stanca 8, 32 b. 
SnlQalie 21. 
Susnji 27. 

Siripita 22. 
^oc 19. 
Sorda|ca 35. 
Sotyaüe 10. 
^uca 20 a. 
Snharezn 32 b. 
^ula 32 b. 
Supa 8, 28. 
SJnpälpnrte 27. 

^a^ca 8. 
^ärica 10. 
§6äpa 20 b, 28. 
§lsa 27, 28. 
^im^alig 8. 
^ßaica 41. 
^Qana 35. 
$ofrinca 39. 
^omica 10. 
^praitu 14. 
^ulendra 30 a. 
^ulearea 42. 

TälicQaüe 41. 

Knaben. 
Bntic 14. 

C&l&riiä 14. 
Cäp&tlnosa 28. 



Tftt-asa 8. 
Täbftlnsc& dOa. 
Tita 8.* 
Tita 9. 
Tlrs 28. 
TQanta 34. 
Tofleasca 28. 
Tolan 8. 
Trinca 8. 
Trisca 19. 
Tropo6ina 10. 
Tuca 8. 
Turca 28. 

Jigan 39. 
Juaita 32 a. 

Urlta 20 a. 

UrsQaüe 23. 

Uta 42. 
> 

Veg^sjlie 8. 
Vijnlia 30a. 
Virsa 27. 
Vormänasa 10. 
Vulpea 11, 28. 
Vnlpe 32 a, 40. 

Zaninca 32 b. 



Cärbaüe 14. 
Caca 14. 
Cü^ 28. 
Öeres 14. 
4 



50 



Soziale Verhältnisse. 



Daruc 14. 
Debuf 14. 

Fis 14. 

Gävorsa 28. 
Gizai 14. 
Gurdunä 14. 

Horgos 14. 
Huseu 14. 



Lepa 14. 
Limbric 14. 

Mätecäu 14. 
Mutu 28. 

Nojitä 17. 

Parpanzel 14. 
Paius 14. 

Sirba 14. 

Mädchen. 
Silca 28. 



Spätari 14. 
Stärpu 14. 

Sängäu 14. 
Somandil 44. 

Totoi 14. 
Tus-mägärus 14. 

Vikenti 14. 
Vlslic 17. 



Adam 29. 
Acim 5. 
Afilon 36 b. 
Alic 42. 
Andräsäsc 12. 
Andräson 30 a. 
Andrei 30 b, 39. 
Arcan 16. 
Ardelean 10. 
Artan^SOa, 32 a, 
33, 34. 

Baba 29. 
Badu 42. 
Balint 27. 
Baran 30 a. 
Barb 11. 



3. Familiennaineii. 

Barnä 19. 
Barbon 11, 30 a. 
Bärbulesc 30 a. 
Bera 18, 36 a. 
Bistrian 5, 26, 27, 

32 a, 35. 
Birsan 32 b. 
Blaj 21. 
Bobilca 29. 
Bobora[39] 30 a, 

36 a, 41. 
Bogdan 35. 
Boda 27. 
Bodescan 7. 
Bojan la, 18. 
Bordent 8. 
Bo^agos 43. 



Bran 39, 40. 
Buble 43. 
Budris 30 a. 
Budätoii 8. 
Bumba 5. 
Bur 4, 16. ' 

Cäcesc 36 a. 
Cäpet 12. 
Costa 5, 10, 25, 

27, 29. 
Costesc 38. 
Cotoe (Zigeuner). 
Cotolan 30 a. 
Covan 22. 
Crlsnic 23. 
Cräsunese 3, 31. 





Sociale VerbUtnliM. 


51 


Crisan 10. 

> 


Gogitft 39. 


If D^ 28. 


Carsan 16. 


Golesan 35. 


lesan 28. 


Cus 16. 


Gostgan 24 anf 


Joüese 13, 20 a, 




27. 


30a, d6a. 


Öerna 39. 


Go8tij[an 42. 


Xorga 18. 


Öiculä 7, 35. 


Gofltan 2. 


Xosivoü 30 a. 




Gota 36 b. 


XoY&üese 30 a. 


Dan 15. 


Grcc 25. 


Xnbgan 4. 


Dällndft 12. 


Grosan 17. 




Dävlnca 3. 


Grozoü 30 a. 


JorcQaüe la. 


Dlmulesc 28. 


Gnrä 43. 




Dobra 28, 42. 




Kenderes 10. 


Dragotä 10, 13. 


Hanes 18. 




Drtlgoi 30 a. 


Hant'42. 


Lala 23, 24. 


Daduj[a la. 


H&räft 14. 


L&8cas28,10,ll 


Dulcä 11. 


H&tägan 29,32 b. 


Läscntoü 42. 
> 


Duma 23. 


Häida 9 (vgl. 


lAzäroü 30 b, 


Dumitresc 30a. 


Vaida). 


36 a. 


Dumutoli 30 a. 


E^ri 43. 


Leca 3. 




Hirban Ib, 10. 


Lelesan 29. 


Dcrgart 30 b. 


Holdau 43. 


Lobont 42. 

> 


Dinga 23. 




Lorint 16. 

> 


Dinis 7, 33. 


Ibraim 42. 


Lnca6 Ib, 42. 


Dorilesc 36 a. 


Icobesc 8. 


Lnpesc 6. 




Ilia 16. 


Lapnlesc 41. 


Fan 18. 


InculcBC 8. 




Faor 29. 


Isac 13. 


Hadär 28. 


Faur 5. 


Istf&üesc 30 a. 


Maier 37. 


Färcas 20 b. 




Malga 6, 42. 


Feregan 22. 


lanc 10, 25. 


Man6 39. 


Fluieras 30 a. 


X&näsäso 6. 


Marti nesc 42. 


Fr^nt 12. 


len&soü 30 a. 


M&<^ 23. 




J^nea 22. 


mßA 43. 


Gabor 20 b. 


X^n^ 15. 


Mäläoü 37. 



Soziale Verhältnisse. 



Märculesc 8. 
Märdan 30 a. 
Märian 11, 18. 
Märiiä 12. 
Marina 26, 24. 
Marion 30 a. 
Medelean 10. 
Merinton 30 a. 
Micläon 30 a. 
Micläusoil 30 b, 

36 b.' 
Miclea 42. 
Micoane 36 b. 
Mihäilä 20 b. 
Mihäilesc 11, 40. 
Mihäiese8,30a,b. 
Mihoiiesc 16, 19, 

21. 
Mirsa 19,25,30 a 

aus 5. 
Mitä 10. 
Moga 11, 38. 
Moisä 12. 
Moison 30 a. 
Muncan 25, 26, 

29, 33. 

Muntan 42. 

Murar 11, 37. 

Musa 4, 5, 7. 

Musäcesc 29. 
> 

Nan 9. 
Nandra 1 a. 
Neicon 30 b. 



Neda 1 a. 
Neidoii 30 b. 
Mcoarä 18. 
Nistorese 6. 

Namt la, 32 b. 
N^csa la. 
Nedon 30 a. 

Oilesan 10. 
Oprea la. 
Oprinesc 6. 
Oprison 30 a. 

Panton 30 a. 

Pasc 2. 

Päcurar 12, 13. 

Pädurean 24 aus 
43, 37 aus Lin- 
dina. 

Pälcäu 14. 

Päräu 43. 

Päscocesc 30 a. 

Päseon 30 a. 

Päseulesc 30 a. 

Päträii 5, 20 a. 

Pätriu 3. 

Pätroiesc 40. 

Pätrut 20 a. 

Pävälon 6. 

Pece^äl 32 b. 

Predesc 8. 

Prejban 30 b. 

Petresc 30 b. 



Ppanta 4. 
Poden 30 a. 
Poja 14. 
Popa la, 3, 25, 

29, 42. 
Popovic 40. 
Popovis 25. 
Preda 32 a, 34, 

35, 36 b. 
Pricas 14. 
Pupäzä 40. 
Puseas 32 b. 

Rädos 28. 
Rädoane 32 b, 33 

(beide aus P. 

Voini). 
Kasan 37. 
Rudan 40. 
Ruja 20 a, 25. 
Ruman 28 aus 27. 
Rumsa 26. 
Runean 8. 

Savit 13. 

Säläsän 31. 
> 

Sävulesc 8. 
Scrorobece 31. 
Simeria 12. 
Siniilesc 21. 
Sirb 10, 28. 
Socol 11. 
Stänämiresc 30 a. 
Stäiiesc 30 a. 



Soziale VerhültiiliM. 



53 



StftncQarte 29. 
StftnilÄ 26, 27. 
Stoica 14, 18,20a, 

24, 42. 
Stroj[a 24 aus 

Bojia. 
Strnj[a JU. 

S?rtk)ü 8. 
öirisÄr .%b. 
öoeäzan 32 b. 
Socozan 32 a aus 

32 b. 
Sorpgaf 15, 1(5. 
Snculesc 28. 

§&ioli 8. 
^ändroö 30 a, 

36 a. 
^ärban 0, 17. 
^ärort 30 a. 
^^efäöesc 17, 

30 a. 
^defoii 30 a, b. 



S^jrban 16. 

Simon 8. 
^ofiea 36 b. 

Tämas 35. 
Tftinäsase 43. 
TÄruitoü 30 a. 
Todosoü 30 a. 
Toderesc 17. 
Toma 14, 16, 17, 

25, 26, 34, 37, 

40. 
Topliöan 42. 
Trefigsdan 25. 
Tulea 30 a. 

tivüla 38. 

Jlfu 43. 
Tlnt 18. 
•yirlea 15, 16. 
'i^rcan 30 a. 

Ulmean 17. 
Urs 43. 



Ursolesc 43. 

Vaslnra 40. 
Vinca 2, 4. 
Vitortesc 30 b. 
Vlrtopert 30. 
Vlajic 16, 30 a, 
Vlftlcoü 30 a. 
Vlad 10, 38, 42. 
Vojan 11. 
Voina 11, 18. 
Valsan Ib. 

Zäpa30b,32a,b. 
Zepa 30 a. 
Zävoian 1 b. 
Zlatior 38. 
ZnräläQ 2. 

^mänar 29. 
I^saü 22. 
inriori 30 a. 
^nnnoii 30 a. 



Binila 20 b, 42. 

Boda 30 a, 32 b, 33— 35, 41. 

Bodol 8, 10, 27. 

Büdor 12, 14, 15, 17, 18, 

19, 20 a, 24, 39, 40, 42. 
Bodos la, 28, 29, 36 a. 



4. Tiernamen. 

Ochsen. 

i Boian 7, 10, 15, 17, 23, 
25, 27, 28, 30a, b, 32a, 
42. 
Boj[&n 31. 



Caila 8, 9, 12, 16, 17, 19, 



54 



Soziale Verhältnisse. 



21, 22, 24, 25, 26, 30 a, 

39, 41, 42. 
Cailea 4—7, 28, 32 b. 
Cailia 27. 

C^nda 38, 42. 

Daru 4, 9, 10, 12, 15, 16, 
18, 21, 25, 27—29, 32 a, 
36 a, 38, 41. 

Daro 6, 11, 35. 

Daros la, 4, 37. 

Faco 4. 

Fäe 10. 

Fäco 16. 

Fäcu 20 a, 29, 42. 

Fiscu 5, 14, 18, 39, 40. 

Florea 10, 20 b, 28. 

Floria 27. 

Gruji^a 18. 

Idor 20 b. 

lambor la, 5, 14, 16, 18, 
^ 20 a, 26—28, 32 b, 39, 40. 

Kicu 18. 

Lämbu 5, 8. 

Lpamba 4, 6, 9. 

Loambos 17, 19, 23, 28, 32 b, 

^39, 40, 41. 
Lombos 12, 16. 

Moja la, 4, 16, 19, 25, 28, 
32 a, 33, 39, 41. 



Mojar 17, 18, 20a, 40. 

Misca la, 5, 8, 10—12, 14 
— 20a,b, 21, 24 — 30 a, 
32a,b — 36a, 38 — 42. 

Paicu 16, 18, 20a, 28, 32b, 

39, 40. . 
Piscu 16. 

R^Ddala, 3, 8— 12, 14,16— 
32 a, b, 34— 36 a, 37—42. 
ßl6a 18. 

Sämea 5. 

Sämes 8, 17, 24, 27, 28. 

Säuta 42. 

Semea 22. 

Semes. 

Siles 20 b, 42. 

Suran 5-7, 10, 16, 23—25, 
27, 28, 30 a, b, 32a,b, 34 
—36 a, 37—40, 42. 

Surän 31. 

Suru 40. 

Serban 28. 

S^Dcla 3, 8—12, 16, 17, 19, 
20 b, 21, 22, 24, 25, 27 
-32 b, 34, 36 a, 37, 41. 

Serban 8. 

Sugar 8, 9, 15, 17, 21, 22, 

26—28, 42. 

Vinät 6, 7, 9, 24, 30 a, b — 
32a,b, 34— 36 a, 37—42. 



Soziale VerbältolBse. 



65 



Bftia 12, 27. 
B&laca 32 a, 34. 
BÄluta 8, 32 b, 30 a. 
Bi^fa 3. 
Bodolica 25. 
Br^aza 27. 
Bndiiana 28. 
Biyärä 8. 
Bojuarä 23. 

Caila 38. 
C&iluta 17. 
Cäpriära 31. 
Cäpripara 11, 30 a. 35. 

Öen^uca 38. 



Däruta 10, 12, 16—18, 20b 
—22, 24, 28, 30 a, 33— 35, 
37-41. 

Domana 4. 

Dumana la, 14, 17— 20a, 
26, 27, 30 a, b, 32 b, 41. 

Dnruta 15. 

> 

Fäcu 39, 40. 

FälQasa 40. 

Färjanä 38. 

Fetita 37. 

Firok 39. 

Flär4 29. 

Flßarea la, 5, 6, 20b, 24, 

26, 28, 30 a, 32a,b, 38, 

35, 41. 



Ktthe. 

I Florica 8, 18, 20 a, 34, 36 a. 

Florinca 2, 14, 17. 

Florita 27. 
> 

Flyarea 40. 
Fluirea 31. 
Flaria 38, 39. 

Joiana la, 2, 8, 11, 40. 
Jnjana 2. 

Kesa 27. 

Lunaia 2, 4, 7, 9, 10, 14, 
19,. 20a, 21, 23, 25, 28, 
32 a, 36 a, 40, 41. 

Lampi 39. 



Märtaia 3, 8—10, 23, 25, 

36 b, 32 a, 41. 
Märtolga 1 a, 20 a, b. 
Micnta 5, 11, 22. 
Mi^rca 4, 5, 9. 
Mi^rculea 30 b. 
Mi^rcnta 8, 26, 36 a. 
Mlndrnia 16, 18, 19, 27. 
Mindrnca 34. 
Mindrnta la, 28, 29, 33, 

36 a.' 
Murguta 8, 10, 28— 30a, 33. 

Negrasa 27. 
Patnla 28. 



56 



Soziale Verhältnisse. 



Pädureana 28, 30 a. 
Päscuta la, 5. 
Piros 39. 
Porimba 31, 40. 
Porumba 30 a. 

Rica 28. 

Roscaia 24, 25, 27. 

Roskita 15. 

Rujaia 18. 

Ruica 27, 28. 

Rujana 2, 14—16, 37, 39. 

Rujica 12. 

Rujita 29, 31, 32 b, 33. 

Rusica 39. 

Sälana 28. 

Säica 12, 15—17. 

Säuca 28. 

Santa 39, 40. 

Säutea la. 

Siminica 28. 

Simba 4, 25. 

Simbolea 2, 8, 10, 14, 16, 

20a, 24, 28, 30b, 31, 32b, 

35. 
Simbolica 40. 



Stäiana 28. 

Stäluta 32 a, 33. 

Suraia 3, 4, 6, 18, 19, 22, 

23^ 25—27, 30 a, 33, 35, 

36 a. 
Suraia 31. 

Sentluea 19, 20 b. 
Serba 28. 
Serbolea 8. 
Seuca '28. 
Soampa 27. 
Supa 28. 

Väcälana 8. 

Vira 28. 

Vireana 2, 4, 7, 9, 10, 12, 
16—18, 20 a, 21, 24, 26, 
28, 30 a, b, 32 a, b, 35,39, 
41. 

Viri 27. 

Virona 28. 

Vinäta 22. 

Zoiana 9, 10, 16, 17, 19, 
20 a, 21, 23—28, 30 a, b, 
, 32. 
Zoica 4. 



^luna 31. 



ßäla 6, 12, 17, 20 a, b, 21, 

23, 24, 26, 28, 29, 30 a, 
32 a, b, 34, 35, 38, 40,42. 



Schafe. 

Bäluca 10, 36 a. 
Bäluta 25, 26. 
Bänesa 30 a. 
Bucäiaie 26, 32 a, 41. 
Budura 30a. 



Soziale VerhKltnfaM. 



67 



Burdus 17. 
Hu/nr^a 82 a. 
Bnzuriea 39, 40. 

Cäprina 42. 

Cärbuna 12. 

Clrmaiia 30 a. 

Cßarna 20 a, 21. 

Codalba 31. 

Codpasa 28. 

Corbu 39. 

GorQaba 35. 

CorAela 35. 

Cornita 10, 17, 38, 39, 42. 

Cornuta 20 a, 25, 28, 30 a, 

32 a, 40, 41. 

Critar 30 a. 
> 

Crn^a 30 a. 

FälQasa 29. 
FluÄr^a 31. 
Frumöasa 29, 30 a, 31, 32 b, 

38, 42. 

Furtita 39. 
> 

lAälu 31. 

Inti 39. 

"• > 

Laia 24, 27, 29, 30 a, 38, 

40, 42. 
Laie 6, 26. 
Lacrämusn 20 b, 27. 
Läiea 12. 



L&ita 17. 
Libra 30 a, 31. 
Lica 28. 

Matilda 39. 
Märgela 42. 
Märinca 29. 
Mireasa 30 a. 
Mni^cnra 28. 

Nncä 31. 

Osic&sa 38. 
Oacisa 17. 
Öakesa 6, 12, 21. 

Öakisa 10. 

»^ > 

Oöela 28, 32 a, 35. 
Otelusa 42. 

Picara 39, 40. 
Pistrnia 12, 27, 34, 42. 
Preuöasa 30 a. 

Solomija 31. 
Stälinca 42. 

Sänga 12. 
Sefeana 35. 
Siipa 24, 29. 

9uta 41. 

Tigaua 30 a. 



58 



Uacä^a 32 a, 34, 35, 
Uäcäsa 42. 
Üacesa 27, 30 a, 32 
Uäcäsa 25. 
Uacisa 19, 20 a, b, 23, 24, 
26^ 28, 29. 



Soziale Verhältnisse 
36 a, 39 

b. 



Uätesa 42. 
Uocela 36 a. 



Varos 17. 

Värosa 20 b, 25, 27, 32 b. 



Budnr 30 a. 
Corn^s 10. 
Dicä 28. 
Dinu 28. 

Albita 42. 

3 

Floarea 17. 
Fumura 17. 
Furnica 17. 

lepura 42. 

Brezu 27. 
B^rtl 10. 
B^tyar 27. 
Bälu 27. 
Breazu 31. 
Br^ca 28. 

Dogafl9,20a,b. 

Dufi 10. 

Micu 2, 5, 10. 



Böcke. 
Florea 28. 

lovan 28. 

Läpuzanu 28. 

Obrezatu 28. 

Ziegen. 
Jebeda 17. 

Märdelu 42. 
Märzela 21. 

Nemtoaria 42. 
Pistrita 21, 42. 

3 ' 

Puica 42. 

Pferde. 

Misea 2. 
Murgii 5, 6, 8, 10, 

26, 28 -30 b, 

37, 41. 

Pista 6, 8, 12, 15, 
26—29, 37. 

Roja 28. 
Rosu 31, 37. 
Ritu 2. 



Pätru 10. 
Pätrut 28. 
Popa 28. 
Suru 42. 
Uacäsu 30 a. 

Scumpina 42. 
Stänga 42. 
Stenga 21. 

Soanca 17. 
§uta 17. 
Viezura 42. 



Säsälian 37. 
Suran 8, 28. 
Suru 12, 15, 27, 
29, 30 b, 31. 

Sinos 18, 28, 41. 

Sargu 12. 

Tezar 2, 8, 18, 
19, 20 a, b. 



Alba 8. 

Breaza 28. 

Öeza 28. 

Fani 12, 15. 
Friti 5. 



Alb^i 3, 10. 
Albert 42. 

Bncälaji 42. 

Bundas 42. 
> 

Bürens 2, 4. 

Cäpätlnä 10. 

Fiscns 4. 
Florea 42. 



Bojca 4. 
Cirliba 42. 
l3i|ana 41. 



Soziale Verhältnisse. 

Stuten. 

lelia 8. 
Jnlisca 5. 

Lila 8, 10, 21. 
Lizi 15. 
Lnti 32 b. 

Margeti 5. 

Hunde. 

Griv^i 3, 42. 
Grivu 10. 

Hector 4, 42. 

Lupu 42. 

Milor 2. 

Mozoc 10. 

Muräs 42. 

Musteta 42. 
> 

Hündinnen. 
Griva 3. 

Florinea 3, 42. 

Pitula 42. 



60 



Pentenpaga 28. 
Puica 8, 27, 28, 
41. 

Rosiia 10, 27. 
Roza 12. 

Surita 10. 

Sarga 12. 



Negr^i 3. 

Romoz 42. 

Soban 4. 

Urs^i 3, 10. 
Ursu 2, 42. 

Tuii 43. 
> 

Täbäluscä 3, 42. 

Vidra 42. 
Vilma 42. 

Z^aba 42. 



Schweine. 



Albn 10. 
Murgu 10. 



Mingulit 10. 
Snru 10. 



60 



Soziale Verhältnisse. 



Albita 8, 10, 27, 
30a, b. 

Cäsura 8, 20 b, 

27. 
Creata 8. 

Fleasca 20a. 



Säue. 
Galbena 8, 27. 

Mingulita 10. 
Murga 27. 

Neagra 8, 10, 
20 a, 30 b. 



Negrita 30 a. 



Peleaga 20 b. 
Pistrita 20 a. 

Ruica 27. 

Surita 8, 10, 30 a. 

Sofleaca 8. 
Sula 20 a. 



Cäpitan 42. 
Corcodan 10. 
Duri 28. 



Hähne. 

lancu 28. 
Puiu 30 a. 
Sultan 10. 



Zdräilä 28. 



Alba 30 a, 41. 

Cinepiia 42. 
Ciiiepeua 30 a. 
Coltuna 42. 
Cunsata 10. 

Fumurea 42. 

Gäinusa 10. 



Hennen. 

Galbäna 30 a. 
Galbena 41. 
Gälbenä 31. 

Incorecata 42. 

Motätä 31. 

Nagra 41, 42. 

Neagra 30 a. 



Peleaga 42. 
Pestrita 31. 
Pistrita 10, 30 a; 

41, '42. 
Porumba 10, 42. 
Porumbita 10. 

Spärioasa 42. 
Sura 30 a. 



5. Bemerkungen über die Namen. 

Die obigen Namenlisten veranlassen mich zu einigen 
Bemerkungen zu der rumäoischen Onomastik. Diese Be- 
merkungen erschöpfen jedoch die Sache nicht, sie sollen 



Sociale VerbSUtnIaae. 61 

nur (Ion grofHcn Wert der Namen fUr die SpraoliwiPBen- 
Bchaft hervorheben. Besonders bei dialektischen Studien 
dtlrfen die Namen nicht anfser Acht gelassen werden. 
Ich mache zunUehst einige Bemerkungen über die Personen- 
namen, dann Über die Tiernamen. 

A. Die Personennamen. 
Die alten Römer gebrauchten bekanntlich die Namen 
in einer festen Form, z. B. Titns Livius Patavinus oder 
Marcus Tullins Cicero, also zuerst den Rufnamen (Vor- 
namen), dann den Gentil- oder Geschlechtsnamen und 
zuletzt den Beinamen. Meine Einteilung der Namen stört 
anscheinend diese Gewohnheit, denn ich habe zuerst die 
Tauf- (Vornamen), dann die Spottnamen und zuletzt die 
Geschlechts- oder Familiennamen angeführt; ich glaube, 
mit Recht. Die in den Urkunden und Chroniken über- 
lieferten Namen öind meistens Kufnamen mit verschiedenen 
Beinamen, die gewöhnlich den Ort, woher die betreffenden 
Personen stammen, bezeichnen, z. B. Bogdan de Clojmtitta, 
Michael de pesthien ') etc. Die Geschlechtsnamen wnrden 
in historischer Zeit durch Umschreibungen, wie z. B. 
Stephanus filius Daan de Zempeterfalua , Sthoyka filius 
JRadul, Nicolaus filius Dwsa de dampsus, Gregorius filius 
Stanckul'') etc. ausgedrückt. Diese Beispiele zeigen zur 
Gentige, dafs zu jener Zeit von heutigen Familiennamen 
wohl nicht die Rede sein kann. Doch kommen Spott- 
namen auch in den alten Urkunden und Chroniken vor. 



') In einer Urkunde vom 28. August 1424 aus dem benachbarten 
Gebiete; cf. A IIunyadme(?yci tUrtönelmi ^s r^g^szeti Tirsulat 
Evkönyyei Bd. II. Die Abhandlung von Dr. Sölyom-Fekete. Clopo- 
tiua = Clupotiva und pesthien <=> Pe^öana, diese beiden DOrfer 
existieren noch heute. 

*) Aus der erwähnten Urkunde. 



62 Soziale Verhältnisse. 

a) Die Taufnamen. 
Die Taufnamen besitzen eine volle und eine kurze 
Form. Die erste Kategorie umfalst die gewöhnlichen 
Kufnamen, die zweite die Kosenamen. Namen der ersten 
Art sind stets, gelegentlich auch die der zweiten bei der 
Taufe einer Person gegeben. 

1. Volle Formen. 
Die römischen Namen sind fast spurlos verschwunden, 
wie uns die Lautgesetze zur Genüge lehren. Rumänische 
Namen wie Trajanus (cf. daneben die slav. Form Trojan), 
Titus, Livius, Caius, Corneliu, Ülpiu, Tuliu, Aurora, Livia, 
Cornelia, Sempronia, Victoria etc. sind sämtlich gelehrten 
Ursprungs. Echt rumänische Bildungen sind nicht zahl- 
reich. In den von mir behandelten Dialekten fand ich 
für die Männer nur Florea < floare und Läpädat < a 
läpäda. Aulserdem kenne ich noch folgende interessanten 
Namen: 1) Bosioc = Busioc, Bucur, Bujor, Copacm, Fätul 
(cf. Fät-frumos), Jüan, Lupu = Valc (aus slav. vKkh), 
Mindrea, Panä, ^ärhu, Trandafbr, ürsul. Die Gedenk- 
bticher (Pomelnicele) von Bucuresti zeigen auch einige 
echtrumänischen Eigennamen, nämlich folgende: Alb neben 
Alhu, Barbu, Balaur, Cracea, Grosea.^) Die berühmte 
Urkunde Stefan Dusans kennt auch zwei Namen: Coea 
und Dusman (zwei Zigeuner) die rumänische Bildungen 
zu sein scheinen. 3) Die Zigeunernamen liefern uns noch 
einige ganz interessante Formen, z.B. Mätasä (Seide, 



^) Ich zähle alle Namen auf, die ich bei der Lektüre auftreiben 
konnte. Selbstverständlich behandle ich hier nur die vollen Formen; 
die Kosenamen folgen weiter unten. 

'») Cf. Venelin, Vlachobolgarskija Gramaty S. 341 u. B. P. Hasdeu, 
Archiva ist. a Romäniei Vol. I. 1. Teil S. 89/90. 

*) Die Urkunde ist aus der Umgebung von Prizren, vom Jahre 
1348; cf. Hasdeu, Op. cit. Vol. III, 184— 186. 



Soziale VerbiUtQÜMe. 68 

sicher fttr einen blonden Zigeuner), Natul nnd fap, je- 
doch scheinen diese Namen einen spöttischen Charakter 
zn haben. 

Für die Frauen habe ich bei den MuntenT und PAdu- 
renl Floarc, Feiiifa, liomoni^a, liuja, Uri^ica gefanden. 
Aus den Urkunden kenne ich Calea, Drägttfa, Grogava, 
Sora\ aus den erwUhnten Gedenkbüchern der Metropolitan- 
kirche aus Bucurestt exzerpierte ich Baba und Bucura. 
Eine Zigeunerin führt den Namen Grozana. Sehr üblich 
sind noch Brindu^ä und Simziana. Die magj'arische 
Liste der Staatsmatrikulanten kennt noch Blinda (über- 
setzt Blacida), Mindra (übers. Pulcheria), Fnina (unübers.) 
und Simedreana (Demetria). Ich sehe gänzlich von den 
Motionen der verschiedenen männlichen Namen, die sehr 
interessante Formen zeigen, ab. 

Neben diesen Namen sind auch Namen ans der Bibel 
zu erwähnen. Die biblischen Namen, abgesehen von ihrem 
hebräischen, griechischen oder lateinischen Ursprünge, 
weisen mehr oder weniger direkt auf slavische und zwar 
bulgarische Beeinflussungen hin. Keiner der Forscher, 
die sich mit der rumänischen Form des Christentums be- 
schäftigt haben, hat die Namen in Betracht gezogen. 
Trotzdem können sie uns manchen bedeutenden Aufschlufs 
geben. Die Heiligennamen waren ebenso unentbehrlich 
für das Christentum, wie andere gottesdienstlichen Be- 
griffe. Auch Säineanu, der zuletzt in seiner Semasiologie 
die christlichen Wörter der rumänischen Sprache recht 
interessant und kritisch geprüft hat,*) berührt diese Tat- 
sache nicht. 

Die Namen zeigen immer eine gewisse Entwicklang 
in ihren Lauten, die mit Hülfe der mündlichen oder der 



*) Cf. Orestinismal si llmb» in tiioero«re asapr» semMioIogiel 
limbei romäoe, Baourestt 1887, 25 — 64. 



64 Soziale Verhältnisse, 

schriftlichen Ueberlieferung: den Ort, wo sie entstanden 
sind, verraten. Die lautlichen Verschiebungen und die 
Schreibmoden helfen uns viel bei der Erklärung der 
einzelnen Formen, i) 

Aus dem alten Testamente durch stidsl. Vermittlung 
haben wir im Rumänischen folgende Formen : Adam (Ruf-, 
Spott- und Familienname) und Eva. Äbrahamus wird über 
bulg. Ävraam zu Ävrani (Ruf- und Familienname). Isac 
(Ruf- und Familienname) kennt eine Nebenform Ijac (mög- 
licherweise durch magy. Beeinflussung von I^sö). Jacob 
und Jacov (bulg.) als Familienname Jacohescu und Jaco- 
vescu bei den Padureni Icobesc. Juda nur als Spott- 
name (in Mänästiur-Banat) vermischt mit Jude. Salomon 
kennt nur die slav. Form Solomon (Vor- und Beiname). 
David neben David (Vor- und Familienname neben Da- 
videscu, Davidovici). Achim sprich Akim (Tauf- und Bei- 
name neben Achimescu). Sehr bekannt ist Aron (auch als 
Familienname) und Moise (Moses) weist auf bulg. Moisei 
hin, der Familienname davon ist Moisescu. 

Aus dem neuen Testamente ist Josif Buchname, das 
Volk sagt Josuv-ica, Jofa (serb.), Josca (magy.) und Josim 
(serb.). Maria hat im Banat und bei den Padureni die 
Betonung Mdrj,a, in Siebenbürgen und Rumänien Maria; 
bei der letzten Betonung ist im Banat MäriiQ entstanden. 
Christos rum. Cristos auch Bistos (cf. bulg. Ristos) habe 
ich in Hunedoara als Spottname beobachtet. Ebenso nennt 
man spottend in Lugos einen jüdischen Arzt, der einen 
christusähnlichen Bart besitzt. 

Die Evangelistennamen sind als Vor- und Familien- 
namen sehr beliebt, sie sind durch bulg. Vermittlung ver- 



1) Ein CoUeg von Herrn Prof. Meyer -Lübke, über die franz. 
Personennamen, gab mir viele neue Anregungen, so dafs ich einige 
Teile meines Manuskriptes von neuem umgearbeitet habe. 



Soziale VerhSItoiBse. 65 

breitet. Von den Aposteln (der Name Apostol hat einen 
späteren Ursprung), kennen wir im Rumänischen folgende 
Namen: Petru und Pavel sehr beliebt, Andrei {Indr^, 
Filip (auch als Beiname), Bartolomei (kenne ich nur als 
Familienname in Caranscbes), Toma (auch als Familien- 
name), Simon (neben Simonescu weit verbreitet als Familien- 
name). Elias und Esaias weisen auf bulg. Ilija und Isaja 
(der letzte als Familienname), da sie rum. Ilie und IsaYa 
lauten. Als Frauennamen sind Ana, Maria, Marta, lieveca 
(Rebecca), Saveta (Elisabeta), Mägdälina (bulg. Magdalina) 
etc. stark verbreitet. 

Von den Heiligennamen sind die verbreitetsten : Con- 
stantin und Elena, Cosma und Damian (Dämian und 
Demian, beide sehr häufig als Familiennamen), Mihail 
und Gavril (Michael und Gabriel), Gabriel lautet volks- 
tümlich Gävrilä nach bulg. Gavriih. und diese Form zog 
durch Analogie auch Mihail nach sich, der in Valealungä 
(Dorf im Banat) Mpilä lautet. Gregorius zeigt eine süd- 
slav. Dissimilation Gligor. Nicolaus als Nicolae, Nicola, 
Nicoarä zeigt verschiedene Einflüsse. 

Dem Apostol gleich haben wir Anghel, -u^, -u^a, Fem. 
Angheiina. Neben den biblischen Namen sind auch 
mehrere griechische Namen, wie z. B. Zosim (lat. Ueber- 
sctzung Vivus), Agata (lat. Uebersetzung Bona), Ariton, 
Artimon, Alecsandru, -a, Galaction, Larion (Ilarion) ete^ 
nicht aufser Acht zu lassen. 

Ein christlicher Name ist auch Jordan, griech. Dim. 
Jordache vom Jordanflusse, cf. frz. Jourdain. Neben den 
behandelten Namen finden wir noch viele christliche Feste, 
die zur Namengebung benutzt sind: Pascu (Vor- und 
Familienname) von Pascha, Fem. Päscufa, Ispas,^) Fem. 

*) Cf. die Liste der magy. Staatsmatrltiulaoten. Es Itommt so- 
gar als Familienaame vor; of. Anoanü Lioealai ^Al. Hasdeu" von 

Buzäu H103. 19. 

Poporlol, Dialekt«. 5 



66 Soziale Verhältnisse. 

Ispäsana (== Christi Himmelfahrt), Simtion (St. Jon, als 
Familienname), Prohajiie und Frobazin (Sehimbarea la 
fatä, 6. Aug. alt. Kai., als Taufname bei Padureni), Faras- 
Mva (14. Okt. alt. Kai.) bildet das mask. Faraschiv (Tauf- 
name), ähnlieh ist zu Domnica griech. Chiriaca im Balkan 
als mask. Dominicus getreten (Uebersetzung des griech. 
xvQiaxoö, rum. Duminec). i) Simedru (St. Demetrius als 
Taufname), Fem. Simedreana, Simicoara (St. Nieolaus, als 
Taufname), Cräcmn (Weihnachten, als Tauf-, Spott- und 
Familienname), Fem. Cräciuna, interessant ist auch der 
Name Väsiiü (B'lcik));^) cf. Sinväsn (St. Sylvester). 

Als Frauenname ist noch Siniziana zu nennen, vom 
Fest der Geburt Johannes des Täufers, zugleich Name 
einer kleinen gelben Blume (Labkraut Glalium verum), 
die zu der Zeit blüht, Saineanu kennt einen Sin- Jeane, 
doch dieses kann auf keinen Fall Sinziene (denn so heilst 
das Fest) geben. Wir haben hier vielmehr eine volks- 
tümliche Vermengung von Sinzina (St. Diana). 

Eine grofse Bedeutung haben in historischer Zeit, als 
die slavische Sprache in der rumänischen Kirche und im 
rumänischen Staate waltete, die slavischen Personennamen 
gehabt. Wenn man die erwähnten Gedenkbücher und 
die Urkunde Stefan Dusans durchliest, so kann man sehen, 
wie stark die slavischen Namen bei den Rumänen ver- 
breitet waren. Heute ist dieses nicht mehr der Fall; die 
slavischen Personennamen haben stark abgenommen. Der 
Grund hiervon liegt vielleicht in der Emanzipation der 
Rumänen von der slavischen Kultur. 



^) In einer Urkunde vom 29. Dezember 1679; cf. B. P. Hasdeu, 
Archiva ist. a. Romäniei. Vol. I. I.Teil, 61. (HoyiUHHeiCB nepotu lui 
Necula). 

^) In einer Urkunde vom 15. Juni 1679; cf. Archiva ist. a. Ko- 
mäniei. Vol. I, pars. I, p. 61. 

^) Cf. Saineanu, Semasiologie p. 35. 



Soziale Verbältnisse. 67 

Die mngyariHcben Namen sind Rohr HpUrlich. Ich 
konnte bei den Piidurenl nnr Anti (Anton), Gaspar, Oyula 
(Julius), t^antu (Samuel) für Männer und Clara, Jica (ans 
Zsuzpika), Veronica fllr Frauen auftreiben. Diese Namen 
wurden den Rumänen von ihren Herren gegeben, die als 
Pathen ihre eigenen Namen auf die Leibeigenen tiber- 
trugen. 

Die Zigeuner und Tataren haben als Leibeigene der 
rumänischen KlUster neben den rumänischen Spottnamen 
die gewöhnlichen rumänischen Taufnamen gehabt.') 

2. Kosenamen. 
Neben den Vollnamen besitzt man im Rumänischen 
eine Menge von Kosenamen. Sie sind entweder kUrzer 
oder länger als die Vollnamen. Ktlrzer sind sie, wenn 
sie reduziert sind, länger, wenn sie mit verschiedenen 
Diminntivsuffixen verbunden sind. Die Reduktion kennt 
verschiedene Formen, sie wird gewöhnlich auf die be- 
tonten und die ihnen folgenden Silben angewendet nnd 
zwar vorwiegend im Auslaut, z. B. Akim zu Kim, Bogdan 
zu Dan, Coustandin zu Diu, Dumitrtt zu Mitru etc. Diese 
Bildung haben wir auch im Italienischen, z. B. Andrea 
zu Drea, vereinfacht zu Dea, Nicola zu Cola, Bartolomeo 
zu Meo'^) etc. Wir haben bei Pädurenl noch einen anderen 
interessanten Fall einer Reduktion, der sich ebenfalls nur 
auf die betonten Silben bezieht, z. B. in Rufformen: Mä 
Pe (= Petre), Mä Jd {= Joane), analogisch ist Mä Td 
(= tatä), Mä fd (== fatä) etc. Die letzten Formen sind 
aber nicht mehr kosend. Länger sind die Kosenamen, 
wenn man die Vollnamen mit verschiedenen Diminutiv- 



*) Man kann sich davon Ubenengen, wenn man die Stellen aoa 
der Arohiva ist. a. Romäniel Vol. I. Pars. I, pp. 131, 123, 128, 1)3, 
1-12, 144, 167, und Vol. III, p. 191 liest 

*) Cf. Meyer-LUbke, Italienische GrammaUl., Leipzig 1890, 174. 



68 Soziale Verhältnisse. 

Suffixen verbindet, darüber wird später gehandelt werden 
gelegentlich der grammatischen Analyse der Namen; es 
sind Formen wie: Ädämuf, Dumitrache, Gligoras, NicoUfä, 
Mäducänutä etc. Die Frauennamen kennen die gleichen 
Bildungen, z. B. Anuja zu Nuta, Catalina zu Lina, Färäs- 
chiva zu Chiva etc., oder Märiuja, Oprifa, Petruta, Su- 
sänica etc. 

Im folgenden werde ich die meisten Namen i) mit 
allen ihren Bildungen aufzählen. Ich fange mit den 
männlichen an: 

Adam: -ut\ Familienname -escu, -ovici. 

Ahim, Tkim: Kim; Familienname Achimescu. 

Alexandru und Alisandru: ^andrisor zu ^andru (magy. 
Sdndor). 

Andrei und Indrer. Andreica, Andreufä, Andreifä, An- 
dreias, Familienname Andräsäsc, Andrason (von 
magy. Andräs), Andreescu. 

Anghel: Anghelus, Fem. Angheiusa und Anghelina, Bei- 
name Anghel. 

Anton: Toni, Tonicä, Bonicä; Familienname -escu, -ovici. 

Apostol: Postolache. 

Aron: Aronuf, Fem. Aronoaie. 

Aurel: Auricä, [Au]riculef. 

Avram: Avrämuf; Beiname -escu, -ovici. 

1) Die Kosenamen sind meines Wissens noch nicht behandelt 
worden. Wir besitzen indessen eine kleine Liste von H. Puscariu 
in seinen Diminutivsuffixen S. 8, die er meistens in Kronstadt 
zusammengestellt hat. Die Kosenamen von Pädureni-Munteni und 
aus dem Banat habe ich selbst gesammelt, die aus Moldau verdanke 
ich Herrn Prof Giurescu, der mir in liebenswürdigster Weise auch 
eine Liste rumänischer Namen aus Tirgu Ocna (vom Jahre 1719) zur 
Verfügung gestellt hat, die er im Wiener k. k. Kriegsarchiv gefunden 
hat, dann aber war ich auch bestrebt alle interessanten Namen, die 
mir die alten und neuen Quellen bieten konnten, nach Möglichkeit 
zu sammeln. 



Soziale VerbUltolBse. 60 

Bädilä zu Badea: Bädiluca; anch als Beiname. 
Bogdan: Dan beide Formen kommen als Beinamen vor. 
Bratu: Brätucn. 

Brinjgea, Spottname Brineä-veche, Familienname Brins-of, 
-e(, -eu. 

Cemea: Cemat 

Chirilä, analogisch mit Qrävilä, M^ilä, Dänilä, Zorilä, 
Läfilä etc. 

Costantin und Costandin: Costa, Costea, Costicä mit Ticä, 
Costache mit Tacke und Tächifä, Costi, Costifä, Stieu, 
Tili; Din, Dinu, Dinicu, Dincu {Bincu), Dinifä; Bei- 
namen Costa, Costescu, Codin, Constantinescu. 

Dumitru: Dtimitraf, Dumitrafcu, Dwnitrache und Dtimi- 
trachi (cf. Archiva ist. I, 1 p. 63), Matache, Mitrea, 
Mitru, Mitri§or, Mitruf mit Trufä, Mitrulef, Mitru§, 
Mitu, Mitiß mit Tifä, Miticä; Beiname Dumitresc 
und in der Bucovina Dimitrovici (klr.). 

Emanuil: Manole, Mänäilä. 

Florea; Beinamen Floare^, Florescu, Florotu. 

Gävrilä und Grämlä (Gabriel): Gävrilaf, Gävrilucä. 

Ghcorijhc (Borde): Gheorghifä (Bordifä), Gheorghia^, Ghifä 
{£>ifä), Ghifucä, Ghiucä (Bucä, serb. Boka), Ghilof, 
Gyuri, Gyura, Giur§\ Familiennamen Bordesc, George- 
vici, Georgescu, Gheorghian. 

Gligore: Gligoraf, Gligori}ä, Gliga, Giga. 

Ilie: Iliof, Iliufä, Iliucä; Beinamen Ilja, Iliuf, Ilie^: 

Jon und Joan: Jonicä, Jonifä, Jonuf, Jonel, Nicä, Nifä, 
Nufu, Nificä, Nache zu Jonache, Jenache, Jonichie 
mit Niki kann aber auch mit Nicolae zusammen- 
hängen, On, Gnu, Von, Onifä, Onuf, Janen, cf. 
slovak. Janko, Ivanko, Ivan, Inof, Janice, Jova, 



70 Soziale Verhältnisse. 

Jovan, Jovu, Jovita, Ivasco, Jan\ Beinamen Jane, 
Janen, Jänäsäsc (aus Jdnos, Janas), Jenäson zu 
Jenea, Jonesc, Joanvici. 

Jordan: Jordache. 

Jorgu: Jorgusor. 

Lazär: Lämrel\ Beinamen Lazar, Lämrici, Läzärescu. 
Lafco; Familiennamen Läscus aus Lätcus, Läscuton. 
Luca: Luchifa, Chifu; Beiname Luca. 

Märin zu Mara {Maria): Märinicä. 

Mäteiü: Mäteias, Matias, Mäties; Beinamen Maiei, Maces, 

Mateescu. 
Mihaiü: Hat, Mihäilas, Mihäifä, Mihäiluc, Mihäilä mit 

Meilä, Milufu, Mihu mit Micuju, Miu; Beinamen 

Mihäilä, Mihäilesc, Mihäiesc, Mihonesc, Miulescu, 

Miese, Mieseu, Mihu. 

Neculaie und Nieolaie: Laie, Neeulaehe, Neeulita — Culifä, 
Nieolifä, NieoJuf — Colutä, Luf, Lutu, Nieola — Cola, 
Neeoleea — Culesa (Oltenien unter Oesterreieh), cf. 
Mihaleea zu Mihai, Nae, Näieä, Näitä, Nieu, Nicusor, 
Nieoara zu Nieola, Kora, Nieorifä, Nicurus; Spott- 
namen Nieoarä, Nicolescu, Nieoreseu, Nieolaeviei. 

Oana: Oniea\ Familienname Oanä. 

Oprea: Oprisor\ Beinamen, beide neben Opris und Oprisa. 

Pascu: Päseuf, Fem. Päscuta; Familiennamen, beide Mask. 
Petru (Pätru): Petraehe, Petrea, Pätruj, Petrie, Petrieä, 

Petrieas, Petrisor, Pätriehie, Pätrucä, Pätrucan, 

Pätruseä; Beinamen Patruf, Petrese. 
Proeop: Präcup, Pricope; l'amilienname Preeup. 

Badu: Rädueu, Bäducanu, Bäducänutä — Cänutä, Bädup 
— Dufu, Bädutueu — Dujueu, Bädulef; Spottname 
Bädäläw, Beinamen Badu, Bädoane. 

Busdlin: Busu. 



Soziale VerhttltolMa. 71 

Solomon: Mon, Solomonicä — Monieä; Beiname Sohm&H. 

^ärhu und ^ärhan: Ban, Bänicä, Bänuf; Beiname ^ärban. 
Stefan: ^tefänifä, ^tefanicä — Fänicä, ^tefänuf — Fänuf, 

Fänufä, Fant; Familiennamen i^tefu, l^öeßAese, ^6e- 

foii, Fan (ans ^^efan). 

Toma: Tomifa; Beinamen Toma, Täma^ (magy. Tanuis), 

Täniäfäl, Tämä§ä§6, Tomufa. 
Träian: Träientt^. 

Träilä: Träihifä; Familienname Träilä. 
Tudor, Todor, Toader, Toadär, Tador: Tudorache, Tudoraf, 

Tudorel, Todera§cu, Todericä, Toderefu, ar. Tuduru^, 

Familienname Toderesc. 

Vasile nnd Vasiiü: Vasilache, Väsälicä — Licä^ Vasi. 
Vlad: Vläduf\ Beiname Vlad. 

Fttr Frauen kenne ich folgende Formen: 

Ana: Änica — Nica, Anifa, Anicufa, Aneta — Neta, 
Anufa — Nufa, Anca, Ancufa, Anu^ca — Nu^ca; 
Beinamen Anca, Ancufescu. 

Calea: Califa. 

Draga: Drägana, Drägufa. 

FJcaterina: Catrina, Catrinuca, Catrinufa, Catinca — 

Tinea, Catincufa, Catalina (aus magy. Katalin) — 

Lina. 
Elena: Lena, Elenufa — Lenufa, Elencufa — Lencufa, 

Lina, Linica, Linea, Linifa — Nifa, Linufa, Lin- 

cufa, Lufa, Lenöiea. 
Elisavcta: Säveta, Veta. 
Eva: Evufa — Vufa, Evifa — Vifa. 

Floate: Floriea. 

Julia: Juliea. 



72 Soziale Verhältnisse. 

Maria: Märica, Märincä, Märifa, Märiuta — Uta, Mifa, 
Märioara, Märitica — ^ica, Märifictifa — J'icuta, 
Märicujä, Mara, Märina, Marinica, Märinifa, 
Märisca, Märusca, Märiscuta; Familiennamen Mara, 
Märian, Marina, Märinesc, Marienescu. 

Marta: Martifa, Märtuta. 

Oana: Oanca. 

Opra: Oprina, Oprifa, Opresa. 

PäräscJiiva: CJiiva, Chivufa, Chivita, Vutica. 
Pätra {Petra): Pätrufa, Petrufa, Petrana. 

Bada: Badifa — Difa. 

Bosalia: Bosa, Sali, Bufa aus B{osaT)ufa. 

Solomie: Miuca, Mia. 

Smaranda: Smärandifa, Smärändica. 

Stanca: Stäncufa, Stäncica. 

Suitana: Sultänica. 

Susana: Sana, Susänica. 

Teodora: Bora, Borica können auch aus Minodora ent- 
stehen. 

*ürsa: Ursica. 

Vioara: Viorica. 
Voica: Voichifa. 

Zamfira: Fira, Firufa, Firuca, Zamfirifa. 

Die meisten Koseformen haben Costantin, Bumitru, 
Gheorghe, Jon, Mihai, Niculaie, Petru, Badu, Stefan, Tudor 
und Ecaterina mit Elena und Maria, das beweist, dafs 
diese Namen sehr beliebt sind. Die grolse Verbreitung 
eines Namens kann indessen demselben auch ein spöttisches 
Gepräge verleihen. Die Einfältigen jagen ja oft nach 
schönen Namen, die ihrer Persönlichkeit gar nicht ent- 



Soziale VerbtUtnine. 78 

Rprechen. Wenn sie diese Namen annehmen, dann werden 
sie lächerlich. B. P. Hasden *) erklärt es ganz richtig, 
wie einige der beliebtesten Namen zu Spottnamen ge- 
worden sind, es sind dies: Vlad, Udrea, Nun und Mu^at. 
Candrca ^) erwähnt fllr Moldan Tänase. Ebenso bekommen 
die Einfältigen den Namen Matei ^). Herr Prof. Ginresen 
teilt mir mit, dafs in Rnmänien noch Neacfu, Stan und 
Bran dumme Männer bezeichnen. Im Banat wird Luca 
zum gleichen Zwecke gebraucht. Einige von diesen Namen 
haben sogar zur Bildung von Sprichwörtern geführt: „Ditpä 
ce e prost, il chiamä {./ Vlad." *) Im Banat sagt man zum 
Luca: Lucä, Lucä, du-te fi ie cttlcä. 

Aehnlich bezeichnen auch im Französischen mehrere 
Namen dumme Personen. Darmesteter *) berichtet darüber 
folgendermafsen : „Le peuple prend volontiers des noms 
d'hommes, de femmes pour dc^signer sp<^cialement des 
sots: Jean, Jeanin ou Janin, Jeannot, Vierrot, Claude, 
Nicaise, Colas, Benet, etc.; ou de femmes peu estimables 
ou mal gracieuses: Peronnelle, Fanchon, Marion, Catin 
(Catherine), etc." 

Die Koseformen sind nicht überall die gleichen. Im 
grofsen und ganzen besitzen die Muntenl und Piidurenl 
die allgemein Üblichen Kosenamen. Es kommen daneben 
auch einige magyarische Namen vor: Andri§, Änti, I)ini§ 
{Denes) etc., die aber meistens als Spottnamen funktio- 
nieren. Ich möchte noch einige kurze Namen, die ich auf 
diesem Gebiete gefunden habe, aufzählen, sie kommen 
gewöhnlich als Tauf- und Spottnamen vor: 

') Cf. Istoria critlcä, Bucurestt 1874, S. 87. 
») Poreclele la RumänT, BaourestT 1896, S. 44. 
») Candrea, loc. cit 

*) Cf. A. Pann, Proverbart II, 139; Hlntesco, Proverbele Romioi- 
lor 154 nod Candrca, Op. cit. 42. 

") Cf. La vie des mots, Paris 1690, S. 109. 



74 Soziale Verhältnisse. 

1. Taufnamen, a) Männer: Con < Cocon, Culaie < Ne- 
culaie, Vano: Ivan mit magy.-slav. Beeinflussung: Mano 
(Emanuel), slav. Bado, rum. Radu, Visaion < Ävisalon, 
Zdräilä zu Izdrael. b) Frauen: Coana < Cocoana, Bina 
fem. zu Bin (im Banat) aus Constandin, Jica < magy. 
Zsuzsilia, Lina < Catalina : JEcaterina zu magy. Katalin, 
Miuca < Solomiuca, Neta < -4nete, Mca < Awfca, Sana, 

< Susana, J'ili aus Cecilie, Vita < Evifa, Viifa < Evuta. 

2. Spottnamen, die sicher einmal als Kosenamen be- 
standen haben, a) Männer: CwZa < Necula serb. NiJcola, 
bekannt als Zigeunername, Drilä < Mindrilä (in Bukowina 
als Familienname), i?Ya < Neculitä, Monicä < Solomonicä, 
Tric < Petric zu Fetricä, hier müssen wir den Stern 
(*Petrie) von Puscarius Analyse (Diminutivsuff. 45) fallen 
lassen. ^) Ob Jonic statt Jonicä vorkommt, weils ich nicht. 
Trucä < Petrucä, dann Teca < Poteca als Familienname 
in den westlichen Gebirgen bei den Moti, Tucu < Tätucu 
Dim. von te^a bei den Padureni, ^inä < Cäpätinä und 
jfiCi^e (zu PäräsTiie - ParasTieva?)\ nicht genügend klar ist 
Dawi vielleicht aus Dänilä (?) Daniel, b) Frauen. Die 
Zahl der Namen ist kleiner; aus Taufnamen haben wir: 
Mitra < Bumitra, Tifa < Äntifa, aus subst. Räpuaica 

< Aräpuaica und i?i/a < Marifa. 

to) Spottnamen. 

Viel reicher als die Rufnamen sind die Spottnamen. 
Ihre Entstehung hat als Grundlage das Komische. Das 
komische Gefühl kennt verschiedene Formen. Man kann 
ein Ding auslachen, ohne dafs es lächerlich ist, einfacher 
gesagt, man kann scherzen über eine Sache. Hier haben 



1) In Cärut si Cärutä cf. Luceafärul (Eev. Lit.) Nr. 1 (Januar 
1904) S. 27. I.Spalte, Anm. 1 erwähnt auch Pnscariu den Namen 
Fetric, 



Soslaie VerhUtniaM. 75 

wir also eine LnstgefUhlserscheinoDg. Es kann sich aber 
anch die Unlnst beigesellen, in welchem Falle das Ans- 
lachen ein Ausdruck der Macht ist. Kämpfen beide Ge- 
fühle miteinniuler und gewinnt die Lust die Oberhand, 
so kann das sympathische Lachen (Hamor) entstehen. 
Die Grundinge des Lächerlichen ist aber in den Kon- 
trasten zu suchen. Es ist ganz natürlich, dafs man bei 
dieser Betrachtung ohne die Assoziation nicht arbeiten 
kann. Die rumänischen, wie Überhaupt alle Spottnamen 
haben gewöhnlich einen übertragenen Sinn. Es sind 
Metapherwörter. Mit Rücksicht auf die Metapherwörter 
in der Sprache lesen wir bei Wundt: „Diejenigen Meta- 
phern, die als die einfachsten am leichtesten von der 
Sprache aufgenommen werden, sind die Metapherwörter. 
So können wir solche Metaphern nennen, die aus einem 
einzigen Worte bestehen, das für sich allein den Sinn der 
Metapher vollständig enthält. Hierher gehört in erster 
Linie eine grofse Menge von Schimpfwörtern: so die Ueber- 
tragnngen von Tiernamen auf den Menschen, wie Esel, 
Jtincl, Schwein, Affe, Gans u. s. w." ') Die Schimpfwörter 
nnd Spottnamen nnterscheiden sich nnr quantitativ nnd 
nicht qualitativ. Es hängt allein von der Kombination 
der Lust- und Unlustgeftlhle ab. Was speziell die Sjwtt- 
namen anbelangt, so ist die Mischung dieser Gefühle eine 
sehr komplizierte. Die feine Ironie des Volkes schiefst 
immer auf die Zielscheibe des Spottes nnd Gelächters. 
A se face de ris ^i de bätae de joc"^) ist sehr bitter. 

Für den Spottnamen haben wir im Rumänischen 
mehrere Bezeichnungen, wie z. B. polecrä, policrä, poriglä 
und poreclä. ') Keine von diesen Bezeichnungen ist aof 

1) Cf. Völkerpsychologie' I. 2,561. 
*) Cf. Ispirescu, Basm. rom. ed. Miuerva, 156. 
*) Cf. die ZusaiumensteUuDg bei Ciuidrea, Op. cit 8, in den An- 
merkungen. 



76 Soziale Verhältnisse. 

meinem Gebiete bekannt. Die Munteni und Padureni 
gebrauchen gewöhnlieh häzocurä oder rrnmele din sat, wie 
überhaupt die ßanater. Es kommt aber auch das Wort 
poreclä in der veränderten Form prolecä (eine ähnliche 
Anfangsmetathese ist in Grävüä : Gävrilä = Gabriel) vor 
und bedeutet Zuname. Die cyrillischen Matrikeln von 
Banat haben lange prolecä bewahrt. Das ursprüngliche 
poreclä hat die Bedeutung von surnom gehabt; so ist es 
bei Hasdeu in einer Urkunde von 1571 1) und bei Gaster 2) 
zu finden. Wann es die Bedeutung „Spottname" genommen 
hat, kann ich nicht sicher sagen. Mag der Spottnamen 
poreclä oder häzocurä heilsen, der Name allein kann seine 
Natur nicht wechseln. Tatsache ist es, dals er gang und 
gebe ist. Man bedient sich des Spottnamens selbst beim 
Gericht, um den Zweifel aus dem Wege zu schaffen, ähn- 
lich fand ich Spottnamen auch in den Matrikeln des 
Dorfes Jeianu (Zejane) in Istrien, wo die Zunamen nicht 
besonders reich vertreten sind. 

Wie die Spottnamen entstehen, ist gerade nicht immer 
leicht zu sagen. Die Ironie des Volkes sucht sich ver- 
schiedene physische und psychische Motive bei den ein- 
zelnen Personen aus, die dann als typisch für die anderen 
gelten. Diese typischen Eigenschaften werden später von 
Lust- und Unlustgeftihlen begleitet und in verschiedenen 
psychologischen Nuancen, als einfaches Konstatieren, 
Scherz oder Spott zum Ausdruck gebracht. Sehr oft hat 
diese neue Namengebung nur ein harmloses Ziel im Auge, 
es kann sich aber auch das Schimpfen beimengen; das 
hängt blols von der Richtung ab, die man einschlägt, auf 
der Seite des Lustgefühls überwiegt der Scherz und der 



') Cf. Cuv. d. bätr. I, 18. 

2) Cf. Chrestomathie roumaine, besonders die Lesestücke aus 
dem XVn. Jahrhundert. 



Soziale VerhUttoIsse. 77 

liebkoRende Spott (sympathiBches Spotten), anf der Seite des 
Unlufltgeflthls steigt der Spott qaantitav bis zum gemeinen 
ScIiimpfiMi. Unter Umstunden ist der Spott bei Kumttnen 
sehr beliebt, er kann aber auch gehasst werden. Ein 
Sprichwort verurteilt ihn sehr scharf: casna cäsne^te, hä£o- 
cura, häzocurc^ce. Diesen Grnndton hören wir auch in 
einem Volksliede klingen 

Nicl aceasta nu-t dreptate, 
Cel frumos! sÜ ciltäniascä, 
Cel hlzl sä se veseliascä; 

Cel frumosl se dnc In Inme 

> 

Cel hlzl pun la fcte nume. ') 

Bei den Spottnamen verhält es sich gerade umgekehrt. 
Ein grofses und derbes Wesen wird mit Hülfe der Dimi- 
nutivsnffixe liebkost, das kleine im Gegenteil wird ver- 
gröfsert z. B. man wird nur schimpfend einen prostu (ein- 
fältig, dumm) nennen, spöttisch ist er nur prosiuf, ähnlich 
entwickelt sich Fulger zum Spottnamen Fulzerd, so ist 
weiter Onucä zu Onu und Säpon zu Sapä zu beurteilen. 
Die Spottnamen bilden eine Serie von Bruchstücken der 
natürlichsten und reinsten Volksironie und Satyre. Es 
komplizieren sich viele psychologische Nuancen im Spiele 
der Uebertragung der Wortbedeutungen. Ein jedes Wort 
bezeichnet einen BegrifT. Der etymologische Wert des 
Spottnamens aber vergifst nie seine Entstehung. Ich habe 
gesagt, dafs die Volksironie sich das Komische aus psy- 
chischen und physischen Motiven herausnimmt. Es wird 
die Seele einer Person geprüft und metaphorisch mit 
einem Tier verglichen. Man beobachtet die Farbe und 
den Gebrauch der einzelnen Körperteile, man stellt sie in 
Gegensatz zu einander und bildet verschiedene Spott- 

*) Cf. MuQtean: 100 Doine si strigäturi, ed. III. Bra^v 1003 
S. 61. 



78 Soziale Verhältnisse. 

namen. Ein Ding kann uns im Vergleich mit anderen 
komisch werden, und eine Person uns in der Gesellschaft 
lächerlich. 

Spottnamen finden wir auch in der alten griechischen 
und römischen Komödie. Es war tihlich die lächerlichen 
Personen nicht beim rechten Namen zu nennen. So ist 
es auch in der rumänischen Kunstliteratur. Alexandri 
nennt ein Individuum mit aristokratischen Neigungen 
Fluture, der Kirchendiener aber, der jedem Totenschmause 
gerne beiwohnt, heilst Coltvescu von colivä. Caragiale 
macht sich gutmütig lustig über den verrumänisierten 
Grriechen, Conu Leonida, den jungen Stürmer aber tauft 
er Pdcä Venkirianu, einen Typus, den das Volk Vinturä- 
farä nennt. Zwei junge rumänische Schriftsteller, V. Pop 
und M. Sadoveanu, die vielleicht am besten die Volksseele 
kennen, bedienen sich gewöhnlich der Spottnamen. Ihre 
Personen tragen die üblichen Namen, die bei allen Rumänen 
Lachen hervorrufen. V. Pop führt uns : Glieorge Mortu, 
Marin Teleleu, Stan Cläntäü, Toma Hidu, Nifä Tontu, 
Neagu Strimbu, Sandu Focitu, Nitä Buzatu, Stan Cinngti 
etc. vor. Von M. Sadoveanu will ich nur die Namen aus 
seinem letzten Roman, Soimii, Bucuresti (Minerva 1904) 
anführen: Irimia Golia, Nicoara Potcoavä, Fetru Schiopul, 
!fopa, Toader TJrsu, Alexe Toürnac gespottet Vulpe, Badu 
Sulifä, Stingaciu, Cräciun Harhuz, Petrea Ginj, Ghifä 
Botgros, Bardä, Cioticä. Diese Namen sind denen ähn- 
lich, die man bei Hasdeu in alten Urkunden liest z. B. 
Toma Bold (aus Archiva ist.), Pätrasco Päturnike (Cuv. 
I, 76), Oachisul Preda (Cuv. I, 172), oder der Zigeuner 
Oprea Ispravä. Die Bildung scheint ziemlich dieselbe 
zu sein. Bei der Betrachtung der Spottnamen bei den 
Munteni und Pädureni will ich versuchen die physischen 
(körperlichen), die psychischen und die sozialen Motive 
besonders zu berücksichtigen. 



Soziale VorhUltnlM«. 79 

1. Physische (körperliche) Motive. 

Ein grofser langer Körper ist lächerlich, daher folgende 
Spottnamen, Lunyu, Lungan (langer), Drugä (Nudelholz), 
Sule^ (Spiels), cf. Sadoveanu: Sulifä und Familienname 
Sulicä für Männer, Furcmi (Heugabel) für Frauen. Ein 
kleiner Mann ist Fidtcu, Fieiricu, eine kleine Fran Picirica. 
Von den Körperteilen haben wir folgende Bildungen: 
bueä (Lippe): Nifa Bueatu^) (V. Pop 37^) Buzaicä, Bu^ilä; 
colf (Zahn): Colfa, Coliaf\ Cohu (ohne Zähne zu 6oh = 
Scherbel); Cor (chior), Öor (schielend); ÖupcUtu (ohne Haar); 
fuqle (Bauch), Fßale-arf, F.mic; Gäo^a (vagina); Gilcä 
(kleiner Kropf); gurä : Gurä-micä, Guran (Maulheld) cf. 
Buc. Guränescu; gu^ä (Kropf): Gu^alu, Gu^on, Gv§u, Gufcä 
(Familienname); nnistefe (Schnurrbart): Mustef, Bucov. Bar. 
Mustatä; muc (Rotz): MuSa; Orbu (blind); Fizda-naroadä 
(verrückte Scham); Pofa (magy. Wange), Poncu (munt 
sasiu schielen); pnlä (penis): Fulan, Pukf; pufä (Scham- 
teil der Kinder): Fuficä] urcche (Ohr): UrecCj Urete,lJre6alu 
Urechiaiu (im Banat Mitteilung von H. Novacovici), gingel 
cf. ncgel für gingic (Zahnfleisch): jtindiosu für Männer. 
Ftlr Frauen sind folgende Namen anfgezeicbnet worden: 
huric (Schnabel): Buricsasa; Burta (Bauch); Col^ (wie 
oben); floc (Sehamhaar): Floaca; Gäoasta (vagina), Räveca 
Gaora (Foaia- Diecesanä); gu§a (Kropf): Gu^ata; ntustefe 
(Schnurrbart): Mitsiä^QQisa; Fileaga (kalilköpfig); Fizdä- 
gabenä (gelbe Scham); Fo^fa fem. zu magy. pofa (Wange). 
V. Pop 18 erwähnt Catrina Buze-ro^it 

Was die Farbe der einzelnen Kürperteile anbelangt 
(Entlehnung aus dem Tierreiche), so sind ebenfalls einige 



*) Vl&hut&, Romtnia pitoreascä, BoourestY 1901, 327, kennt aaoh 
einen George Buzatu. 

*) Unter V. Pop. dtiere ich sein Werk: Din Oona viefll, Baea- 
restt 1902. 



80 Soziale Verhältnisse. 

Namen zu erwähnen: Alba, Älbu, Bälti, Brezu, Fimcu, 
Pistrit, Riga, Rostos, Svaif (gewöhnlich Och senn amen) für 
Männer und Bäla, Bäläcuja, Bälufa, Breasa, Nagra, 
Pistrita, Rosoane, das Mask. dazu Rosu, das im Banat 
Familienname, im Königreiche aber Spottname ist, cf. 
Gligore Rosu (V.Pop 18). Die Haltung des Körpers: 
Tänase dä-t mai zice si Cirnu (V. Pop 18), Neagu Strimhu 
(V. Pop 37) in der Bedeutung krumm, i) Für das Alter 
ist: Bätrinu (der Alte), Zune (der Junge) und Bätrineafa 
(die Alte) zu erwähnen. Für den Gebrauch der einzelnen 
Körperteile kann ich Stan Ciungu (V. Pop 37), Cionca 
(im Banat) in Rumänien Familienname (einen mit einer 
Hand) anführen. Für die physiologische Funktion der 
einzelnen Organe: Besä, Besu, Besä (einer der üble Ge- 
rüche von sich gibt), hierher gehört auch Besinä, (im 
Banat nach der Mitteilung von Herrn Novacovici, in 
Bucovina nach der Mitteilung von Herrn Ciupercovici) 
und ist vom Verbum mä hesesc abzuleiten und nicht von 
Bisenus, Besenyö wie Vieiu op. cit. 20 glaubt. Ein solcher 
Mann wird noch T Irtan (in Cliciova, Banat) Pis, Pis 
(Banat nach der Mitteilung von Herrn Luca) Fis, Fisa etc. 
genannt. So sind auch Pisa, Caca und andere Ableitungen, 
welche solche Individuen bezeichnen, bei denen die 
Schlielsmuskeln nicht gut funktionieren, gebildet. Mangel- 
hafte Funktionen der Sprach Organe verrieten mir folgende 
Namen : Bohealä, Mormoia, Dada (auch im Magyarischen 
cf. Magyar Nyelvör XXXI, 245) für murmelnde Individuen, 
ebenso Forfolina, Forforoasa für Frauen. Einige Leute, 
die einzelne Laute nicht korrekt aussprechen können, 
bekommen einen Spottnamen, der mit ihrem Sprachfehler 



1) Aufser Cirnu und Strimbu haben wir auch Gibu. Jedes 
Wort hat eine spezielle Bedeutung: Cirn la grumaz, Strinib la gurä 
und Gib la spate. 



Soihüe VerhUtnlMe. 81 

in Verbindnng steht, z. B. Zufan statt Jupän, Tutwnu 
statt Cucurusf, 'fere-Mamä statt cere-gamä, J'olan statt ciolaHy 
Zica statt Jka. Aehnliche Wiedergaben finden wir anch 
in der Knnstliteratur. Ich gebe nur einige Belege ans 
zwei guten ruinllnisehen Sehriftstellcm. V. Pop schildert 
in einer lastigen Weise die Sprache der Kinder; ich weise 
u. a. auf folgendes S. 66') hin: „Tine {eine) pimcte (pri- 
m€§te) teau (steuä) mumonsä (frumoasä)" (wer empfängt 
den schönen Stern?) Ein gröfseres Kind (S. 68) sagt: 
„J'ine plimt§te steua flumoasä." 

Das erste Kind heifst Melchiol {Melchior) V. Pop 69. 
Herodcs kann nicht sagen §tixi sondern ha tiu (V. Pop 
70) etc.') Andere Beispiele von Z. Btrsan aus seiner 
Novelle: Cind cu cotnedia (vgl. Luceatärul) Nr. 7 (1904), 
S. 16 „unico {hunico) . . . cilciuma {drdma) a male {mare) 
. . . comeda {cotnedia) la cilciuma ... S. 17 l^i te {ce) a 
ma'i fot {fost) nene? — Apdi äla n-a mulit {murit) nene? 
. . . §i fefe {eete) cleifatt {creifart) aX plätit nene? — 
S. 18 f^i . . . n-a mulit [murit) nene? Alle diese Beispiele 
hat die kleine Päunifa gesprochen. Solche Sprachfehler 
begehen auch ältere Individuen. 

Ein hilfslicher Mann wird Pocitu (V. Pop 37), ein 
schöner Frumosu genannt, ebenso die Frauen FrumoasOf 
Frumofica; es ist ganz natürlich, dafs diese Namen mit 
Ausnahme von Pocitu, die eine Konstatation sein kann, 
feine Ironien sind. Die höchste Ironie ist, dafs einer 



») Cf. Din Ocn» vietit. 

*) Ein noch interesMiiteres Beispiel gibt uns V. Pop in soincm 
wanderbaren Werk „De dragul cdör mici"; cf. das BnichstUck in 
SämäuätonU III (1904), Nr. 2o, S. 311, wo ein kleines Müdclien jedes 
Wort falsch ausspricht. Es handelt sich um die Hitte, die die Kleine 
an Gott richtet fUr die Gesundheit der allgcliebten I.«hrcrin: „dal 
Mezeu tänätate a mUoala invä^oaUa", richtig wäre: da Doamme 
sänätate dfoaril fncäßtoare. 

PopoTlol, Di»l«ki«. 



82 Soziale Verhältnisse. 

Gheorghe Mortu heilst, cf. V. Pop 37. In diesem Falle 
mufs man ganz genau den Grad der Ironie betrachten, 
die von der Konstatation bis zum Spotte durch ver- 
schiedene Stufen geht. Im direkten Verhältnis zur Schön- 
heit und Hälslichkeit stehen die Reinheit und der Schmutz. 
Die Reinheit kann ironisch für den Schmutz gebraucht 
werden, der Schmutz aber ist direkte Konstatation und 
Spott. Einige Namen werden diese Erscheinungen leichter 
illustrieren: Linkinaru (einer der Nisse hat), Fem. Linetina 
(Mitteilung von H. Novacovici), Sielnijä (Wanze), Porc-el 
(Schwein, Spanferkel), Istäläu (magy. istal6. Stall), für 
Fem. sind Corcoloasa (schmutzige), Bipa (idem) in Banat 
ist auch Ripu als Spottname der Zigeuner: Halaripu- 
ripu zu hören. 

Den Ursprung der Metapher will ich aus diesen gegen- 
seitigen Verhältnissen der erwähnten Eigenschaften er- 
klären. Die charakteristischen Züge dieser Uebertragungen 
sind am besten in dem Abschnitte über die psychischen 
Motive zu besprechen. 

2. Psychische Motive. 
Ich fange die Serie dieser Motive mit den sinnlichen 
Gefühlen an. Einer der nie satt werden kann, wird Flä- 
mindu (der Hungrige, Mitt. v. H. Novacovici), eine, die 
in der Tat hungrig ist, ist Sätula (Satte) genannt. Da- 
neben ist noch : Bäräb-a, -uf, Bod-oc, Papu, Päpu zu er- 
wähnen. Einer der ganz satt ist heilst: Budä, Buhä, 
daher die Redeweise 5-0 duhit, analog s-o popit. Zum 
Essen gehört auch das Trinken: Arvalucä (potus), Buton 
zu hüte (Fals), Salic (Mals), Troncan davon troncäni 
(trinken). Einer der trinkt und ilst, tanzt auch gern, so 
ist der Name Hopa-popa zu erklären. Er lebt gut, der 
typische Name ist Trai (Leben). Interessante Bildungen 
aus Banat sind: Burilä zu hure, das Fals in welches der 



Hozbüe VerhUltolsM 83 

ScbnnpR heim Brennen rinnt, ftfoii ann fUu (— Bef^u 
der Trinker) + on daneben ist fttr einen BetrankeDen 
anch so ßcut !fifä (er ist voll wie eine Mntterbmst), ond 
trage cii ftfa ühlieh. Wenn einer schon zn viel getrunken 
hat und ein wenig mit der Lokomotion koketiert, dann 
begleitet er seine Gewissensbisse rhythmisch mit folgenden 
Worten: Treabä-bunä and Treabä • slabä , die Folge ist, 
dafs er damit getauft wird. Die betrunkenen Frauen 
sind noch ärger. Die Namen Dura b§ cu mäsura und 
Hupa bq CM cupa zeigen es geuUgend. Als Folge dieser 
Fehler stellt sieh der Sensualismus ein. Die Männer sind 
privilegiert und iiaben weniger Namen. Ich habe nur 
Bicä (Stier) und Bicä§ gehört, der erste kann aber auch 
einen starken Mann bezeichnen. Reichlich in dieser Hin- 
sicht sind die Frauennamen vertreten, von denen einige 
ganz ordinär sind. Metaphorisch ist Poama (Fracht), 
pejorativ Buzdura (schlechtes Messer), trivial Buzura 
gebraucht, ebenso ist Finauf (gemeine Frau). Die anderen 
Namen sind meistens Uebertragnngen aus dem Tierreiche. 
Alle Schwächen der Haustiere sind auf die armen Frauen 
übertragen. Von •Schafen ist Mirlica (von Verbum a se 
mfWt, Coitus der Schafe) za erwähnen. Die nächsten 
Namen zeigen nicht mehr einfache, sondern komplizierte 
Geftlhle. Die Sau (scroafa) ist gierig, frech, schmutzig, 
der Spottname heifst Jula (Saunanne). Die Kah (vaca) 
ist dumm, einfilltig: Pirca (Kuhname). Hierher gehört 
die Färse Zuninca. Von den Haustieren vertritt die Stute 
(iapa) den Sensualismus im höchsten Grade. Als Beleg: 
Minsa, J^apa (kleine und grofse Stute), dann die Namen: 
Lila, Lili, Lisa. Das schlimmste aber ist die Jagdhttndin, 
ich habe schon erwähnt, dafs die Baaern die Hündinnen 
nicht leiden mögen; der Spottname Cäpaica ist sehr cha- 
rakteristisch. Cäfea ist eine Frau deren Mundwerk nie 
stille steht Die Krönung der Trivalität ist Pixdä-lungä 



84 Soziale Verhältnisse. 

(vagina- longa) analog mit der rumänischen Redeweise 
Zamä-lungä sä s-agiunga (lange Suppe, damit sie allen 
zuteil wird). Zu diesen Sünden gehören auch Läpädat 
(als Tauf- und Familienname) von a läpäda (abortieren) 
und Tozdafe, Fozdafu (Bastard"», das Wort bedeutet im 
gewöhnlichen Sinne die Holzfasern, die beim Hanf brechen 
wegfallen. 

Die nächste Klasse bilden die Spottnamen, die aus 
moralischen Fehlern hervorspringen. Der Egoismus wird 
dem Altruismus entgegengesetzt und aus der Vergleichung 
der beiden macht das Volksurteil einige sehr interessante 
Namen. Ein Individuum, das für sich lebt wird Cucu, 
Fem. Cuca genannt. Einer der nur für sich sorgt ist Ces 
(chies), denn er weils, wie man von den Priestern sagt: 
cu condacu umpli sacu, cu tropariü hirnbariü (mit dem 
Kondak wird der Sack, mit dem Tropar die Scheune ge- 
füllt). Leute, die die Arbeit wenig lieben, werden spöttisch 
Domnu (Herr) oder Filäru (er war Führer als Militär), 
die Frauen: Cocäne (Voc. von cocon, junger Herr in dieser 
Gegend), Cocoana (Fräulein) oder Särhätoare (Feiertag) 
genannt. Ein gar zu frecher Egoist wird bisweilen Scroafä 
(Sau) oder Lup (Wolf) genannt. 

Der Wille spielt auch eine gewisse Rolle bei der 
Spottnamenbildung. Es werden hier der Mut und die 
Furcht berücksichtigt. Folgende Namen wie Viteazu 
cacä prilazu, Papä-lapte, Cacä-fricä, Mincä-foc und die 
Bildungen: Mu§a (von muc), Cäcisa (von cacat), Cäcäon 
in allen dim. und augm. Nuancen illustrieren genügend 
diese dezente Bildung. 

Die psychischen Defekte bilden auch eine Menge Spott- 
namen. Zu der Intelligenz gesellt sich die Schlauheit und 
die Frechheit, zu der Dummheit die Schlechtigkeit und die 
Unverschämtheit. Für diese Verhältnisse gelten folgende 



Soilftle VerhUtnlMe. 85 

Beispiele: Pasäre^) (Vogel), Vulpe*)'Huipea (Fuchi), l^ärpe 
(.Sehlange), Tot-a, -m, -oc, -oica, Sittdenf (Student), Tronf- 
Trufa§ (Bachs. Trumpf), dann Frostu (dumm) im Königreiche 
Niß Tontu (V. Pop 36), SHngacm (linkisch); aus dem 
Tierreiche, Boü, -u, Binda, Renda (Ochsennamen), Catu^ 
-uf, Fifta (Pferdename), Mägar (Esel) in allen Koseformen; 
Närod (verrückt), Pripu, -itu (übereilt), ru§caiu-^u6aiu 
(= suchiatu verrückt) in Moldau fichnitu, Tonu, -ea, 
Tonote (= cu toane, eigensinnig), Vicol (Sturm) in Buco- 
vina Familienname. Dieselbe Bedeutung hat Vijolie, 
Vreme-r^ (schlechtes Wetter), Zävar (magy. Zavar Ulrm) 
und Zdrtncu von zdrtnc Lautiroitation des Fallens. Für 
Frauen sind weniger Namen zu erwähnen, z. B.: Toanta, 
Näroada, Vijtdia, Copileafa, Codalba (Ochsen- und Schaf- 
name), für die Fnchsnatur der Frauen ist Vulpea zu er- 
wähnen. 

3. Soziale Motive. 
Die ökonomischen Verhältnisse und die Klassen der 
Gesellschaft liefern auch viele Spottnamen. Es gehören 
hierher: Säracu (der Arme), Bogatu (der Reiche), dann 
Bäniefu (Bankier), Cri^ar (Kreuzer), Bdra (tttrk. Geld, 
auch Familienname), Bidac (slav. Fünfer), Libra (Zehn- 
kreuzerstUck, Schafname), Florint (Gulden), Familienname 
bei Vieitt, Prefäiu^ (aus magy. privates), Solga (Diener, 
magy. szolga). Aus dem Staatsleben haben wir: Impärai 
(Kaiser), Craiu (König), Prin^ (Prinz), Baron, Grofu, aus 
der Armeesprache Mäior, Filäm (Führer), Forvisär (Fuhr- 
wesen), Bäguiä (Rekrut), Cäiänoc (grofser Soldat), Bornän 
(aus magy. bomyu, Ranzen, den die Honveden, ung. I^and- 
wehr, am Rücken tragen). Aus der kirchlichen Hierarchie 



*) Als Familiennamen in SiebenbUrgeo. 
*) Als Familienname im Banat 



86 Soziale Verhältnisse. 

sind: Vlädicä (Bischof) und Pispoc (idem. aus magy. püs- 
pök wo es als Spottname [nagyfejü] einen Menschen 
mit grolsem Kopf bezeichnet, cf. Magyar nyelvör XXXI, 
245). Eine interessante Klasse bilden die Spottnamen der 
Mönche, {Berbecu lu DzeÜ), die Nonnen {mielusa lu Dzeü 
aus Creangä) und die Leute, die sich mit ihrer Reinlich- 
keit aufspielen wollen. Om sfint (heiliger Mann) und 
muere ertatä (reine Frau) sind ganz Üblich. Bumnezeü 
(Gott), Cristos (Js. Chr.) und Maica-precistä (heilige Maria), 
die im nordöstlichen Teile meines Gebietes gebraucht 
werden, um Leute zu bezeichnen, die als Heilige be- 
trachtet zu werden wünschen. Aehnlich scheint sich das 
magy. S^üsi Maria- csizmdzia (szenteskedö) cf. op. cit. 276 
zu erklären. 

Spottnamen werden nicht nur einzelnen Individuen, 
sondern auch Dörfern und Völkern beigelegt. Ich habe 
bis jetzt nur einzelne Spottnamen berücksichtigt; ich habe 
aber Individuen mit zwei, drei und sogar mit vier Spott- 
namen gefunden. Einige Beispiele werden diese Er- 
scheinungen beleuchten. Zwei Spottnamen Josca — Bau, 
CorSijjß — Frincu, Adämuj — Basare, oontolan — Arzint, 
Gäo^a — Bisda-näroadä, Vältär — Satu, Cufufäl — Culcus, 
Bälegufä — Hampu, Bäfälan — Bragä, Vecea — Banda, 
Bostos — Pistrif, Mutu-Surdu für Männer und Tirs — Caca, 
Scorlohet — Cälabef, Coräne — Cocu, Bisa — Baga, Gäm- 
äneasa — Gäom, Finanf — Berta für Frauen. Drei Spott- 
namen konnte ich nur für Männer finden : Mircu — Mafia 

— Porunibel, Morcon — Cisäliß — Bätrunzei, Hedor — 
Herman — Jidovu. Vier Spottnamen für ein Individuum 
sind folgende: Benuscä — Bouädäc de ouä — Corfafiu 

— Nicolaie din lume für einen Rumänen, Späriosu — 
Holä — Basare — S^arä für einen Zigeuner und Boco- 
veana — Tat asa — Bucohet — Bästor de oj, für eine Frau. 



SoiUle VerhUtnlne. 87 

Spottnamen haben bei den Pädnront auch ganze 
Dörfer. Ich kenne folgende Fälle: Plop: Lupx, Rnda: 
Fori, Delarl: Ohre, Lelese: Buhe, Sohodol: Cloncani, 
Alun: Albini, Bunila: Cai, Poenita-Voini! und BnjdalarT: 
Mif, Cernisoara und Florese: CM, Qoles: Cäfele, VälarT: 
Gäini, Hftsdäii und Däbica: Rafe, Lnneile Cemil: Bädini 
(von den PädnrenT) und Gu£ (von den Banatem), Soeet: 
Bindunele, Runcn-mare: Capre, Fereg!: Pori.^) 

Die- Völkernamen: Ungur, Neamfu, Turcu, Greeu, 
Sirhu, Jtdovu etc. wurden teilweise zn Spottnamen, nicht 
weil sie die Leute bezeichnen, welche die Sprache der 
betreffenden Nation sprachen, wie ViciÜ op. cit 25 glanbt, 
sondern weil die verspotteten Individuen körperliche und 
psychische Eigenschaften der fremden Nationen besafsen. 
Die Spottnamen wurden dann später zu Familiennamen. 
Die Nachbarn der Rumänen bekamen wieder andere 
Namen, lieber die Spottnamen der Nationen hat schon 
Hasdeu und besonders Candrea op. cit. 106 — 140 in dem 
Artikel II Porecle generale (der Name ist nicht ganz gut 
gewählt) gehandelt. Es wäre sehr wünschenswert die 
Daten von Hasdeu -Candrea und auch die von ^äineana 
in seiner „Incercare asnpra Semasiologie! limbel romine'' 
378 — 379 mit dem echten Volksschatze zu vergleichen. 
Leider kann ein solcher Vergleich vor der Hand aus 
sachlichen GrUnden nicht angestellt werden. 

o) Familiennamen. 

Weniger reichlich als die Spottnamen sind die Familien- 
namen vertreten. Ich habe fttr 1700 Spott- nur 272 Zo- 



*) Aehnliche Tatsachen hat mir Herr Manciu ans der Gegead 
von Oravita mitgeteilt Man verspottet auch dort ganie DOrfer, 
B. B. Oravita- mont: hrU>t^ (— Vr&betY); Oravita-rom.: Fi{<{|; 
Ciclova - munt. : Mägari Ciclova-rom.; äurril cu oki vtrtl («da 



B8 Soziale Verhältnisse. 

namen aufgezeichnet. Die Zunamen entstehen aus Ruf- 
namen (Patro- und Metronymika), aus Spottnamen, und 
aus verschiedenartigen Ableitungen. Rufnamen, die als 
Zunamen gelten, sind: Adam, Bran, Ban, Fan, Jorga, 
Läscus, Marina, Miräa, Nan, Ilia, Isac, Moisä, ^imon etc. 
Als Familiennamen, die sicher aus Spottnamen entstanden 
sind, nenne ich für mein Gebiet folgende: Bdba, Barnä, 
Bärhon, Bu^äton, Cotoc, Grec, Gura, Hirban, Mifä, 
Pece^äl (zu petec)^ Bupazä, Urs. Dem Sinne nach sind 
Kollektiva : Josivon, Moison, Neicon (neica) analog Neidon 
(s. Nedon zu Neda), Päscon, ^ändron, ^cefon, Zurzon. Sub- 
stantivierte Adjektiva sind: Bärhulesc, Costesc, Cräsunesc, 
Icobesc, Inculesc, Istfänesc, Märculesc, Päscocesc, Scefänesc, 
Ursulesc etc. Zahlreicher sind die Ableitungen auf -an 
(-ean, -ian, -'an) z. B. Aräelean aus Ardeal, Bistrian von 
der Bistra, Feregan aus Ferez, vgl. auch Weigand VII. Jb. 
73 Jon Feregan, Golesan aus Goles, Häjägan aus Hateg, 
Holäan aus Hokta, lesan hängt mit dem Stamme Jasi (?), 
Lelesan aus Lelese, Muncan und Muntan aus Munte, 
Pädiirean aus Padure, Rudan aus Ruda, Runcan aus Rune, 
Säläsän aus Saläs, Toplican aus Toplita, ülmean aus 
Ulmi, Zosan aus Zosanj.. Die Familiennamen sind ge- 
wöhnlich ohne Artikel und geschlechtslos. In Meria wird 
(und das ist selbst im Banat dann und wann üblich) die 
Maskulinendung -escu neben weibl. -easca gebraucht, z. B. 
Bumbescu — Bumheasca, Popescu — Pop easca, jedoch ist 
diese Bildung nicht so allgemein wie in den slavischen 



hnrezi); Rachitova: Fabrica de crästävett und Cät^t; Ciudanovita 
und Jitin: Capre; Sasca: led. Der Spottname wird gewöhnlich 
umschrieben, z.B. man nennt die Leute aus Jitin spöttisch Ca/9re, 
damit sind aber die Nachbarn nicht zufrieden, sie müssen noch hinzu- 
setzen : La Smpetru taie maica \edu, fata vaca, mawia capra, weil 
sie dann ihre Kirchweih haben, die stets mit Vergnügungen ver- 
banden ist. 



Soziale YerhiUtiÜM«. 89 

Sprachen, ') z. B. Popov — Popova, Feodorov — Feodorova 
etc. Was den Artikel anbelangt, so sind alle Namen aaf 
diesem Gebiet artikellos, ein Gebranch obwohl alt, doch 
nicht allgemein, da Suculesc, Ursxdesc, Bärhulcsc dagegen 
sprechen. Die alten Namen ans dem 15. Jahrhundert, die 
in Hategergend (südöstlich von unserem Gebiet) in den 
Urkunden belegt sind, zeigen Formen mit Artikel neben 
artikollosen Formen. Ich erwUhne einige Namen der 
rumänischen Kenesen ans dieser Zeit. Eine sachliche 
Würdigung der rumänischen Kenesen ist neuerdings von 
J. Bogtlan im Archiv fllr slav. Philologie XXV, 522-543 
und XXVI, 100 — 114 gegeben. In einer Urkunde von 
1404 ist Barhul und Danch zu lesen. Vom 11. Februar 
1411 (in einer anderen Urkunde) haben wir eine Menge 
rumänischer Namen : Barb, Leel, Danch, Stanchiul, Tatul, 
Balk, Bard, Barbath, Neg, Litul, JDadul, Bubur, Matul, 
Barbul, Stanchul, Valcul, Bucor, Fem. filius Zeri, Bcdy 
die letzen zwei sind weibliche Genetiva : SärÜ (Sara) und 
Bälti (Bäla). Eine dritte Urkunde (vom 24. August 1424) 
hat wieder viele Namen, einige derselben waren schon 
früher erwähnt. Aus der letzten Urkunde zitiere ich 
folgende Namen: Stanchul, Barb, Zlawsh (möglich Zläus), 
Baarb, liadul, Choman, Bathtil, Mane, Wana, Musa, Ne- 
guman, Barbul etc. Wie man im allgemeinen sieht, sind 
diese Namen bald mit Artikel, bald ohne Artikel ge- 
braucht. Heutzutage sind alle artikellos. Der Bauer 
spricht immer im Plural : Bärbon, Crä4un€§6, Grozon, Im- 
pule§6\ handelt es sich um eine Person, dann sagt er fttr 
Bärbon immer so und nur in Fällen wie Cräiwke§6 — 

') In Carogiale, Momente, Bucurestt 1901, sind mehrere Formen 
wie l'reuteasca 156, Iconomeaso», Saohel&reasca , Fiscupeasca 157, 
Väsileasoa l'd zn lesen. Alexandri, Teatni ed. Minem (Bacar«ftY) 
S. 712 kennt Rosmarinovioeoaea. Basarabesou, Navele, Bacord|tY 
1903, S. II spricht von Popeasoa. 



90 Soziale Verhältnisse. 

Lupulesc etc. ersetzt er die Endung des Plural durch die 
des Singular : Cräsimesc — Lupulesc. Man spricht nur 
Barh (wie noch im 15. Jahrhundert), Jane etc. Die ge- 
wöhnliche rumänische Bildung des Familiennamen auf 
-escu ist adjektivischer Natur. So auch bei Weigand, 
IX. Jb. 184. 

Die in den rumänischen Sprachprovinzen Ungarns am 
meisten verbreiteten Zunamen sind: Comsa; Cosma; JDrag- 
an, -ic, -oiu, -oescu, -ul, -utescu; Dämian : Drägan = De- 
mian : Dregan; Grecu; Grom; Ili-e, -ea, -esa, Uly es; Jon- 
as, -escu; Jurca; Lazar-ic, -oiu; Macaveiü; Mate-i, -escu; 
Marc-u, -us, -ut; Mihm, -lea, -las, -lovic, MiJiali, Miu, 
Mihu, -uf, -ulet; Mic-a, -u, -ulescu, -ula, -otä; Moldovan; 
Mois-e, -il; Muresan; Muntean; Negr-ea, -u, -uf, -ilä; 
Neagoe; Ned-a, -elco{u); Nestor-Nistor ; Nic-oarä, -orescu; 
Nicol-a, -ic, -olescu, aeviö; Novac-ovic; Opr-a, -ea, -ean, 
-om, -isa, -isin, -isanul; Pop-a, -ef, -ifa, -escu, -sa, -sor, 
-Uta, -ovic, Pap-iu; Petr-an, -eu, -escu, -ic, -isor, -ovan, 
-ovic, -uf, -asco; Poruf; Bad-u, -es, -ocea, -ulescu; Bos-u, 
-sca, -escu, -uj, -culef; Boman; Bus-an; Stan-ea, -escu, -ca, 
-mu; Stoi-a, -an, -ca, -chifä. 

B. Die Tiernamen. 

Neben den Tiernamen der Munteni und Pädureni habe 
ich auch die anderen existierenden Sammlungen gleichen 
Materials in Betracht gezogen, damit man eine vollständigere 
Liste erhält. Wir haben aus dem Banat von Liuba-Jana, ^) 
aus der Moldau von Dam^^^ und von den Meglenorumänen 

1) Cf. Topografia satalui si hotarului Mäidan mit einer Studie 
über die Kelten und die Ortsnamen von Dr. A. M. Marienescu, Caran- 
sebes 1895, besonders Kap. VI: Ueber die Hirten. 

'^) Cf. Incercare de terminologie poporanä romtnä, Bucuresti 1898, 
lbl/182 in Nouveau dictionnaire roumain-fran9ais, Bd. 5 (ßuc. 1900). 



BozUle VerblltnIiM. 91 

von Papahsgi >) reichhaltige Verzeichnisse von Tiemamen. 
Ich füge noch die Namen hinzu, die ich in meinem Ge- 
burtsdorfo gesamm(;lt habe. Die Ergänzungen sind folgende: 
Ochsen von Liuba-Jana: Bäl, Bäloniu, Suroniu, Surilä, 
PriUf Prian, Codalb (bei uns CodalhX), Brejsu, BreMonXu, 
Beuca, Ro^can, Siva, Zelea (bei uns Jelea\ Murgu, Mur- 
gilä, öalben, Flava, Lunilä, Doman, Virian, Joian, Calea, 
Chitoniu, Bumbac, Bica, Märfilä, Bujan, Florian^ Pistrilä. 
Bei Damö:') Bo(olan, Bujor (Fem. BujoarX), Duman, 
Dumanä, Epureanu, Floreanu, Floricä, Ghiorian, Min- 
drilä, Muhtirel, Flävan (auch bei V, Pop op. cit), Porumbel, 
Porunghiß, Simbotica, Verilä, Vinerica, Zävoian. Bei 
Papahagi: Dumi, Jure, Lance, Martin, Nerciu, Pefu, 
Sobani, Venu. Meine Sammlung: Giuri, ^ndor, Vilo§. 
Kühe bei Liuba-Jana: Lunioara, Märfuica, Joica, Joi- 
chifa, Vinioara, Simbi, Domnica, Pria, Priana, Codalba, 
Draga. Bei Papahagi: I^c^icä, Jotcä, Lisa, Luna, Maria, 
Mata, Mato^ca, ' Nerlä, Nefca, Sgbä, Venu, Vi^, Zoieä. 
Meine Sammlung: Boza, 'Pufa, Lufa, Märtufa, Miercurea, 
Flurie, Dumanä, Vinaia, Joica. Schafe bei Liuba-Jana: 
Ogrifceana, Pistra, Strba, Comuta, Cirleba, Coacina, Ca- 
ciora, Pistrifa, J'igata, Bugara. Bei Dam^: BudunOy 
BuzaUx, Cäprifa, Comifa (bei uns Spottname einer Hexe), 
Gulerata, Jerunca, Mifilica, Muscurica, Oache^ica, Ptrla, 
Pupuzica, JHgaia, !piganca, Trandafxra. Bei Papahagi: 
Baliä, Ctula, Iripata, M\nghiu§arcä , Murga, Märca, 
Bägu§ä, Bägu§cä, Bapcä. Bock bei Papahagi: Clut. 
Ziegen bei Liuba-Jana: Breaza, ^ileana, Albuia, Secera. 
Bei Dam^: Bälana, Bälu^a, BareOy Cärunia, Cercelica, 
Cercurica, Ciunta, Durduria, Fhridca, Frumoasa, Fru- 



') Cf. Meglenö-romäniY, stndia etoografioo-filologio, io Aoalele 
Aoad. Romane, Seria II, Tom. XXV (1902 — 1903) Mem. Seet Ut 
S. 170/171. 

*) Ochsen und Kühe, nach der Endnng tu scheiden. 



92 Soziale Verhältnisse. 

musica, GMusa, Marina, Negrusca, Päsarica, ^uia, Tur- 
turica, Vätuia. BeiPapahagi: Causa, Cal^sa, Gepa, Cmpa, 
Cmta, Domcä, Doncä, Garsa, Ghiesa, Iripata, Minghiusarcä, 
PripasQtä, Bapcä Sivuglavä, J'ärna, Vranä. Pferde bei 
Liuba-Jana: Bälan, Mirgu, Cesar, Boibu, Vidan, Alhu, 
Fum, Tiircu, Vrana, Listi, Pinta und Pinteanu. Bei 
Dam^: Ärapu, Bälan, Cocos, Corbu, Mocan, Neamfu, 
Negru, Nicu, Putu, Boibu, ^oimu, !figan, üngureanu. 
Bei Papahagi: Alcia, Cil, Cul, Buri, Ghioc, Murg, Bap. 
Stuten bei Liuba-Jana: Mirga, Müa. Bei Damö: Liza. 
Bei Papahagi: Culä, Bapcä, Murga. Hunde bei Liuba- 
Jana: Ciohan, Labes, Lupem, Moza, Valcu, Ordas, Potaie, 
Älbu, Ciolac, Porumbac, Cästälan, Vulponiu, Curtu, Ciulu, 
Butu, Bujleica, Paris, Lisem, Mures, Tisa, Budas, Modol, 
Modos, Bosca, Timisan. Bei Dam6: Avram, Beleiü, Bre- 
zoiü, Bucluc, Bufta, Bursuc, Buzdugan, Cimpureanu, 
Cazac, Ciora, Corliciü, Corbitä, Corbu, Budas, Haiduc, 
Hosman (auch in Banat Osman), Hofu, Husuma, Labuj, 
Mindru, Milcov, Motoc, Scrulea, Taroman, Tobus, Turcu, 
Turusan, Vulpea, Zisu, Zdrobis. Bei Papahagi: Biliur, 
Beliciü, Carman, Caramän, Ciacu, Cuse, Jacä, Murg, 
Märciü, Murgiü, Paliä. Hündinnen bei Liuba-Jana: 
Lupa, Floarea, !felawa. Bei Dam^: Cafaveica, Dohrifa, 
Bolca, 1) Feiga, Fita, Hazura, Hopaica, Puica, Beveica, 
Trotusca. Bei Papahagi: Cenä, Cepa, Ciapa, Cona, Fina, 
Lisa, Panä, Bapca, Suza, ^arcä. Durch diese Zusammen- 
stellung der Namen habe ich nicht nur die Liste ergänzt, 
sondern auch einige Angaben über die geographische Ver- 
breitung derselben gemacht. 

Wir haben gesehen, dafs einige Tiernamen auch für 
Personen gebraucht werden ; ebenso gibt es auch Personen- 



^) Cf. Alexandri, Poez. pop. ed. micä, S. 22 und Rädulescu- 
Codin, Cintece S. 259 wo wir Dolfa statt Dolca haben. 



SozUle VerhUtoIsae. 98 

namen, die Tiere bezeichnen. Fttr die Ochsen erwähne 
ich: Florca, Martin j Moja, Mi§ca, Oiurif ^andor (die 
letzten vier magy. Ursprungs) als Rufnamen, und Florian 
(Familienname in Siebenbürgen), wie auch Mtndrilä 
(Familienname in der ßncovina). Für die Ktihe habe ich: 
Firufa, Florica, BomnicOf Draya, MartOj Roga gefunden. 
Als Namen ftlr Böcke pflegen: i)inu, Florea, Jovan, 
Pätru-Pätruf vorzukummen. Ziegen ruft man mit: Floarea 
und Marina etc. an. Für Pferde sind: Buri, Pi^ta, Cesar, 
Bälan und Ungurcanu (beide letzten Familiennamen in 
Banat), ftir Stuten sind: Fani, Frifi, Julifca, Lili, Liza 
und Boza belegt. Die Hunde bekommen auch Personen- 
namen: Avram, Cartnän, Hector, Hosman, Paris und 
JÖixana, Floarea, Vilma. Von dem Geflügel haben nur 
die Hähne Personennamen: Buii, Jancu, Zdräilä. 

Eine viel interessantere Quelle für die Namenbildung 
geben die Bezeichnungen der Tage; ich fange mit den 
Werktagen an. lAinf: Ltmce, Lunilä (fttr Ochsen), LunOy 
Lunaia, Lnnioara (für Kühe). Marti: Martin, Märfilä 
(Ochsen), Märfaia, Märfolfa, 3Iarfoleo, Märfutca, Mala, 
Marta, Mafo^cä (Kühe). Miercuri: ^fiercXu (Ochse), 
Miercurea, Mxprculga, Mifrca, Miprcufa, ^jerlä. J&i: 
JoXan, Jure (Ochsen), Joiana, Zoiana, ioica, ^oikifciy 
JQoicä, Joicä, Zoicä (Kühe). VinePH: Viran aus Firfan, 
Venu (Ochsen), Vira, Virgana, Viri, yinioara, VinericOy 
Vinalki, Vi^ä. Slmbäta: Sobani (Ochse), Simba, SimboUoy 
Sinibolica, Simln, Simbotica (Kühe). I>uiHineca: Duman, 
Doman, Dumi (Ochsen), Duniana, Domana, Domnica^ 
Ne§ca aus Dumine^ca (Kühe), Domcä, Doncä (Ziegen). 
Von Feiertagen stammen: Fluria (vgl. Flurif Palmen- 
Sonntag) und Päscufa (vgl. Pa^tl Ostern) ab. Es ist bei 
diesen Namen der Tag der Geburt der Tiere im Auge 
behalten. 

Die dritte Quelle der Tiernamenbildung finden wir in 



94 Soziale Verhältnisse. 

den Farben der Tiere. Alle Nuancen der Farben sind 
berücksichtigt und mit Hülfe der verschiedensten Suffixe 
zum Ausdruck gebracht. Die Erklärung dieser Namen 
findet sich schon in den Werken von Liuba-Jana und 
Dam^. Einige gute Bemerkungen macht auch Papahagi. 
Ich gehe deshalb nicht näher darauf ein. 



C. Grammatische Analyse der Namen. 

Grammatisch zerfallen die Namen in Substantiva, sub- 
stantivierte Adjektiva und Partizipia, sowie in Inter- 
jektionen. Selbstverständlich stehen diese Kategorien in 
direktem Verhältnis mit der Namenklasse, die sie bilden. 
Die Rufnamen umfassen weniger Redeteile, da sie aufser 
den gewöhnlichen Vornamen nur die rum. Bildungen wie 
Floare, Mioara, Sora etc. für Frauen und Lup, Soare, 
Urs etc. für Männer kennen. Diese sind, wie man sieht, 
Substantiva. Die Familiennamen sind Kollektiva, ab- 
geleitete Substantiva und substantivierte Adjektiva oder 
reine Patro- und Metronymika. Alle Kategorien, die ich 
oben erwähnt habe, kennen blols die Spottnamen. Sub- 
stantiva sind: Äcu, -on; Alhinä; Arsurä; Baäa, -u, -on; 
Berhec, -u; Bau; Calu, -ufu; Gätna; fmpärat; Mielu; Pilä; 
Pore, -aru; Eoatä; Soric; Sulä; !fap für Männer und: 
Bäctita; Brqasca; Burta; Coada; Doha; JDuda; Furcon; 
lapä; Lelüa; Poama; Soruta für Frauen. Adjektiva für 
Männer: Älbu; Balu, -utu; Bogatu; Brezu; Curtu; Fru- 
mosu; Gibu; Grasu; Lungu; Mutti; Naltu; Pelegu; Poncu; 
Mo§u; Surdu; Verdreh; Zmhosu; für Frauen: Bäla, -ufa; 
Breaza; Öorcoloasa; Frumoasa; Lunga; Mustä^oasa; 
Oarha; Pleasa; JJrita. Partizipia pf. für Männer: Ctcäitu; 
Cupelitu; Gusatu; Iscälitu; Puscatu; Uscatu; Zähovitu; 
für Frauen: Gusata, Pirtäita und Part. präs. Purtätoare. 
Die Interjektionen und die Schallnachahmungen geben 



SoxUle VerbttltnliM. 95 

auch einige interessante Spottnamen. Ich zitiere fttr 
Männer: Gif; Hie; Ilopa-popa; Mec; Moc; Sfirco^a; fttr 
Frauen: Fisa, -sca; Forfolina; Forforgasa; Piräiana; 
Firfa; Pisa; ^upäloane und Tropofina. Ein Knabe 
heifst Fis. Die Tiemamen sind gewöhnlich Snbstantiva 
oder substantivierte Adjektiva. Die Partizipia sind spär- 
lich. Ich kenne nur CunSata und tn6orecata ftlr Hennen, 
Comuta als Bezeichnung für ein Schaf und Obrasatu als 
Bezeichnung fllr einen Bock. Die Personennamen, die 
Tiere bezeichnen. Übergehe ich; ebenso die Tiernamen 
mit denen man Personen verspottet. Die Personennamen 
sind gewöhnlich artikellos; die Tiernamen werden ftlr 
Maskulina auch ohne Artikel, fttr die Feminina aber stets 
mit Artikel gebraucht. 

In äerhäl (Dorf 10) habe ich Namen mit gleichzeitig 
erklärendem Zusatz bekommen. Diese Erklärung wird 
gelegentlich durch einen ganzen Satz gegeben. Leider 
ist die Zahl dieser Namen sehr gering. Sie bezeichnen 
gewöhnlich Personen. Für Männer zitiere ich: Bele^, 
golof, neme§; BräSinar i| päcuraf; liucic, fQale mic; 
Bumbuleöe, Dee^ sä-l jfir6e; Cufundiie, om d-omeniie, 
ein WM 6f räkij^e; Gostu fiiie postu; Pidac hagä-n sae; 
PomaS tat cra4; ^foj^ §ede la 0%; Vixe fi4oru lu cal eäri{e; 
im Banat sagt man Bartolomex uscä frun^ la k^. Fttr 
Frauen kenne ich: Dura hq cu mäsura; Hupa bf cu 
cupa; Scovärdina calcä cina; Tropo6ina tropo6e§6e 
öina; hierher gehört auch ^uhureeu mincä mesu. Aus- 
nahmsweise wurde ein Hund „Cäpäftnä mere la sUnä' 
genannt. 

1. Ableitungen. 
Hier kommen die Diminutiv-, die Augmentativ- und 
die Kollektivsuffixe in Betracht; ebenso berücksichtige ich 
die eine Beschäftigung bezeichnenden und die Adjektiva 



96 Soziale Verhältnisse. 

bildenden Suffixe. Es wird bei jedem Suffix auch die 
Motionsart, wenn sie vorhanden ist, behandelt. 

Diminutivsuffixe. — -as{u): Gävrilas, Ilias, Mäteias, 
Mihäilas, Tämas Rufnamen; lepuras, Veduras, Trufas 
Spottnamen; Fluieras, Puscas Zunamen bei den Pädureni, 
sonst gibt es eine Menge in Siebenbürgen: Ceteras, Jonas, 
Lupas, Märincas, Mihailasch, Patcas, Petricas, Simionasiu. 
-el, Fem. -ea oder die sek. Bildung -ela: Jonel, Läsärel 
Rufnamen; Gorgosäl, Pecisäl, PureS^l, PurS§l, Säcärel 
Spottnamen; Fem. -ea bildet auch Maskulina (darüber 
aber näheres beim Suffix Wechsel), als Fem. gelten Brä- 
dulea, Bulea, Näsolea, Pistolea alle sind Neubildungen; 
-ela: Cufubela, Cufuirela, Corobela weibliehe Spottnamen; 
Mirsavela Zuname; Cornela, Märgela, Ocela Schafe, -es, 
Fem. -esa: Andries, Bogdes, Mäties, Opres Rufnamen; 
Babes, Cer^s, Peles, Pules, Sules, Tobies Spottnamen; 
Mäc^s Zuname bei den Pädureni, sonstige Namen dieser 
Art sind: Boldes; Corches, Crasnes, Fruntes, Mar es, Palmes, 
Penes, Prunes, Rades, ^epe§, Vetres, Vremes; Sämes-Semes, 
Siles Ochsen; -esa: Opresa Kosename; Bänesa, OaJcesa 
Schafe. -et(u), Fem. -eata: Radulef Kosename; Lätäfet, 
Mäläiefu Spottnamen; -eafa: Bätrineata, Copileafa Spott- 
namen; -ic {-ä, -u), Fem. -ica: Costicä, Jonicä, Petric, Solo- 
monicä, Väsälicä Kosenamen; Bätälic, Bereäic, Bibic, 
Fäfälic Spottnamen; -ica: Anica, Florica, Julica, Märica, 
Sultänicä, Susänica, Viorica Kosenamen; Rujica, Siminica, 
Simbolica Kühe; Buzurica Schaf, -in, Fem. -ina: Dobrin, 
Florin, Märin, Oprin Personnamen; -ina: Oapn'wa Name 
eines Schafes; Scumpina Ziege, -itä, Fem. -ifa: Gheorgh- 
ifä, Jonifä, Luchifa, Mihäifä, Neculifä, Stefänijä Kose- 
namen; -ifa: Anifa, Evija, Oprita, Voichifa Kosenamen; 
Dudifä, Veverijä artikellose weibliche Formen für männ- 
liche Spottnamen; Fetifa, Florifa, Boskita Kühe; Cornifa, 
Furtifa, Läifa Schafe; Albifa (Ziege, Sau), Pistrifa (Ziege, 



Soziale VorhältnisM. 97 

San, Henne), Stirifa (Stnte, Sau), -or, Fem. -oara: Jor- 
gu^or zu Jorgu analog domnifor zn donmu; -oara: Bu- 
j^Qra, CapriQ(,tra Kühe, -uf, Fem. -v^a: Angheluf, Läscuf, 
Pipäru^, Träienu§ Personennamen; Biircuf, Fiscuf Hunde; 
'Ufa: Anghelui}a Kosename; ifegru^a Knh; Läcrämu§a, 
Otelu§a Schafe, -t«/ {-ä, -u), Fem. -w/a: Ädämuf, Andre- 
Ufa, Iliufä, Jontif, Nicoluf, l^tefänuf, Träilufä, Vläduf 
Kosenamen; Bäbufä, Bälcgttfä, Bolboruf, Cälu({u), Därä- 
buf, Läbiifä, Nunufä (männliche nnd weibliche Snbstan- 
tiva) Spottnamen; Bätruf Bock; -ti/a: Anufa, Drägufa, 
Elenufa, Etmfa, Mariufa, Märtufa, Bätrufa Kosenamen; 
Bälufa, Därufa, Durufa, Mindrufa, Murgufa, Päscufa, 
Stälufa Ktlhe; Bälufa Schaf, -uc {-ä, -u), Fem. -uca: 
Brätucu, Gämilucä, Ghiucä, Iliucä, Bäducu Kosename; 
-uca: Catrinuca Kosename; Bäluca (Kuh, Schaf), äenäuca 
Kuh. 

Augmentati vaufflxe. — -Äj«: Alisandräj*, Cleftäft, Co- 
dä]i, Codäläu, Pätäcäü, Rädäläff, Tälilläu neben Telele^ 
Spottnamen, -oc: Borsoc, Cätänoc, Dodoc, Totoc Spott- 
namen, -oii {-Ol, -on): Acon, Bädon, Bämäoii, Bubon, 
But01^ Spottnamen; Bu^ätoYi, Groeon, Ienä§on, Moison, 
i^ändroii Zunamen. 

Kollektivsuffixe. — -if. Ghemi§ Rufname bei Alexandri; 
Andrif, Buiini§, Grabi§, lurif, Märfi§ Spottnamen; Budri§, 
I>xnx§, Opri§ Zunamen. 

Eine Besohäftigting bezeichnet das Suffix -o/ (-e^): 
Cinjafiu, Fierar, Boc^är, Bän^erxu, Cäxeriu analog magy. 
hoh^r (er hat ein Pferd getötet). 

Adjektiva dem Ursprünge nach sind folgende Fälle: 
•esc{u): Avrämescu, Jonescu, Ursulcsc u. s. w., also alle 
Familiennamen. Das Femininum hierzu ist -easca. -Cf, 
Fem. -o^a: Drago^, Radof, Vhdof, Vito§ Rufnamen ans 
der Urkunde Stefan DnSans, hierher gehört auch Mogof 
von Alexandri; Boito§, Bujidof, Dobo§, Dolbof, Labof, 

PopoTlol, Dialekt«. 7 



98 Soziale Verhältnisse. 

Bostos Spottnamen; Bosagos Zuname; Bodos, JDaros, Lom- 
hos Ochsen; l^inos Pferd, -osa: Varosa Schaf. 

Andere Suffixe. — Mask. -^i: Alh^i, Grivqi, Negrqi, 
C/rs^i Hunde, -aia: Bärataia, F^ac^am Zunamen; Lunaia, 
Märfaia, Vinaia, Bälaia, Boscaia, Bujaia Kühe. 

Suffixverkettungen. uf + 07i: Läscupri; -esc + can: 

Boäescan; -oi + esc: Pätroiesc; -ic + as: Petricas; -ic + ul 
+ ej: Äuriculej; -is -\- an: Oprisori; -in + esc: Oprinesc; 
-HC -{- an -\- Ufa: Bäducänufä. 

Suffixwech.sel. u : -ea: Mindr-u, -ea; Marc-u, -ea; 

Krac-u, -ea; Gruma^-u, -ea; Mirco{u), -ea; Negr-u, -ea; 
Lup-u, -ea. -as : -es: Ili-as, -es; Mati-as, -es; Tol>i-a§, -es. 
-esa : isa: Opr-esa, -isa; OaJc-esa, -isa. -ufa : -ucu: Bäl- 
ufa, -uca; Catrin-uta, -uca. -el (aJ) : -ea: Säcär-el, -ea. 
•an : -ea: Sol-an, -ea. 

2. Zusammensetzungen. 

Man kann mehrere Arten von Zusammenrtickungen 
unterscheiden. Die Personennamen kennen folgende Fälle: 
Päncüie = Panteleimon + Hie, Simedru, Sinpetni, Sintion, 
Simicoarä, diese vier Beispiele sind mit Sanctus conta- 
miniert, ^imocte = Simon + Dorde. Als Spottnamen fun- 
gieren: Coadä-ianas, losca-haü und Pulea-moisä. 

Zwei Substantiva durch eine Präposition ver- 
bunden: Cor-so-coi = cur-su-coi, Douädäi de oiiä, Maf 
de caprä, Nicolaxe diu lume als Spottnamen. Substantivum 
mit Präposition: C-o-falca, C-on-orb (cu-un ochiü orb). 

Substantivum + Adjektivum: Barlä-albä Hasdeu 
Cuv. II, 258, Barbä-latä, Bot-gros (frech), Bränzä-veche 
Hasdeu Cuv. II, 250, Cur-gol (arm), Foale-ars und F. mic, 
Gurä-micä (Maulheld, Kontrast von gurifä kleiner Mund), 
Izmene-acre (faul), Lapte-dulce, Limbä-dulce beim Hasdeu, 
Mäla% copt und M. crud, Pulä-gaala (arm), Pizda- 



Soziale VcrbUtnlM«. Od 

näroadä, Pomanä-v^rde, Trgaha bunä und T. slabä, Vrpne^ 
rq für Mttnner; IHzdägalbenä nnd Pizdälungä fUrFranen; 
Buca-laia, Cod-alba und Cur-codan ftlr Tiere. 

Verbnm + Snbstantivam: Arde-tci, Caputä-talpä, 
fndafä-apä cf. Stiimhä-lvmne, Sfarmä-peaträ, Pcrde-varä, 
!fere-zamä analog Soarbe-samä fttr Männer, und B^ä-sä- 
rate fUr Frauen. 

Zwei Adjektiva haben wir in Mutu-surdu fttr Männer 
und in Bälä-hiic für Tiere. 

Eine ZusammenfUgung zweier Substantiva be- 
sitzen wir in Statu-palmä, Barbä-cot (eine Spanne grofg 
mit einem Bart von der LUnge einer Elle) bezeichnet eine 
mythologische Figur Rumäniens. 

3. Etymologische Bemerkungen über die Namen. 
Ich mnfs auch einige Bemerkungen ttber die Etymo- 
logie der Namen machen. Bei dieser Gelegenheit will 
ich nur diejenigen Wörter erwähnen, die bei Cihac nicht 
zu finden sind. Es sind dies Fremdwörter, die nur als 
Spott- nnd Tiernamen in rumänischem Munde leben, be- 
bonders häufig sind die magyarischen. Als Spottnamen 
trifft man sie gewöhnlich flir Männer an. Als Bezeichnung 
fUr Frauen habe ich nur Pirca (rote, Knhname), fttr 
Familiennamen nur Färca§ (Wolf = farkas) gehört Die 
Spottnamen sind folgende (ich gebe neben der rum. Form' 
das magy. Wort und die deutsche Bedeutung): Bama = 
ba^iHi (mit magy. Aussprache, die ich nur in der gewöhn- 
lichen magy. Transkription wiedergebe) braun; Bomä^ = 
bornyu, Soldatentornister aus Kalbsfell (bornyu = Kalb); 
J^«^(/o.v = bujdosö, einer, der sich versteckt; Do6of = dobos, 
Tambour ; Iftaläu von istalö Stall, Labonf (auch Familien- 
name) B» lobonc cf. kuruc Freizttgler; Lipin — lep^ny 
Brot, cf. rum. pogace Körting' Nr. 3867, Pofa — pofa, 
Wange; liaxta = ngta auf, wohlan; Biga = rigö, Amsel; 



100 Soziale Verhältnisse. 

Bostos = rostos, verrostet; Solga = szolga, Diener; Saicu 
== sajka(?) Elsnapf der ung. Landwehr; Säret = sör^t, 
Schrot; iSugar = sugar Dr. sveltu; Zavar = iüysly, härm, 
Geräusch. Als Tiernamen sind folgende zu verzeichnen: 
Cenäa und Senäa = csendes, ruhig; Benäa = rendes, 
ordentlich; Faco = fak6, geblich; lambor = jAmbor, fromni; 
Lotnbof = lombos, laubartig; Paicii = pajkos, ungezogen; 
Semes = szemes, Spottname (cf. Magyar nyelvör XXXI, 
246) für Ochsen; B^tyar = betyar, Kerl; Boja = r6zsa, 
Rose; Sinos = csinos, lieb, herzlich; >S'ar^it = sarga = 
^arga gelb für Pferde, das letztere für Stuten. Aus dem 
Deutschen sind nur Militärausdrücke entlehnt worden, die 
meistens als Spottnamen figurieren : ^arötmc = Werbung; 
Filäru = Führer; Forvimr = Fuhrwesen; jPw^ar = Futter; 
Mondir auch Mondur = Mantel; Muargan = Morgen; 
Bimioacär = Büchsenmacher; Baoz = heraus!; ^ajJbu 
und l^aibär hängen mit Scheibe (wonach man schiefst) 
zusammen; Snaidär == Schneider. Aus der Zigeuner- 
sprache sind Gransa und Neda als Namen, Canäi(^ und 
Benga = Teufel entlehnt. Türk. ist Butura. Die anderen 
Fremdwörter sind wie die anderen Lehnwörter zu beur- 
teilen. Viele Namen sind unklar. 



Drittes Kapitel. 

Beschreibung der Dialekte. 



1. Zur Lantlehre. 

Um die wirkliche Lautlehre des Gebietes kennen zu 
lernen, sind wir verpflichtet, eine gewisse Anzahl ver- 
schiedener Worte, die die Lante in den verschiedensten 
Ik'dingnngen zeigen nnd die Aussprache des Volkes den 
subjektiven Beobaclitungen geniUfs treu wiedergeben, 
vorauszuschicken. Die Worte, die ich abgefragt habe, 
gehören zu denjenigen, die das Volk in seinen Bedürf- 
nissen womöglich am hUufigsten verwendet. Die Mannig- 
faltigkeit der Formen ftlr die einzelnen Worte bilden fttr 
uns wahre Prüfsteine für den Lautvorrat 

1. casä. L casä, PI. c&s 1—7, 33-42. 

IL „ „ c&s 22—26, 29, 43. 
IIL casä, „ „'27, 28, 30, 3L 
IV. casJl, „ cäsi 7-21, 32. 

2. i m p & r a t I. impJlrat, PI. -t 1—26, 28, 29, 32—43. 

II. impärat, „ „* 27, 30, 31. 

3. bas. I. bas [acuma] 1 — 43. 

4. cämasä. I. cämeasä, PI. cämes 43. 

II. cäm^sä, „ „ * 12—42. 
IIL cÄm^s^ „ „ 9—11. 



102 Beschreibung der Dialekte. 

5. mälaiü. I. mälaji, PI. -ie 1—7, 9—20, 23—26, 

^° 32—43. 

II. mälaJi, „ „ 8, 21, 22, 27—31. 

6. fasoale (ban. pasula) ersetzt durch mazare, es sind 

folgende Formen aufgezeichnet: 

I. mazare 1, 2, 37—40. 
II. mazere 3, 8. 

III. m ädere 4 — 7. 

IV. madäre 9, 19—25, 26, 33—35, 42, 43. 
V. mazare 10—12, 14—18, 25, 28, 29, 

° 32, 36, 41. 
VI. madäre 27, 30, 31. 

7. grädinä. I. grädinä, PL -n 1, 37—40,42. 

II. grädinä, „ „ 2, 3. 
III. grädinä, „ „ 4—36, 41, 43. 

8. mär. I. mär, PL mer 1—7, 9, 10, 

II. „ „ mer 8, 11—42. 

III. mer, „ „ 43. 

9. pär. I. pär, PL per 1—7, 9, 10. 

IL „ „ per 8, 11—42. 
III. per, „ „ 43. 

10. oväs. I. oväs 1—42. 

IL oves 43. 

11. deget. L dezet 7, 8. 

IL dezet 10, 23—32, 36, 41, 43. 

III. d^st, PL -sce 11, 15. 

IV. „' „ -sce 12, 14, 16—22, 33— 

35, 42. 
V. „ „ d^st'e 37—40. 

12. peutru. I. pintu 1, 8, 12, 14—16^ 43. 

II. pintru 2, 3, 6, 37—42. 

• IIL pintru-se 4, 5, 7—11, 17—36. 



BcschrcibuDg der Dinlckte. 108 

U, dc-la. I. di-ltt 1 (isoliert). 

II. äe-la 1-8, 37—40, 42. 

III. (l^la 3. 

IV. de-la 4—36, 41, 43. 

U. inel. I. iAel, PI. -e 1, 2. 

II. iiiel, „ iri^fe 27. 

III. irt§l, „ ili&le 3—7, 37—40. 

IV. irtäl, „ „ 8, 9. 

V. „ „ irtäiä 10-26, 28—36, 41, 
42, 43. 

15. inimJl. I. irtiinä, PI. iüimj[ 1 — 43. 

16. togma. I. tomna 5, 8, 11, 12, 14, 31, 33, 43. 

II. tumna 9, 10, 15—18, 24—30, 32, 

34—36, 38-42. 

17. romtn. I. rnmin, PI. -ö 1—43. 

18. b ritt. I. briu, PI. brluri 1, 3-6, 8, 12, 14— 

21,27—31,33,37-40,43. 
II. „ „ brilie 2, 7, 9, 22—26. 

III. „ „ brlö§ 10, 11, 32, 34—36, 

41, 42. 

IV. „ „ briie 36. 

10. f ritt. I. friu, PI. frinri 1, 4, 5, 8, 14-24, 27— 

31,33,35,37—40,43. 
II. „ „ frllie 2, 4-9, 12, 25, 26. 

III. „ „ frlii§ 10, 11, 19, 20, 32, 34, 

36, 41, 42. 

IV. „ „ frU§ 36. 

20. grill I. grltt, PI. grluri 28, 30, 31, 36-38. 

IL „ „ griüe 1—3, 5, 12, 16—18, 
21—27,29,33,39,40. 

III. „ „ grlüä 8-11, 15, 32, 34, 35, 

41—43. 



104 Beschreibung der Dialekte. 

IV. griu, PL griniie 19, 20. 
V. „ „ grinate 3. 
VI. „ „ holde de griu 4, 7, 18. 

21. pinä. I. pinä 14, 16, 18—20, 30, 35, 38— 

40, 43. 
IL pin 31. 

III. pänä 15, 22. 

IV. punä 7—12, 17, 18, 21, 23—29, 32 

—34, 36, 37, 41, 42. 



22. 


nisip. 


I. 


näsip 1 — 43. 


23. 


aud. 


I. 


aiid 1—43. 


24. 


aur. 


I. 


aor 1-43. 


25. 


graur war nicht überall zu belegen, man hört aber 




doch 


eine Menge von Formen, die sehr interessant 




sind. 










I. 


graor, PI. -ri 33. 






IL 


graore, „ „ 6, 7, 16, 43. 






III. 


grauore, „ gräuri 8, 31. 






IV. 


grangor e, „ granguri 8, 10. 






V. 


grangure, „ „ 9, 22. 






VI. 


grangor, „ grangori 23, 25, 26, 28. 


26. 


gaurä. 


I. 


gaorä, PI. gäori 33, 35. 






IL 


„ gäuri 1, 5, 6, 7, 9, 12, 17, 
21, 38, 40, 41. 






III. 


„ gaori 8. 






IV. 


ganorä, „ gäuri 14—16, 18, 20, 22, 
25, 28, 29, 32, 34, 
36, 37, 39, 42. 






V. 


„ gäuori 10, 11. 






VI. 


„ „ gäuor'e 4, 19. 






VII. 


gäiirä, „ -r 2, 3. 



VIIL hudä 23—27, 30, 31, 41, 43. 



Besohreibuog der Dialekte. 105 

27. adans. I. adap 1—11, 15, 16, 22, 25, 26. 

IL adayz 42. 

III. adaQs 43. 

IV. adaoz 14, 17—21, 23, 28, 29, 32—41. 
V. adau94 24. 

VI. adaud 12. 

VII. adaQZ 27. 

VIII. adauot 29. 

IX. azutorintä 10. 
> 

In 30 und 31 wird statt adange das magyarieehe 
toldui gebraucht. 

28. eapä. I. japä, PL iepe 2, 4—6. 

II. „ „ im 1. 9. 12, 16-26, 28, 
29, 32—43. 

III. „ „ iepe 7, 8, 10, 11, 14. 

IV. iapä, „ i^pe 3, 15, 27, 30, 31. 

29. e a r b 1 • I. jarbä (ohne Plural) 11,12, 24, 26, 43. 

II. iärbä „ „ 31. 

III. iarbä, PI. Ä^rbji 1, 2, 9, 10, 15, 18, 

20, 21, 28, 32, 34, 
36—38, 40-42. 

IV. „ „ ierfce 3, 4, 14, 23, 29, 30, 

33, 39. 
V. „ „ ierbnri 5-8, 16-20, 22, 
25, 27, 35. 

30. peanä. I. peauä, PI. p?öe 3—8, 14, 18,20,21,43. 

IL \ „ p?rt? 9-12, 15-17, 19,22 
—30, 32—36, 41, 42. 
IIL peänä, „ p^ne 31. 
IV. panä, „ p^üe 1, 2, 37—10. 

31. e r e a 8 1 {i. I. crastä, PI. cf^tÄ 1, 2, 3, 6, 14—18, 20 

—22, 24—30, 32— 
39, 41, 42. 



106 Beschreibung der Dialekte. 

IL efastä, PI. cfestä 4, 5, 7, 9, 12, 40. 

III. „ „ crest^ 8, 10, 11, 19, 23, 43. 

IV. efästä, „ cr^sce 31. 

32. masä. I. masä, PI. m^sa 1, 2, 11, 12, 14—18, 

22, 30, 33, 34, 36— 
40, 42. 
IL mäsä, „ „ 31. 
IIL measä, „ „ 3—10, 19—21, 23— 
29, 32, 35, 41, 43. 

33. mäsaiü. I. mäsai 30. 

IL mäsäi 31. 

IIL mesai 5—7, 25—29, 32—36, 41, 43. 
IV. mesai 8. 

V. mesari 10—12, 14—22, 37—39. 
VL mesäritä 9, 22—26. 
VII. mäsäritä 40. 
VIII. mesäne 42. 

34. fatä. L fatä, PL fete 1, 37, 39, 40. 

IL „ „ f^te 2—6, 12, 42. 
IIL „ „ fece 7—9, 17—22, 24—26, 

28, 29, 32—36, 41. 
IV. „ „ fece 10, 11, 14—16, 23. 

V. fatä, „ fece 27, 30, 31. 
VL featä, „ „ 43. 

35. nevastä. L lievasta, Pl.iiev^stä 1—26, 28, 29, 

32—36, 41. 
IL nevastä, „ „ 27, 30, 31. 
III. neveastä „ nev^ste 43. 

3G. oalä. L iialä, PL -le 23, 25, 29, 36, 42. 

IL ^ „ „ -lel— 9,11,16— 20,37— 41. 
IIL „ „ -le 10, 12, 14, 15, 21, 22, 24, 
° 26—28, 30—35, 43. 



Besobrelbuog der Dialekte. 107 

87. moarä. I. myara, PI. mof 1—12, 14—17, 20, 

32, 37—43. 
IL „ „ muori 18, 19, 21-31, 
33-36. . 
38. ploaie. I. plßaie, PI. plQi 1, 37, 39, 40. 

II. plHaJie, „ „ 2—9. 

III. pluaiä, „ „ 10—12, 14-36, 41 

—43. 
89. subsuoarä. I. susuparä 1—30, 32 — 43. 
IL susnärä 31. 

40. chiag. L k&g, PI. -uri 1, 2. 

IL tag, „ „ 3, 37-40, 42. 
IIL cag, „ „ 4-12, 14-26, 28, 29, 
32—36, 41, 43. 

IV. 6aff, „ „ 27,30,31. 

41. Inchicg. I. ink^ig 2. (1. strlnje laptele). 

IL lnt§g 3, 37—40, 42. 
IIL in6^g 4—12, 14-36, 41, 43. 

42. ochitt. L gt 1, 2. 

IL Qt 3—5, 7, 37—40. 

III. Qt (wenig geflttsteH) 6. 

IV. oc 8—12, 14, 16—18, 23. 
V. UQt 42. 

VI. UQ6 15, 19—22, 24—36, 41, 43. 

43. vechiü ist verdrilugt durch bätrin (gleich dem 

Banaterdialekt). Es ist jedoch in der Redeweise 
om v?6 in 10, 11, 18, 21 zu hören. 

44. curechiü. L cur?t(k) 1, 2, 40, 42. 

IL cur?6 14, 15. * 
IIL curet 3, 37—39. 
IV. eureö 4—12, 19—21, 23—26, 32— 
36, 41. 

V. cufeö 27—31. 
VL curiö 16—18, 22, 43. 



108 Beschreibung der Dialekte. 

4:0. ghiatä. I. ((ata 2. 

IL data 22. 

III. ^atä, PI. det, deturi 1, 39, 42. 

IV. „' „ dete 3,' 19, 37, 40. 
V. „ „ -uri 4, 5, 38. 

VI. data, „ „ 6—12, 14—18, 20, 23 

—27, 32—36, 41, 43. 

VII. „ „ det 21. 

VIII. data, „ -te 31. 

IX. data, „ -tä 29. 

X. data, „ -ur 30. 

46. unghie. I. und'iie, PI. -li 1—3, 37—40, 42. 

IL undiie, „ undii 31. 
IlL undiie, „ -ii' 4—9, 12, 14—18, 22 
—30, 32—36, 41, 43. 
IV. imdinä, „ -n 10, 11, 19—21, 26. 

47. mierlä. L nmerlä, PL -le 1, 2, 11, 12, 14—20, 

22, 25, 33, 37—40, 42. 
IL mierlä, „ „ 6-8, 26, 27, 32^34 

—36, 41. 
IIL mierlä, „ „ 27, 28, 29. 
IV. mMä, „ „ 3—5, 9, 10, 21, 23, 

24, 30, 31, 43. 

48. mierloitt. L miierM 1, 2, 11, 12, 14—20, 22, 25, 

33, 37—40, 42. 
IL mierlon 6-8, 26, 27, 32, 34—36, 41. 

III. mierlon 27, 28, 29. 

IV. mirloii 3—5, 9, 10, 21, 23, 24, 30, 

31, 43. 

49. miercuri. L mnercuf 1, 2, 9, 11, 12, 14—20, 22, 

23, 25, 33, 37—40, 42. 
IL miiji^ercuf 10. 

IIL miereui- 3—8, 21, 24, 26—32, 34— 
36, 41, 43. 



BMohreiboog der DUlekte. 109 

50. fier. I. fi^r, PI. fi§r§ 3-11, 23-33, 35- 

37, 41. 
IL „ „ f^r& 12, 14-22, 27, 38- 

40, 42. 
in. „ „ fier& 43. 
IV. f^r, „ f?re 2. 
V. „ „ f?r& 34. 

51. fiere. I. ft^rä, PI. fM 5-7, 23, 26, 34-36. 

IL fi^riiä, „ fi9r§ 24, 33. 

IIL fi§f&, „ fi§r§ 3, 4. 

IV. „ „ ü^rft 43. 

V. figrijiä, „ fi^ri 8, 25. 

VI. %rä, „ „ 9, 10, 29, 30, 32, 41. 

VII. %riiä, „ fi^rii 11. 

VIIL fji^rä, „ fi?f& 27, 31. 

IX. f?rj[ä, „ fM 14-17, 28, 38, 40. 

. X. f^riia, „ mi 12, 19-22, 37, 42. 

XL f?re, „ f?rji 2, 17. 

XII. f^r§, „ f?r§ 39. 

52. vital. L Yit&l, PI. -ei 1—3. 

IL vikt „ -&ji 4—7. 
IIL vit&l „ „ 8—43. 

53. piuä. I. piuä, PI. piU& 3, 4, 14, 15, 29, 30, 40. 

n. „ „ me 8, 42. 
IIL „ „ pii5-7, 9, 11,19-28,31 

—36, 41, 43. 
IV. „ „ piie 1, 2, 37-39. 
• V. „ „ piie 10, 12, 16-18, 25. 

54. pisez. L pisez 1, 2. 

IL pis&z 8, 9, 11, 12, 14-18, 25, 28, 29, 

32, 33, 36—40. 
IIL pis&d 3-7, 10, 19-24, 26, 27, 30, 
* 31, 34, 35, 41—43. 



liö 




Beschreibung der Dialekte. 


55. 


piept. 


I. piept, PL -m 3—12, 19, 20, 22—36, 

41, 43. 
II. „ „ -121. 

III. ptept, „ -uri 42. 

IV. pcept, „ pcepturi 15—18. 
V. „ „ cepturi 14. 

VI. tept, „ -uf 2, 37—40. 
VII. kept, „ -uri 1. 


56. 


piepten. 


I. piepten, PI. -e 3—6. 
II. piaptän, „ pi^pcene 43. 

III. piepcen, „ -e 7, 16, 20—36, 41. 

IV. piepcen, „ -e 8—12, 19. 
V. pt^pten, „ -e 42. 

VI. 6epcen, „ -e 17, 18. 
VII. öepcen, „ -e 14, 15. 
VIII. tepten, „ -e 2, 37—40. 

IX. kepten, „ -e 1. 


57. 


piaträ. 


I. piaträ, PI. pietri 2 4, 6, 8 12, 19 

—36, 38, 39, 41, 43. 

II. „ „ petri 5, 7, 15, 37, 40, 42. 

III. [p]katrä, „ pketri 1. 

IV. pcaträ, „ pcetri 14, 16—18. 


58. 


bine. 


I. bine 1, 2, 37, 38, 40. 
IL bin§ 3. 
m. biiie 4—36, 39, 41—43. 


59. 


eine. 


I. eine, PI. -ii 1—43. 


60. 


mine. 


I. mine 1—43. 


61. 


eäleliü. 


I. eälcine, PI. -n 3—11, 21—25, 27— 
29, 32, 33, 35, 36, 
41, 42. 



II. cäiciri, „ -iie 1, 12, 16—20, 31, 39. 
III. „ „ -n°2, 15, 26, 30, 34, 37, 

38, 40, 43. 



ßeschroiboDg der Dialekte. 111 

IV. cälcli, PL -rto 14. 
V. „ „ c&lcU 40. 

02. V u 1 p a i e. I. vulpoofie 1, 4—7, 9—12, 18—21, 24, 

25, 29—32, 35, 37—41, 43. 
II. hulp^atie 17. 

III. vulpe 3, 5, 7—12, 18—43. 

IV. hulpe 14—17. 

63. vulpoitt. I. vulpQrt 1-12, 18-43. 

II. hulpoli 14—17. 

64. lupoaie. I. lup^alie 2—12, 14, 16—36, 38—43. 

IL luposiicä 1, 15, 37. 

65. nrsoaie. I. ursgalie 1 — 12, 14 — 41, 43. 

II. ursä 42. 

66. purcar. I. porcar 1—12, 15—18, 20—26, 28— 

41, 43. 
• II. purcaf 14, 19, 27, 42. 

67. väcar. I. v&caf 1—12, 14—30, 32-43. 

II. vacäf 31. 

68. bonar. I. bo^ar 16—20, 22, 24—26, 28, 29, 

32-36, 38-40, 42, 43. 
II. bohari 21, 29, 35, 41. 

III. boi?r 27, 30. 

IV. bo^r 31. 

69. mugar. I. mägafl— 12,14— 20,28— 29,32— 43. 

II. m&gaf 27, 30. 
III. magäf 31. 

70. vätrai. I. v&trai'i 11 2, 14- 26,28,29,30,32-43. 

n. v&traü 27. 
III. v&trÄrt 31. 

71. cale. I. caie, PI. cäl 1—12, 14—22, 25, 26, 

28-30, 32-42. 



112 , Beschreibung der Dialekte. 

IL cäie, PL cäl 31. 
III. cale „ cäi 23, 24, 27, 43. 

72. vale. I. val'e, PL väl 1—3, 5, 8, 10, 14—21, 

26, 28—30, 39—42. 
IL väle, „ „31. 

III. val'e, „ väi 4, 6, 7, 9, 11, 12, 22—25, 

27, 32—38, 42, 43. 

73. cinci. L eine 1, 2, 37—40, 42. 

IL ^Ts 3—7, 9, 12, 14—37, 41, 43. 
IIL si^ 8, 10, 11. 

74. rece. L rece 1, 2, 37—39. 

IL räce 40, 42. 
IIL re^e 30, 35. 

IV. re^§ 3—6. 

V. re^ä 7-12, 14-21, 23-29, 32-37, 41. 
VL r^^ä 22. 
VIL r^^ä 31, 43. 

75. sprinceanä. I. sprincana 37, 39, 40, 42. 

IL sprtnlanä 5—12, 14—17, 37, 38, 43. 

III. sprincana 31. 

IV. sprinsanä 20, 23—30, 32—36, 41. 
V. spri^ana 18. 

VI. spri^ana 21. 

76. cerci. L 6er6 2, 37—40, 42. 

IL ^er^ 3-12, 14—36, 41, 43. 

77. ger. L ger 42. 

IL jer 1, 39, 40. 
IIL jär 2, 37, 38. 
IV. zer 3—12, 14—37, 41, 43. 

78. geanä. I. gana 42. 

IL Jana 38—40. 

IIL zanä 4—12, 14—30, 32—37, 41, 43. 
IV. zäna 31. 



BosohreibuDg der Dialekte. 113 

79. degerai I. dejerat 2. 

IL dej&rat 37, 40. 

III. dederat 23, 24, 26, 43. 

IV. dezerat 6—8, 19, 20, 29, 30. 

V. d^z&rat 9, 10, 21, 22, 25, 27, 28, 32 

—36, 41. 
VI. diierat 31. 
VII. gegerat 42. 
VIII. jejerat 1, 38, 39. 
IX. zezerat 3—5, 11, 12, 14—18, 35, 36. 

80. vergt. I. verg 42. 

II. verj 1. 

III. vers 37. 

IV. värj 2. 
V. v^rz 3. 

VI. v?rz 4—12, 14—21, 24-29, 32—36. 
Statt veargä-verg findet man in 22, 43 anch 
brj[azdA-e. In 21 vUeä, in 22 vil^, in 30 dungä, 
daneben aber auch urmä, in 31 nur nrmä. 

81. jug. I. jug 1, 2, 37-40. 

IL zug 3—12, 14—36, 41, 43. 
IIL gug 42. 

82. jol L joi 1, 2, 37—40. 

IL ioi 3—12, 14—36, 41, 43. 

m. goi 42. 

83. Joe. I. Joe 1, 2, 37—40. 

IL zoc 3—12, 14—36, 41, 43. 

III. goc 42. 

84. tinär. L 6n&r 1—3, 37—40, 42. 

IL 6in&r 4—12, 14-36, 41, 43. 

85. teil L kx 1-3, 37—40, 42. 

IL 6?i 4—12, 14-36, 41, 43. 

Popovici, Dialekte. 9 



114 Beschreibung der Dialekte. 

86. Intinde. I. intinde 1—3, 37—40, 42. 

IL incinde 4—12, 14—36, 41, 43. 

87. des. L des 1—3, 37—40, 42. 

IL des 4—8, 10, 11, 15, 27—36, 41, 43. 
IIL des 9, 12, 16—26. 
IV. des 14. 

88. unde. L uiie 1—12, 14—26, 28, 29, 32—42. 

IL in (ce dus) 27, 43. 
IIL ine (mer) 27. 
IV. inde 43. 

V. un ( ce dus) 30, 31. 

89. din. I. din 1—3, 37—40, 42. 

IL din 4—12, 14—36, 41, 43. 

90. dinte. L dinte 1—3, 37—40, 42. 

IL g'ince 43. 

IIL dince 4—7, 11, 12, 14—36, 41, 43. 
IV. dince 8—10. 

91. verde. 1. v§rde 1—3, 37—40, 42. 

IL v^rde 4—12, 14—36, 41, 43. 

92. eheie. L teie 1—3, 37—39, 42. 

IL t'^ie 40. 
IIL ceTe 4, 5. 
IV. c^ie 6—12, 14—36, 41, 43. 

93. eh lern. L tem 1—3, 37—40, 42. 

IL cem 4—12, 14—36, 41, 43. 

94. ghiem. L dem 1—3, 37—40, 42. 

IL dem 4—12, 14-36, 41, 43. 

95. praf. L prav 1—5, 8—12, 15—21, 23, 25, 26, 

28, 35, 39, 40, 42. 

IL prau 6, 7, 14, 22, 24, 27, 29—34, | 

36—38, 41, 43. | 



Besohrelbnng der DUIekt«. 115 

9«. vraf. I. vrav 3—5, 8—12, 14—21, 25, 28, 35, 

37, 89, 40, 42. 
II. yra« 6, 7, 22—26, 29—34, 36, 38, 
41, 43. 
In 1,2, 27 wird statt vraf nur grämadä gebraucht 

97. hädärag. I. hädärag 12. 

IL hadäräg 33. 
III. h&t&räg 27, 43. 
lY. bädäräg 6, 42. 
V. hodoräg 9, 32. 
VI. hodäräg 10, 21, 23, 40. 
VII. hod&rag 14, 16. 
VIII. ad&rag 18. 
IX. odär&g 29. 

98. Imbläcin. I. Imbladiu 38—40, 42. 

II. imblasiu 3—12, 14—37, 41, 43. 

99. bätrln. * I. b&trin 1—12, 14—43. 

100. corb. I. corb 1—12, 14—43. 

101. bärbat. I. bärbat 1—12, 14—26, 32—43. 

II. bärbut 27, 30. 
UI. bärb&t 31. 

102. pulbere. I. pulbere 1—9, 11, 12, 14—43. 

II. purbele 10. 

103. drept. I. dirept 1, 2, 37, 40. 

II. dirept 3, 9, 10, 16—21, 23, 38. 
III. dir'ept 4—8, 11, 12, 14, 15, 22, 24 
—36, 39, 41—43. 

104. dreptate. L direptate 1, 2, .37, 39, 40. 

II. difeptatc 42. 

III. direptaöe 3, 38. 

IV. difeptade 4—6, 9, 10, 14, 19—21, 

23, 29. 

8* 



116 Beschreibung der Dialekte. 

V. difeptade 24—28, 30—32, 84—36, 

41, 43. 
VI. direptace 7, 8, 11, 12. 
VII. aer°eptace 33. 
VITI. dereptace 16—18. 
IX. difeptu 15, 22. 

105. indrept. I. indirept 1, 2. 37, 39, 40. 

IL indirept 42. 

III. indirept 3, 16, 38. 

IV. indirept 8, 10, 11, 15, 17—21, 29. 
V. indirept 4—7, 12, 14, 22—28, 30— 

36, 41, 43. 

106. nädejde. I. nadejde 1, 40. 

IL nädejde 26, 30, 31, 38. 
IIL ned^jde 2—7, 37, 39, 42. 
IV. ned^jde 8, 9, 14—17, 20, 21, 23—26, 

29, 32—34, 36, 41, 43. 
V. üed^jde 10—12. 
VI. n^d^jde 18, 19. 
VIIL üid^jde 22, 27, 28, 35. 

107. primejde. L primejde 27—29, 31, 32, 43. 

IL primejde 3—7, 16. 

III. primejd^ 9, 10. 

IV. primejde 33—36, 41. 

V. primejde 8, 11, 12, 14, 15, 17—26, 

36. 
VI. primejdiie 30, 
VII. primejdiie 1, 2, 37—40, 42. 

108. megie. L mejdina 1, 2, 5, 7, 37—40, 42. 

IL mejdina 8, 9, 19, 20. 

III. mejdina 10, 21, 23—29, 32—34, 36, 

41, 43. 

IV. m^jdinä 3, 4, 6. 



Besohreibuog der Dialekte. 117 

V. merfinä 11, 12, 14—18, 22. 
VI. mejdin& 30, 31, 35. 

109. peste. 1. p^te 1, 2, 37—40, 42. 

II. p^s6$ 3—12, 14—36, 41, 43. 

110. stie. 1. stiie 1, 2, 37—40, 42. 

IL s<iii§ 3—12, 14—36, 41, 43. 

111. schimb. I. stimb 1, 2, 37—40, 42. 

IL s6imb 3—12, 14—36, 41, 43. 

112. dimp. L dimp 1—12, 14—43. 

113. poruncä. L pornncä, PI -t 1, 2, 37—40, 42. 

IL „ „ -^ 3-12,14—36,41,43, 

114. cind. I. ein 1—12, 14—43. 

115. c&lcind. L cälcin 1—12, 14—43. 

116. rind. I. rlnd 1—12, 14—43. 

117. grindä. L grindä 1—12, 14—43. 

118. sftnt. . L sfint 1—12, 14—43. 

119. izmanä. I. izmana, PI -e 1, 38—40. 

II izmeanä, „ „4—12,14—22,24—30, 

32—37, 41—43. 
IIL izmeänä, „ „ 31. 
IV. PI. nur in 2, 3, 23. 

120. a sfätui. I. a sf&tni 12,14—18,22,23,37,39,40. 

IL a sfetui 1—11, 19—21, 24—29, 32 

—36, 38, 41, 42, 43. 
IIL ersetzt durch a vorbi in 30, 31. 

121. sfat. L sfat 3, 12, 14—18, 22—24, 30, 37. 

IL sfeat 4—11, 19—21, 25—29, 32—36, 
38, 41—43. 

122. jghiab lebt blofs in der Form jdab in Bätrina, doch 

mit Bedeutungswandel, es heifst dort ein tiefes, 
schlechtes Tal. Die Worte, die jghiab ersetzten, 
sind folgende: 



118 Beschreibung der Dialekte. 

I. jilip 1, 12, 14—16, 36, 38—40. 
IL scoc 2—11, 17—22; 24—37, 42. 

III. väläu 10, 23, 37, 41, 42. 

IV. iziturä 42. 

123. I. vesmiut, II. haiaa, III. toale. 

'iL nur für Frauen 2,' 8, 15, 19, 20. 
IIL 1—12, 14—43. 

124. I. adine, IL afund. 

IL 1—12, 14—43. 

125. I. luncä (im Tal), IL eimp (am Berg). Die Re- 

partition ist genau in allen Dörfern. 

126. I. muncä, IL lucru. 

II 1—12, 14—43. 

127. I. cinste, IL onoare. Es war nur cinste zu hören 

in den gewöhnlichen phonetischen Nuancen. 

128. I. vreme, IL timp. Vreme ist im allgemeinen Zeit, 

timp in den Formen timp und cimp bezeichnet 
nur „gute Zeiten" (Ernte): ie cimp bun (s-o croit 
bine). 

129. I. veste, IL stire. Stire ist verdrängt durch veste, 

die meist in der Form v^sta vorkommt. 

130. I. etllp (beim Tor), IL sageatä (beim Gang). Die 

Differentiation ist tiberall streng gewahrt. Laut- 
lich ist das letzte als sazata und sajata (nur in 
40) aufgezeichnet. 

131. I. vilvä, IL pazä. Bekannt nur vilvä. 

132. I. cirpä (für die Frauen), IL kiskiiiäu oder cisciiiäu 

(für die Mädchen). 

133. I. scirbä, IL greatä. In der Zirkulation I. In Meria 

wird dafür nahaz (= nacaz) gebraucht. 



Besohroibung der Dialekte. 119 

rU. I. 8&Ias (Merin Räl&s), II. odaiä. 
II. nur in 14 gehOrt 

135. I. betesag, II. boalä. Boalä wird meiBtens Hlr 
Tiere gebraucht. Man hört es seltener auch fttr 
MeuBcben in 18, 21, 23—25, 82, 39, 42. 

130. I. mester, II. maistor. II. wird in 10, 18, 24, 25, 
27—29, 33, 35, 36, 37, 39, 42, 43 gebraucht, sonst 
ist nur mester (mester und mester) zu hören. 

137. I. ogas, II urmä, III. pirte. 

'l. 1—12, 14—30, 32—36, 38—41. ogäs 31. 
II. 32, 37, 42, 43. 
III. piröe 18. 

138. I. mintui, IL scäpa. Zu belegen war II. 

139. I. kin, II. muncä. Belegt ist nur I., auch greQrofnt 

in 7—9. 

140. I. gtnd, II. cuget. Ueberall I., ausgenommen 42, 

wo auch II. zu belegen ist. 

Ich habe die Zahl dieser Fragen beschränkt. Sie 
war gut um 40 Nummern gröfser als diejenige, die ich hier 
wiedergebe. Ich mufste mich kürzer fassen. Beim Ab- 
fragen der einzelnen Worte habe ich fünf Momente im 
Auge gehabt: A. die vokalischen Verhältnisse in den 
Nummern 1—22, B. die Diphthonge 23—39, C. die Kon- 
sonanten 40 — 98, D. die Konsonantengruppen 99 — 121 
und E. die Zirkulation und die Selektion der einzelnen 
Wörter bei den verschiedensten fremden Einflüssen 122 
bis 140. So war ich bestrebt die Sprache, die die 
MuntenK und P&durenl sprechen, kurz und bündig 
zusammenzufassen. Es ist nur natürlich, dafs meine 
Schlagwörter in der Lautlehre dem Erb- und erworbenen 
Wortschatze entnommen worden sind. 



120 Beschreibung der Dialekte. 

A. Die vokalischen Verhältnisse. 

Die Dialekte kennen drei Nuancen des a: ein a 
(mittleres), ein a (geschlossenes) und ein ä (fast q). Die 
Verteilung ist folgende: a ist am weitesten verbreitet, sei 
es primär oder sekundär entstanden; a wird in Batrina 
(27) und in beiden Luns (30 a, b) gesprochen, ä teilweise 
gemischt mit (t ist nur in Meria (31) zu Hause. Nach 
meinen subjektiven Eindrücken ist dieses ä mit ir. ä 
(nach Bartoli und mir, q nach Weigand) lautlich identisch. 
Es wird artikulatorisch mit einer leichten Lippenrundung 
gebildet, dadurch wird das Orifieium des Mundresonators 
verkleinert, die Folge davon ist die Vertiefung der Eigen- 
höhe des a, und so muls sich die Klangfarbe des Vokals 
verändern, denn die harmonischen Verhältnisse der Parzial- 
töne sind infolge der Aenderung anderer Natur. In diesem 
Umstände suche ich die Erklärung des ä. Ich kann in 
keinem Falle hier einen fremden Einfluls sehen. Es ist 
dies nur eine natürliche Folge der Gewohnheit, und diese 
wechselt von Ort zu Ort, von Land zu Land, von Volk 
zu Volk. Die Aussprache von a als ä kommt noch im 
Banate vor. Weigand i) will das ä aus dem Magyarischen 
erklären. Wäre dieses ä nur im Banat und bei den 
Pädureni vorhanden, dann könnte man auch an einen 
parallelen Einfluls des Magyarischen denken, ä ist aber 
allgemein verbreitet in Istrien, und anzunehmen, dals auch 
das ir. ä vom Magyarischen herrührte, wäre — meiner 
Ansicht nach — gänzlich verfehlt. Ich habe im Sommer 
1904 eine Reise in die (>- Gemeinden Banats unternommen, 
um das ä an Ort und Stelle zu untersuchen. Dort habe 
ich alle magyarischen Elemente des Rumänischen, die 
magy. a enthalten, geprüft und ich konnte mich über- 
zeugen, dals rum. ä vom magy. a ganz verschieden ist. 



1) Der Banaler Dialekt, Leipzig 1896, 35. 



Beflohreibnng der Dialekte. 121 

Die Lippcnrnndung des rnm. A ist nnbedentender als die 
do8 magy. a. Die Eigenhühe, die Dauer und die Klang- 
farbe dieser Laute sind auch verschieden. Lantphysio- 
logisch kann ieh einen Zusammenhang zwischen rum. (f,-A 
und mapy. a nicht anerkennen. Die Stellung der Sprach- 
geschichte zu dieser Erscheinung kann ich vorderhand 
nicht endgültig feststellen. Ich glaube aber, dafs ^i-d 
der PJldurenK von d in Banat und Istrien nicht zu 
trennen ist. 

Rum. ä aus e nach Labialen in harter Stellung, sowohl 
in Erb- wie auch in Lehnwörtern und aus a, z. B. sfäiui 
(Nr. 120), nädejde (Nr. 106) zeigt zwei Entwicklungen: 
entweder wird es bewahrt, oder es wird als e (mittleres 
und auch geschlossenes) gesprochen. Reines e wird in 
43 gesprochen. Analog ist diese Erscheinung auch auf 
die Namen übertragen: Fetru — Petru, Peitn — Peuna 
(Taufnamen), Zejya : Zäpa aus Zapa (Familiennamen). 
Das Auftreten ist ttber 43 hinaus verbreitet: so findet 
sich Petru in Tomesti bei Fäget, Pcuna in Batta am 
Maros, Peun (öfters auf dem Gebiete der Pädurenl), Petra 
in Almäj, Zepa in Lunca ^erüi de sns, Zäpa in Lunca 
Serni de i^os und in ^ernisoara. 

B. Die Diphthonge. 
Der Diphthong au kennt folgende Entwicklungen: 
1. au, nicht aber vor r, doch vor i*, 2. ao (aufgelöst) 
und 3. auo. Ausnahmen von diesen Entwicklungen sind 
nur spUrlich vorhanden, so habe ich belegt gä^rä in 2, 3, 
vielleicht eine analogische Anlehnung an den Plural, 
ebenso ga^ri (8) Anlehnung an den Singular. Gra^fe 
findet sich in vier Orten. Der Diphthong ea kennt folgende 



') Cf. Keoherches exp6riment&les sur nne proDoooi»Uon roa< 
maiue, S. 43. 



122 Beschreibung der Dialekte. 

Formen: ia, eä, 'a. Erhalten in featä-neveastä (43), ver- 
einfacht nach Palatalen: cfastä, verändert {eä, 'ä) in Meria: 
peänä, mäsä; im Anlaut ist es ia: iapa, %arbä etc. Der 
Diphthong oa ist zu im oder zu ä (monophthongiert) ge- 
v^^orden, über die Verteilung der verschiedenen Nuancen 
s. Schlagwörter (S. 106/7). 

Andere Diphthonge späteren Ursprungs sind gelegent- 
lich in den Texten aufgezeichnet. 



C. Die Konsonanten. 

Der Konsonantismus dieser Dialekte lälst sich kurz 
und synoptisch in 12 Punkte zusammenfassen. Die geo- 
graphische Verbreitung jedes einzelnen Phonemens ist 
bei der Aufzeichnung der betreffenden Worte zu suchen. 

1. Lat. d > k — t — 6: ok — oi — oc, kag — tag — cag. 

„ gl > g- d ä: gatä—dafä—äaja, ^em-dem—ctem. 

2. Die Labiale von j, sind teilweise bewahrt, teilweise 
verändert; die erste Erscheinung ist allgemeiner, die 
zweite spärlicher. 

m—mn-mi : mxerlä-mnerlä-mirlä-mjfircur-mnercur. 

f fi- fi^'f', fi^v-ct —f^rc. 

V vi : vijäl — vi ja. 

p pi: piuä, pisez. 

pi (-e, -a): pk — pt — pc: piaträ — pkaträ—pcatra. 
k — t — c: k^pten — tep ten — cepcen. 
h — &; hine. 

3. -n- ist bewahrt: cin§, mm§, cälcin. 

4. Urrum. n bewahrt: vulpoane, ursoane, lupoane. 

„ r » : porcar, vacaf, magaf. 
„ l » • Cttlß — c^h vale — väl. 
Im Anlaut ist das urspr. l zu ^ geworden: jfipure, iute. 



Besohreibnng der Dialekte. 123 



l<f — i; rä6e—re4e, 6fr6 — rf^ri. 



ö—O: re^e, 
6 — S: rä6e- 

^ ' IcT— /; dejserat — ieierat. 

y[a]—»: JBOi, eoc, aug. 
7. ti,i I f—0: fin, 

Die folgende Erscheinnng ist sekundär eingetreten. 
tie' [k]—i—6: (k^l banJ— /'ßj— cfi ans teiü. 
d\i\ ^ — d — <f: 0n6e — dinte — dince aas dinte. 

- ., ( k — t — 6: cheie — texf, chietn — tftn — 6fm. 
*^ * \ (f—d — d: ghiem — dpm—d^ßm. 

_ - . _ , „ . f a) bewahrt: hädärag, hotar. 
9. n in Lehnwörtern { , ( , j v 

l b) verloren: adärag. 

10. Urep./. im Atsl. zu f-v^ { Pr«h-l>raf^pra^rag. 

' ' '' l vrah—vraf—vrav—vrafi. 

11. V — h: vulpe — hulpe, hulpQn aus vulp^ii, 

Pas V wird in mehreren Wörtern und Orten zu h: so habe 
ich in Grädiste im Jahre 1898 in einem Gedieht hniet 
statt vuiet gehört: Cit huiet aude — iSi j[a nu räspunde. 

12. Ich habe auch einige merkwürdige Formen, die 
nicht immer gentlgend klar scheinen, aufgezeichnet: nähojs 
statt näcaz, hohar statt homf aus *bovar, un<^ii, Plur. von 
unghic statt umtix etc. 

D. Die Konsonantengruppen. 
Es werden nur die hauptsächlichsten Gruppen be- 
trachtet. 

1. t\ , i tr: läMn. 

"4" T \ { 

dl ld[e, t]r; dirept, derepta6c. 



124 Beschreibung der Dialekte. 

n (rh: corb, härhat. 

2. r ] , 

j> -i-ollb: pulbere aber Siueh purhele mit Umstellung 

( des I und r. 

3. st — st — sc: stiu — stiu — sciu, peste — p§ste — p^sc§. 
jd — jd—jä: nädejde — nadejde — nääejäe. 

4. 5^ — st — sc: skimh — stimb — scimb. 
jff—[jd]—ß: jgdb—jäah. 

6, mp: impärat, dimp. 

6. nt: sfint, pämint. 

nd: grindä, rtnd aber une, ein, cälctn. 

7. nc, ng: luncä, porunca, dungä, punga. 

8. sf, sfat, sfätiii; zm, izmanä; sm aus stm, vesmint 
auch im Altrumänischen. 

9. sl > sei: sclab, sclugä, seläinä anstatt slah, sluga, 
släinä. Für mein Gebiet ist diese Einschaltung von c 
zwischen 5 und l in 43 aufgezeichnet. Die Erscheinung 
hat eine ziemliche Verbreitung auf dem dakorum. Gebiete 
(cf. G. Weigand, Jb. IV, 279; VI, 25; VII, 39; VIII, 267). 

E. Die Zirkulation und die Selektion der einzelnen Wörter. 

Die Dialektuntersuchungen auf dem Gebiete des 
Rumänischen haben bis jetzt die geographischen Ver- 
hältnisse und den verschiedenen Gebrauch synonymer 
Wörter, — eine jedenfalls sehr dankbare Aufgabe — , nicht 
ins Auge gefalst. In Nr. 122 — 140 wollte ich ein Bild 
dieser Verhältnisse skizzieren. Ich habe aus dem rumäni- 
schen Wortschatze einige der allgemeinsten Wörter für 
einen Begriff oder eine Sache genommen. Ich stellte sie 
nebeneinander und trachtete zu erfahren, welches Wort 
in den einzelnen Dörfern das übliche ist. Durch dieses 
Abfragen bekommen wir die erwähnten Verhältnisse der 



Beschreibung der Dialekte. 125 

Wortgeographie. Ich habe auch zwei Lehnwörter neben- 
einander gestellt, damit man das Gebiet und den vor- 
herrschenden Gebranch eines jeden unterscheiden kann. 
Aufser den in Nr. 122 — 140 behandelten Wörtern habe ich 
noch ttber einige andere bemerkenswerte Auskünfte be- 
kommen. Für „fanl" kann man leiios, lenos (seltener), 
blästämat hören. „Fleifsig" ist im Banat bärbat, -ä, das 
grnm. harnic, -ä bedeutet gesnnd, stark, mächtig, z. B. fatä 
hamicä, grum. f. zdravenä, vrednicä, frumoasä. 

Der seelische Schmerz kennt verschiedene Nnancen: 
rum. durere, pärere de räu, slav. cainfä, magy. bdnat. Die 
Leote sagen meistens pärere de räu, durere ist mehr 
physisch geworden, sc cäiesc brauchen nur wenige, da- 
gegen ist se hanätä oder se panätä unu cätä altu mehr 
verbreitet. Für Feind ist slav. dujman sehr ttblich, da- 
neben aber wird auch alean (magy. eilen = gegen) ge- 
braucht. Man sagt : poprtä aleanu cu anu. Alean heilst 
Feind, Gegner, ("eindschaft. Eine weniger grolse Feind- 
schaft wird mit ^udä bezeichnet, wie bau. i-i äudä pä 
mitie er ist böse auf mich. Der mächtigste „Feind" aber 
ist Calvin. Der psychologische Grund des Bedeutungs- 
wandels liegt in den traurigen Verfolgungen, mit denen 
die ung. Reformation die Rumänen beglückt hat. Die 
Magyaren selbst sagen : roszdbb egy Kdlviniständl (er ist 
sohlechter als ein Galvinist). 

F. Der Lautschwund. 

Ein -d schwindet : a) im Ger. z. B. cäzin, cinün für 
cäHnd, cintind; auch vereinzelt gin statt gind, davon 
a gini statt a gindi; b) in Fragen vor folgenden Dental: 
ctnd te duci >) wird zu cin-te-ci reduziert, unde te ducf zu 

In Cod. Vor. 104 liest man cän-va statt cänd-va. In P9aL 
Scheianä 120 ist aber «e nu cändu-va. 



126 Besclireibung der Dialekte. 

un te dud. ^) Auch andere Konsonnanten können im Satz- 
innern fallen: mult mä mir zu mul niä mir, cred-cä zu 
crecä wofür im Banat auch cricä vorkommt, hag - samä zu 
hasamä und häsama auch häsamcä, uitä-te-n-colo bis zu 
uice-n CO (41), ian uitä aci zu i^-ci (Dobra); d) die inter- 
essanteste Erscheinung ist der Silbenschwund, der in 30 
zu belegen ist, man ruft: mä fä statt mä fatä, mäi tä 
statt mäi tatä, ebenso ist o le (sogar als Interjektion) aus 
lele."^) Diese reflektierten Lautveränderungen sind aus 
der Emphase zu erklären. 



2. Morphologische Terhältnisse. 

a) Nomina. 
Die Artikelbildung des Maskulinums im Singular ist 
die allgemein übliche, ohne -l z. B. porcu, calu. Die Flexion 
ist auch vereinfacht. Man flektiert gewöhnlich mit Prä- 
positionen, ausgenommen die Feminina. Einige Ortsnamen 
illustrieren zur Genüge die Flexion: Muta Mni, Muta 
cimpulm, M. dureiiilor '^) aus Delari, Val^a hradulm aus 
Läpugiu de sus, Fafa si valea spinulul aus Lelese. Die 
Dorfnamen und die alten Ortsnamen flektieren gewöhn- 



1) Cf. auch: TJn te duct, iubite frate? bei Jarnik-Birsan 129. 

«) In Verbal hört man ma Fe!, mä Do! statt mä Petre!, mä 
Borde! Der Lautschwund ist im Rumänischen sehr üblich. Einige 
Beispiele aus der Literatursprache werden diese Tatsache beleuchten: 
„De geaba plingi femee ! Ti la luat la militie fiincä asa zice legea 
si legea e sftntä!" V. Pop, Din Ocna vietii. Bucuresti 1902, 38. 
— „^Tä-te (statt batä-te) pirdalnicul sä te batä, cä tot aceea ai 
remas." Creangä, op. complete, Bucuresti 1902, 382. — In der ge- 
wöhnlichen Sprache hört man im Banat nur: nata statt bunä dimi- 
neap! Guten Morgen. Ebenso in Paris: soir, jour, sioe, plait statt 
bon soir, bon jour, Monsieur, s. v. p. etc. 

s) Vlähutä, Rominia pitoreascä, Bucuresti 1901, 236, drumul 
Bogdänestilor. 



Besohreibang der Dialekte. 127 

lieh wie die Substantiva z. B. Virvu VäratiSulut, Dalu 
llasdeului aus Lnnca Gernil de Jos. Die Eigennamen 
flektieren mit und ohne Präpositionen z. B. Virvu Leon- 
öinuhit, Päräu BoroslävuluX aus Meria; aber Muta luX 
Bad aus DelarT, Coasta lu Simin aus Vad, Itntina lu 
Seme^ ans Socet, Valea In Ilic aus Meria. Die übliche 
Flexion ist z. B. von mama Mutter, N. mama, G. diu mama 
(oder nur tnalki), D. lu mama, A. pä mama. Im Dat 
wird statt lu auch la ohne Rücksicht auf das Genus ge- 
braucht, z. B. la tatä-säu statt lu tatä-säu oder tabäluX säu. 

Sehr interessant ist die Plnralbildung. Die lautliche 
Entwicklung kennt, ohne Rücksicht auf das Geschlecht, 
den Wandel o > e > t. Neben den alten Resten gibt es 
auch fremde Einflüsse. Von hriü (Gürtel), friü (Zügel), 
griü (Weizen), Nr. 18 — 20 haben wir hriufi — friuri — 
griuri, dann hrine — frinc — grine eine dritte Nuance mit 
f statt e und die muntenischo Form hrixe — friie im 
Dorfe 36. Unghie (Nagel) zeigt eine merkwürdige Form: 
unt^ii in Meria. Die Stoff^namen ghindä (Eiche), {arhä 
(Gras) zeigen folgende Formen : ierlit, icrhe neben ierhuri 
Grasarten, und dind^ — din^, dmd^ — (Mask. u. Fem, 
Sg. = PL), dindä — dinäe, dindä — dind, dindt'ie — dindfx. 
Fiere (Galle) kommt nur im Singular vor, die Pluralbildung 
für dieses Wort ist aber äufserst interessant, vgl. Nr. 51. 
Ich habe fi^i, fi?r^, fm^, fl^rä, ß^rii, ferii, f^ri, f^rf^ gehört. 

Bei der Komparation der Adverbia kann man tare 
foarte bine statt tare oder foarte bine hören, eine Er- 
scheinung, die auch im Banat zu belegen ist. 

Für die Pronomina kommen die Banater Formen in 
Betracht : Mask. äl, ol, -l, äla {ola), ala, häl [jener], ästa, 
(ostä), asta [dieser], hälalant [der andere], PI. äi — häi; 
Fem. aia, ahaia, ha [jene], hasta, asta [diese], PI. äfa — 
äie, -eie und äf^a. Es ist weiter cotare statt cuiare in- 
dividuell zu hören. 



128 Beschreibung der Dialekte. 

b) Verba. 

Die Flexion ist genau dieselbe wie im Banat und in 
der allgemeinen Volkssprache. Von a ß [sein] ist Praes. 
^o mis, tu iest (iesc und ies), iel, ia li, noi nis nur in 7, 
8, 25, 28, 43, voi vis auch sintefi, iej, j,ele sint fast allge- 
mein, man hört zwar auch iei ts in 9 — 11, 13, 14, 17, 18, 
21, 24, 25, 28, 30, 37, 40, 42, 43. Im Perf. wird oft nur 
fos oder foz (lautliehe Assimilation) statt fost gesprochen, 
übrigens ist die erste Form in T. 10 und die zweite in 
T. 13 und T. 34 belegt. Voi ist nur oi, ei, o, om, eß, or. 
Von a avea ist 3. Sg. o und 3. PL or. 

Von den anderen Verben kann man wenig sagen, sie 
flektieren wie im Gemeinrumänischen. Für das Perfektum 
gebraucht das Volk gewöhnlich die zusammengesetzten 
Formen: am cintat, am tacut, am durmit etc. In der 
Poesie gebraucht man auch andere Tempora, die die 
Lebendigkeit der Schilderung besonders hervorheben helfen. 
Keduzierte Part. pf. haben wir in der Poesie z. B. piert 
statt pierdut (Jarnik-Blrsan 143), sest statt sezut (Jarnik- 
Birsan 62, 98), väst statt väsut (Jarnik-Blrsan 127, 136), 
vint statt venit (Radulescu- Codin 131 und Jarnik-Blrsan 
126, 134, 148). Neben diesen Partizipien hört man (im 
Banat) noch dust statt ausit. 

c) Präpositionen. 

Die Präpositionen zeigen gewisse Formen, die im 
Banat, am Marosch, in Bihor und sogar in Moldau vor- 
kommen: pintru = pentru, pin = prin, pi = pe, pi-su 
= pe-su, cätä = cäträ, ptngä = pelingä, dir{u) mold. 
drept (in Creanga sehr üblich), mdäräpt ban. nur indärät 
aber nicht supt wie mold., sondern nur su, su pat, su 
masä etc. 



BosohreibuQg der Dialekte. 129 

d) Interjektionen. 

Die rnmänische Volkssprache bildet eine Menge Inter- 
jektionen, die äufserst lebhaft sind. Ich will bei dieser 
Gelegenheit nnr diejenigen erwähnen, die ans Verben 
entstanden sind, z. B. vezi-vezi, uite-uite, amX-auzt, lasä- 
lasä-lasä für die letze (cf. auch V. Pop op. cit. 42). Einige 
Beispiele aus V. Pop, der die Seele der rumänischen 
Bauern wunderbar kennt, erleichtern uns die Erklärung. 
Für auzt: „AuzX cotoroanfa naibff, ce^ dbätuse? sä se ia 
la intrecute cu ei, auet?" (V. Pop 33). Für ioite „loitet 
(l vezi (V. Pop 45). Im Glossar habe ich i^-6i angeführt 
Weigand, IX. Jb. 226, gibt iotä, diese Form ist Übrigens 
auch im Banat zu hören: \otä-l, iotä-t, Xotä-le. Bei den 
Päduren! und sogar in Hunedoara ist eine Interjektion 
iati! zu hören, die aus iau, ia atist entstanden ist. 

Man kann übrigens auch die vokalischen Interjektionen 
hervorheben, die sehr üblich sind. Da ich diese Ver- 
hältnisse in meinen Recherches exp. sur une prononciation 
roumaine 38 behandelt habe, will ich das dort Gesagte 
hier nicht wiederholen. 

8. Die Stellung der Dialekte der Muntem 
und Padureni im Kreise der rumänischen Dialekte. 

Das Gebiet der Muntenl und Pädurenl ist nördlich 
von den Marosch- Dialekten, nordwestlich und westlich 
vom Banater- Dialekt (mit der de-Fona statt da, und din 
statt din), südwestlich und südlich wieder von der 
weiteren Verbreitung des erwähnten Dialektes am Bistra- 
Tale, südöstlich von den Hateger- Dialekten begrenzt 
Diese Umgrenzung umfafst par excellence das Gebiet der 
Pädurenl. Oestlich vom Pädurenl- Gebiet erstreckt sich 
das Gebiet der Muntenl; die Einflüsse südöstlich beruhen 
auf einer alten Basis vom Huniader- und Brooser- Gebiet 

PopoTioi, Dialekte. 9 



130 Beschreibung der Dialekte. 

neben dem mitgebrachten Sprachgut aus Muntenien. Nord- 
westlich von Hunedoara ist wieder ein Gebiet (die Dörfer 
11 — 18), das sich nach der Marosch zu erstreckt und 
gewisse magyarische und sächsische Beeinflussungen zeigt, 
die dem rumänisierten fremden Elemente zu verdanken 
sind. So können wir folglich zwei Entwicklungen dieser 
Dialekte unterscheiden: eine nicht so fortgeschrittene für 
die Munteni, und eine zweite, die sich fast genau mit 
dem Banater-Dialekte deckt, für die Padureni. Chrono- 
logisch aber sind verschiedene Bemerkungen zu machen, 
denn es gibt eine Serie von alten Resten, die heute ver- 
steinert sind, und das Verhältnis dieser Dialekte zu 
anderen rumänischen Dialekten zeigen und begründen. 
So haben wir z. B. aus dem Vokalismus das ä in Meria. 
Dieser Laut war ehemals viel allgemeiner, denn man 
findet seine Spuren ganz genau in Luncile Cernii, in 
Bätrina und auch in der emphatischen Redeweise der 
Padureni überhaupt. Die erste Erwähnung von ä ist 
meines Wissens in der Antwort an Pesty (1864) zu finden; 
vgl. Mscr. cit. 488 im Budapester National-Museum. Jeden- 
falls ist die dortige Bemerkung von einem Laien gemacht, 
aber trotzdem interessant. Man liest an der zitierten 
Stelle (die Antwort war magyarisch gegeben): „es ist 
auch zu erwähnen, dafs die Leute von Meria als Rumänen 
sich in der Sprache von den Rumänen der Nachbar- und 
anderen Gebiete sehr unterscheiden — besonders ge- 
brauchen sie statt a." Die Uebersetzung ist ganz frei 
gegeben. Diese Erscheinung ist weiter im ßanat und 
in Istrien zu finden und steht zweifelsohne, wie ich schon 
in den Bemerkungen zur Lautlehre angedeutet habe, 
damit in Verbindung. Eine zweite lautliche Erscheinung 
ist die Bewahrung des e in harter Stellung nach Labialen, 
im Dorfe Lapugiü de sus und in Istrien ist sie ganz all- 
gemein, in Lapugiü de jos nur partiell, ebenso in ver- 



Bctohroiboog der Düilekte. 131 

schiedenen Wörtern im Nord- nnd Sttdost-Banat; endlich 
ist sie noch im Meglenorumänischen nnd im Macedo- 
rumttnischen nach gewissen Regeln üblich (cf. Weigand, 
Vlachomeglen, Leipzig 1892, 8, 1. Jb. 124; Densüsiann, 
Hist. de la langne roum. I, 333). Die Wortformen: pemint, 
peduclu — pedttce, meru, peru, Iceme^a, metura, ameritu ans 
diesen Dialekten müssen untereinander wohl in einem 
kausalen Zusammenhange stehen. Ich kann weiter be- 
merken, dafs e nach Labialen noch heute im Banat sehr 
oft zu hören ist, z. B. umeru, cametä, und nur beut 
statt haut. 

Was den Konsonantismus anbetrifft, so ist noch ein 
alter Rest: // in //öc, (Joi, (Jug geblieben. Er ist heute 
noch in der Bucovina und in anderen Gebieten zu belegen. 
In Toplita sprechen nur alte Leute (von 70 Jahren) <jf, in 
DelarK aber ist (J allgemein. Die anderen Konsonanten 
zeigen die übliche Zweitrennung z. B. h, g vor e, i ist bei 
den Muntenl zu l, d bei den Piidnrent aber zu 6, d (wie 
im Banat) geworden. Intervokalisches n ist geblieben, 
n, r, i wie in Banat, ^, (f bei den Muntenl <^, </, bei den 
Pädurenl S, i, ^ zeigt noch j. J ist zu i geworden. T, 
d vor €, i bei den Muntenl /, d, bei den Pädurenl r, rf 
wie im Banat. Diese Erscheinung ist chronologisch sehr 
interessant, da sie uns möglicherweise zeigt, dals /, d vor 
e, i etwas früher zu 6, d geworden ist, als die e, i nach 
tf d, f, ^, s, z, ^, j zu ä, t wurden. Dies ist eine Er- 
scheinung, die nicht im Istrornmänischen, sondern im 
Schriftrumänischen des XVI. Jahrhunderts zu belegen ist. 
Indirekt ist e in gewissen Fällen auch nach Labialen ge- 
blieben. Wir kennen nicht nur Zepa neben Zäpa^ sondern 
auch Prcatp neben Präcup, Mägäreh neben Mägaiä^e. 
Diese Erscheinung fällt lautlich und zeitlich mit der Er- 
scheinung r {i) ri und nicht ri, die sich im Banat findet, 
zusammen, z. B. rit statt rit, rid statt rid, rima statt 



132 Beschreibung der Dialekte. 

rima etc. 7) ist als d (dz) und ^ belegt. Die Einschaltung 
von einer Explosiva zwischen Kontinua und Vibranten 
ist in den Bemerkungen zur Lautlehre hervorgehoben, 
vgl. sclah statt slab, scluga statt sluga, ZdräUä statt 
{r)srael. 

Als alte rumänische Wortformen kann man a vorovi, 
vorovä (vorvä), dereptate erwähnen. Ich habe weiter 
foale (Blasebalg) wie ir. und das Präfix res- statt des- 
gehört, ebenso im Istrorumänischen. 

Die lautlichen Verhältnisse erklären genügend die Ver- 
wandtschaft dieser Dialekte, besonders des der Pädureni, 
mit dem der Banater und dem Istrorumänischen. Es ist 
freilich nicht viel Gemeinsames, aber dies Wenige ist um 
so schätzenswerter, als dieser Dialekt für die Chronologie 
des Lautwandels äulserst interessante Ergebnisse bietet. 



Texte und Glossar. 



Texte. 



1. 

finäfäl copil ifram 
Barbä mastäte D-aveam, 
Ni6c barbä, m6e musteatä, 
l'iiiäfäl i?ram la fatä 
5 Gin m-am dat a strinje-n bratä 
^!-a säruta ca dnl(5atä. 
1 b. Telucu de jos. Alosandru Petric, 22 J. 



2. 

Frnn^ä v^nte äin izlaz 
Stätutain bado sä ce las 
Pä di cum bado 6as läsa 
Kn mä tra^e iliima. 
S. Flop. P&tru Leo», 75 J. 

3. 

fost OD impärat si o avnt on fi^r st j[el in tftt loco 
slobo^it MorvL luji sä läcoie, nama-nto curde nu. Asa- 
darä igl ca mnma Inj s-o das la b^s^r^ca (tatä-so si cu 
maraä-sa) lor. Fi^ora s-o gindit pintra-se na-j[ slobod sä sä 
ba^e s-in cari^a aia. Tel s-o bägat s-tn car6a aia s-asadaril 



136 Texte. 

j.el s-o uitat in tä6e partile s-o vädut un cip. Öipii äla 
jera fata imparatului rosu si s-o-ndrägostit tare mult da ia. 

Atun^ iei or venit da-la beserecä. Fi^oru o stat eam 
supärat. Dar asa iei, ein or venit 1-or intrebat, ea da 
^e-i asa nevoios. Iei li-o spus ea li-o ealcat porunea 
sl 8-0 rngat da iartar'e ea s-o-ndrägostit mult da fata aia. 
Iei i-o ^is ea sä nu fiie suparat cä or seriia earce s-or 
cäpäta fata. Or fäeut mincenas epistola. 

Impäratu o seris earce si li-o spus, sä ascepce o tirä, 
cä fata-i cinärä. Cin o plecat inasu eu earca fata s-o 
dus la poartä s-o seris pästä ia: tu nu-mi trebui miie 
Ai^ inas, dar bärbat. Carca o venit la fisor si ein o 
eäpätat-0 secit-o si s-or suparat, maj, eu samä fisoru. 
Iei dis: maicä, fa bine si fa-mi o poga^e, ea iau nu 
mäi pot sta de dragu iei. S-o pleeat si s-o dus pä marea 
neagrä-n zos si o gäsit äcolo int-o dungä de apä nisce 
Farahoni (Tigani) dicin int-o harmonicä de aramä. Iei 
se fäcü ii pläcü si cumparä harmoniea de arama. luö 
pä marea neagrä iar in zos. Si gäsi aeolo mai la vale 
alt Faraoni (!), diein int-una de arzint. Se fäcü iei sä 
tirgui, si eu abäia si cumpärä si aha^a. Dae-o eumpära 
pleacä mäi la vale si treeu marea rosiie si gasi nisce 
. Faraoni, diein int-una de aor. S-atuns se fäcü luä si aia 
si le bägä tustrele in straitä. Satun^ o luö si sä dusä 
si az'unsä pinä la impäratu rosu. 

Atunsa iei da-mpäratu nu sä putu apropiia, Studui 
jel ^e sä faeä. lera rinduit ea-n tätä diua sä meargä 
on om cu carne la-mpäratu. Sä bägä si iei slugä la 
misares-ola ca sä-1 rinduie si pä iäl sä sä ducä eu 
carne si ial la impäratu. Iäl da az pinä mine o invätat 
mägafu mustra si glumi: ertaih (kehrt euch!) si im- 
päratu iera la fefastä, o vädut si i-o pläeut. seris 
earce la misarosu: la miiie-i statorit in tätä diua sä vinä 
unu, da ästa sä vinä si miiie. Ca mine l-o trimes iar 



Text«. 137 

pä j[äl st 8-0 bägat tn cnrde st Impäratn l-o bftgat Int-o 
cäsntä s-tDdärät o triin^B pä aitu, pintu ea ctn o fi mal 
näcäjit sä-j facä glamie. Jäl dacä l-o bägat ca az, ca 
mtrie nn j[-o fäcut n\i o glnmä. Asadarä, dacä na ji-o 
fäcut ni^ glnmä, ca poimliie u insopat a dl^e In bar- 
munica ha d-aramä. 

Fata dä-mpärnt ll^e cät-o slnjliicä sä sä dncä sä vad& 
n-o viüde. S-o-n^elnie si ^-o sefe aj[a sä i-o dej[e. Atnniäi 
slajnica 1-iutrcbk ^ ^ef&. Jel disä ie sä-m daj[, iacä sä 
6e cnls cu rairie la nQap<;e. Ja s-o das napoji la fata 
dä-mpärat sl-j spuiie. Fata dä-mpärat ij ^i^: da-<5e sl 
6e culcä, t-oi da ^ej[ iefe. ^t s-o dns st s-o cnlcat en 
iel. Atnnj^ s-o su^it cu gura cätä päre<:e si nu j-o avut 
grija pinä dimifieata. Slnjnica o Inat harmonica ba 
d-aramä si s-o das cu j[a-n cnr<^e. Atnn^ fi^orn o rämas 
si umflat ha d-arzint si o-n^epnt a di^e alt fei. Fata 
dä-mpärat o audit s-o minat altä slajnica st j-o die cä 
^-0 ^ef'e i-o da. 

Atun^ jcl 4ts: ^e sä-m dal, iacä ■^e sä-m dai sä 6e 
euU cu milie la npap^e. Atan^ s-o das st s-o calcat cu 
j[äl sl ^nmineata o luat harmonica d-arzint s-o-n^epat a 
di^e-n cur(5e. Dupä s^-o plecat slujnica, j[el o laat ha de 
aor s-o-nsepnt a dii^e altä data s-atun;? fata o audit jarä 
s-o minat pä altä slujnica si x-o spus sä-j deje ö-o iete 
si sä cumpefe s-ahaj[a. Atan:^ jäl o ^ts sä vinä st fata 
dä-mpärat sä sä calse cu mirte la npap^e s-atuns5 j-o dag. 
la strlnze slujliii^ele st lj[-o zurät, cumcä avutn-li-o grija 
a\i ba. Jele or spas cä nn, ca cum d^arme grosu cu 
gura cätä päreöe da sara ptnä gimingata. 

Fata de tmpärat incä indräznes<^ st sä du^ st sä 
culcä cu \e\. läl dacä sä culcä na max dparme ca ea 
äla st 8-apucä si-s fac trcburile intrez pinä dimineata. la 
dimineta daca sä scpsilä o däbälat bndele cä i-o m^rs 
biiie. luat harmonica st s-o das la curCe. Impäratn 



138 Texte. 

simce st v^de harraonisele: mä da da unde ai harmonisele 
asca. Atuns sä dovedesce ca fata imparatului ii gre. 
Atuns impäratu ca s-o scape da rusiiie 11 scoace afarä 
si ^ise: ma da iä-m fata cä ce fac imparat sl-t dau 
zuinäta<5e din impärätiie. lel o spus ca nu vre, atun^ 
iel spus cä nu, la urmä o ^is: o iäii dar nu cu bucuri^e, 
cam de silä, tat o iäu n-as strica se fa^e impäratu. Im- 
päratu de pärerea bunä ca sä nu fiie de rusiiie inearea 
carele cu bani si cu toale si le dede ealea la amindoi 
sä meargä sä träiascä und-or puce si ein or gäta baiii 
sä le trimeatä cä iar li-o da. 

Ein plötzlicher Unglücksfall, der die Nichte des Gewährsmannes 
betraf, machte es diesem leider unmöglich das Märchen zu Ende 
zu erzählen. Doch bietet dieser angeführte Teil manches sehr 
Interessante. 

Lelese 5. Dorde Costa, 44 J. 



4. 

Si c-o fost odatä ca ni^ odata cä de n-ar fi nu sar 
povesti si nis ^äy nu vas sei minti. fost odatä on 
impärat s-o avut on copil. Da-mpäratu s-o dus la vinat 
pästä nisce oguarä s-acolo o gäsit o grämadä de porumbj.. 
^i 8-apropj.e de ie^^ si däde cu pusca. §i va^u intor- 
cinu-sä unu diu iai. Si ein sä dusa sä-1 prindä gasi 
on copil b a s c-a lui häl d-acasä. Impäratu statu in loc 
si sä gindi: vai de mine, o fi päcat sä umblu io la vinat, 
asta-i bas copilu miau si-1 lo-n bratä si sä dusä cu iäl 
acasä si prinsä a striga di pin ocol dupä impäräcasa. 

Impäräcasa cum au^i veni si-1 intrebä: vai de mine 
de une-i copil-osta? Impäratu sä miniiä pä i^ s-asä-i 
d§de dua^ä palmi de sudä. Da ves-tu c-asta-jj. copilu 
nost, cä dar d-aia c-am cemat io ais. Impäräcasa batü-n 
pälmj. si ^isä cum puace sä fiie asta lucru cä j,o am lasat 



Texte. 189 

do|ca Rä grijascft de j[äl sl prinnftr^i a Rtriga ninlndoj[ dnpä 
dQXcä. D9J[ca inin^^^nas veiii cn copilu iinpärntnlnj[ In 
bratÄ s! ^Isä cä s-ay cn ia. lej stätnrä-n loc Incr^ro^nit 
st ^tsä tmpäratu: las cft-i biti^, cft asta lii l-o dat Dnm- 
ne^äy. Ift-j p-ain!udoi si d-acnma nJiin<''e caijtä d-amindQX 
c& t-9J[ mai da atlta platä pä cltä &[. 

Copiji croscurä «nn ea altn de nn-j[ maj[ pura ennjtsJ^e, 
cä cafe-i a lor si cafe-i äl gäsit. Impärata 8& du8& Is 
bätaj^ s-acolo 1-or omorlt st rämasä tmpäräöasa Tädnvä 
eu copij[i amindoi. 

Intr-altä tarä sä vesti on impärat s-ala avea o fat&, 
vr&jitäfg mafe, de i sft dusäsä v^sta-n tar&, cä s^iJi§ »-o 
afla pä gisascä fjij^iturile j[äj[ i^ pä äla-1 iä de bärbat st 
dacä DU gi^§S(?^ tr^bä sä-i taiä capn. Dae-an^irä fi^ori 
Impärä^est, äl cafe o fost a lor d-aeasä sä rngä de mn- 
roä-sa sä-1 slobädä sä sä dneä sä-s ^^r^e si j[§l närocn. 
Da mumä-sa ^isä cä sä baie de sama, aj[a-j[ yräjitÄr§a 
dracnlui a mafe, de nn pä(^e lilrnje sä-j[ gi^cä giä- 
tnfile \ex. 

Fi^oru n-avh baj[ d-aja. Insälä doj cai, unu pintn 
iäl si iinu piutru fra6e-80 si-s bägarä merinde-n straxtä. 
Da frace-so ij, spusä cä sä ba^e de sama cä j[äl ii vilvas 
si 8-ascnldc de j[äl, dacä vr^ sä-i fii§ biii§ cä ein or 
pleca mumä-sa-i da on pähar de otravä numa iäl sä nu-l 
b^j[§ si sä d^ig cn xel pästä cap näpQX- Mnma-sa si veAi 
pä ein xerk xex gata sä ple^e si-x in(?insä päharn sä-l 
bgX§ si sä-s x^xg drnmn cn Dnmrie^äu c-or vede x©! ^r 
päti. läl 16 päharn si dede cn xäl pästä cap, da din 
otravä a^nns o tirä la cal d-asnpra de cädä, si nn 8& 
dnsärä liis znmtiiSi^e de ^i punä s-oträ?i caln Inj st 
picä ^os. 

AtUDsa ^isä fra^e-so: haj sä stäm aisa lingä xäl pnnä 
miiie. Da d-o veüi siüeva p-ai^ cn v-on cal sä-l cum- 
päräm de la xäl, cä uuma cn ästa n-om pn6c mgre. I^x 



140 Texte. 

sä^urä pinä mine da nu mal veöi Äime p-aeolo, niima 
äe venirä doi croncani si sa pusära pä cal si cum 
mlncarä murirä. Atunsa häl vilvas sa dusä si-i lo si-i 
^upeli si ^isä: lasa cä asca or fi buni pintru noi. Atunsa 
lära ealu halalalt s-o lära la drum. Mersarä puna sara 
s-azunsärä !nt-o padufe mafe. Acolo va^urä on foe mafe 
si sä trasärä sa duarmä si iai pasta uäpce acolo. Acolo 
gäsirä doisprä^äse bot, carj^ sad^ pi linga foc. 

Hoti cum ii vadura ii cemarä la foc si-i intrebarä ca 
une sä duc si dupä ^e umbla. lei ^isärä c-or vrut sä 
sä ducä pä altä cale s-or rätä^it pin pädure-aia si sä 
rugarä sä faeä bine sä-i lasä la foc puna diminata. Hoti-i 
läsarä. Da fisoru impäratului odatä adurmi. Halalalt 
scäsä croncani din straitä si sä rugä sä facä bine sä-1 
lasä sä-i frigä. lei il intrebarä cä ^e-s ahäia si iäl disä 
cä-z doi porumbi. Hoti atunsa ij. lära de la iäl sii 
impärtirä la tat. Da cafe cum minca odatä adurmia. 

Atunsa vilvasu sculä pä frace-so si-i spusä : nä acuma 
nu-z mai fiie fricä cä p-ahäsca ii asä^ai J.o. Si gisi- 
tärea ii la miiie-n straitä, dac-o gisi-o fata impäratului 
s-asta atun^a-i mäi mafe drac ca miiie. Frace-so-1 in- 
trebä, cä cum si ^äl ii spusä c-asa sä spunä, cä unu o 
omorit pä doi si häj^a doi pä doisprä^e^e. Dacä sä 
fäcü zäuä sä lära la drum si pästä tri zile azunsärä la 
fata impäratului si serurä corcel pästä näpce. Impäratu 
ii cemä-n casä si dupä se-i omeni bine ii prinsä a in- 
treba de cice täce. 

lei spusärä c-or adus o gisiturä la nältata cräiasä, 
numa sä facä biiie sä le spunä selegätuialä i^stä inträ 
ia si inträ häi de nu gisesc. Impäratu le spusä cä vine 
fata diminata si le spune. Da fiincä-i v^de imbräcat 
mäj[ räu ii in trebä cä de siüe-s trimes. lei spusärä cä 
unu-i fisor de crai s-unu-i co^isu luj.. Atunsa dacä sä 
fäcu ziuä veni fata impäratului si ^isä cä 8ä-j( spunä 



Texte. 141 

gi^it&rga. Fisoru impüratalaj \[ spusä cjl üüu o omorlt 
pä doji st häja doj[ pä doisprä^ä^e sl dac-o gi^i-o 8& ie 
taj[^ capu l-am!ndoj[. 

Fata Imparatului dac-an^i asta Bä pnsä pti glndarj 
st ie ^erü sü-j d^j[§ termin de tri zlf§. Da fi^rn Im- 
päratulai numa (l?-i d^de doyA^fts^ s! patru de ^nri sl 
dacA n-o gi^ü-o, o 8ü-j[ fii§ mui^fe si cu 2amäta<^e de- 
mpärilttjie, o sil-ji taj[^ capn. Atansa fata impilratalni sä 
dusii la tata-80 nilciljitA, si-j[ spusil c-asta-i gis^iturü mafe 
ca pamintu n-o pä6e pisi. Numa s-o släbädä s! pä i^ 
si pji mumä-sa sä sä tl?i§-n baue cu co^isu. N-o pu6e 
gilst cumva de la [hl. Atnn^ Impäratn ^isä sä na sä 
6pilrij[§ si sä facä cum o sei mäj[ biile, numa sä spanä 
la co^is eä craiu lui \[ a sutälea cap. ^i j[^ dacä n-o 
pu6e gi^i pintru c-o täj[at capu la nä^a^a^ st nä^ä pnnä 
a^ij[a, apäi maj bili§ sä du^e dnpä co^is nama sä-j spunä 
gi^itärea si sä tajä s-a sutälea. 

Da eo^isa o Insühi nAin^e sä därmä cn j[äl in grajd 

int-o n&pce si-n haialaltä näp^e sä därmA mumä-sa. Dacä 

sä dusä fata d-asi co^isu sä dusä la cräisor st s<!;imbarä 
, I > > > 

haxüele st-i spusä cä cum stä Incru si-1 minä sä därmä 
i&\ tn grajd. Asa fäcurä de bilig de ie-nsälarä p-amin- 
däyä si gi^itura nu le-o spusä punä trecu s-a treja zl. 
^-atuDi^a n-avu tncätro tmpärata numa d^de fata dnpä 
cräisor. ^i dacä sä cnnnnarä si sä uspatarä biiig, atun^ 
craisoru Ie spusä gi^itärea. Da-mpäratu de ^uda cä j-o- 
nsälat säri cu sabij^a asupra luj[ si yru sä-1 omärä. Atun^ 
velii co^isu si-j[ spusä cä sä rupä l^^a de cununij[e st sä 
räminä fata j^ar la-mpäratu, numa sä s6ie cä fata laj[ 
nu-i mai fatä färä curvä blästämatä. §1 iej[ ts l&rö 
sinäta^e bunä si plecarä pä eafea, care or venit st de 
n-or fi murit si astäz träj^sc In credinta frätascä ana 
cätä altn. 
Soä^t 8. Jon Stan, 33 J. 



142 Texte. 

5. 
Cin m-azunze dor de ducä 
Merg pä cästä ca pä lunea, 
Cin m-azunze dor de mers 
Merg pä cästä ca pä ses. 
Arinäs 9. Dorde Nan, 27 J. 

6. 
Plingu-mi oci-n läcrämele 
^i inima-n dor si jel^, 
Plingu-m oci amindoi 
Mergin sara dupä boi, 
5 Plingu-m si sprins^iläle 
Aducin vitalste. 
^§rbäl 10. Veronica Jane, 25 J. 

7. 
Cin aud cucu cintin 
Si mierluta fluerin 
Nu mä sciu om pä pämint, 
Nis nu sciu cä uiie sint. 
5 lo spun cucului sä tacä, 
läl sä suie sus pä criangä, 
Cucule cu peana surä 
Nu-m cinta sara pä lunä 
Cä inj^ima m^ nu-i bunä. 
Gros 11. Simion Läsciis, 24 J. 

8. 
Cice earä cu tovarä 
Tä6e suji^ä si coboarä. 
Numa caru badulujj. 
§^de-n virvu daluluj[, 



Texte. 143 

5 Na snjie ni^ nn cobgafe, 
Ba6o caj[i (le-j omQafe. 
Lasft bado nu-i mai bade 
Ca de milie tiU n-aj[ |)ar6e 
C-ai avut-o s-a; pierdut 
10 ^oi sara ein n-aj[ sAzut. 
Boj 12. Maria AndräaSse, 14 J. 

9. 

PA din ^08 de d-0ras6iie 

Vin doi frat din eätäniie. 

Grai fraöe cÄtä fra^e: 

Hai fra^e sh üe-nsunlm. 

5 Gri\i frace !?Al mai ™ic: 

Ba io fra6e nu mä-nsor, 

C-acuma f^^le-8 senmpe 

Doviä f^6e-8 do^H 8u6e, 

Doi Toini^ i8 doi bali mi^. 

10 Da credinta f^6elor: 

Scri8!\-n cQada eiliilor; 

Credinta fisorilor: 
> 

Scrisji-n cornn m^selor. 
Zlas^ 13. Dordc Dragota, 40 J. 

10. 
Vai maico s-a miü^ nüroe 
L-ai pu8 cu l^miie pÄ foc, 
Ca paiu l-ai atitat, 
Mi l-ai a^s ^^ ^'^i Bcrnmat, 
5 Calia pä apA i-ai dat 
l^i mäieuto 6-ai rngat 
Ca 8ä n-am maico nt^roc 
Ni^ ai^ Iii8 intr-alt loc. 



144 Texte. 

Cä-s striin, Doamne. striin 
10 Ca p^scele-n d-apä linä 

^i ca omu-n tarä strinä, 

Si-s striin, DoamAe, striin, 

Striin-18 ca pasäria, 

N-am milä nicäuria. 
15 Striinu-s ea pui 3e cuc, 

N-am milä une mä duc. 

Siracä strünätace 

Mul m-ai fos sorä si frace 

Si mi-i fi pinä la muarce. 
Minerä^ 14. Clara Särban, 26 J. 

11. 
Criapä, Doamiie, pämintu 
Sä sä baze uritu, 
Ca uritu-i boalä gr^ 
Un sä puiie nu sä i^. 
Pesöisu mie 15. Marj^a Nicoarä, 27 J. 

12. 

avut on Impärat patru fisorj. ^i tata lor o orbit. 
Si ^Is cätä fi^orj., c-o visat sä sä ducä-n cotafe oras 
cä i^stä pasäfe de aor st s-o adueä sk-i cince, cä iar 
v^d^ cum väst. Si s-o dus unu si 1-or incunat hoti 
si pornit hälalant de acasä si 1-or prins si pä äla. Si 
dac-o väst tatä-so cä nu vine nis ahäla l-o minat si pä 
hälalant. S-ala s-o dus si s-o bägat la o s^tace sä min^e 
s-o dat de on om mort acolo. Si o cemat oameni de 
l-or ingropat cu popa. Da^i s-o dus näince. iesit o 
hulpe-n calea lui. P-ai^, Pietre, pinä la domnu-1 cu 
pasärea. §i o ^s hulpea cätä iel ca sä j[^j.e pasärea färä 
cäleteä cä de o x^ si pä j.^ zboarä. ^i sä scoalä sluzile 



Text«. 145 

st 1-or prins 8:\-l splnznf^. ^i 1-or In^ns pinft (limingata. 
i^i R-o (luB hulpea s-o eftutat prin gnnoin cailor s-o gftslt 
car6e, o Bcri8-o s-o dat-o la jAl pä crepfttora ust, dimi- 
neata ein 11 scot sil-l splnzufe s-o d^j[§ la stapln-ol ca 
pasArea. §-o zis as^ cAtii i§l: oft leil 6e Bft-m ada.4 6e-j[ 
scris ai^. lAl o zls cA sA IgagA, sA-j adncA sl s-o das 
ploA la on ImpArat sA-j[ furi-on cal. ^1 o zls halpea 
cätu jjil ca ^-0 zls nn l-o ascultat sA-1 ascnl^e barem 
aca, cA dacA-1 Indide na-1 pQaöe scApa. SA j[^i§ cala de 
cApAstrn si sA-l adncA pln^ la domn-ol ca pasArea si l-o 
dat la domn-ol cn pasArga. ^t j[-o dat pasArea plntrn caL 
luat pasArea sA vinA acasA. Venin pA dram Intll- 
ninu-SJi cu hAj tri frat o vrut hoti sA-j spinznre s! j[-o 
desenmparat de la bot ca baiii st or veüit pA dram ptnä 
la ftnttnä. ^i s-o vorbit x^x, tri fratt, ca sA omQarA 
pA häl unu de ^udA e-o adus pasArea. SA na meargä la 
tatA-BO aeasA, bA nu spunA la tatA-sA^ c-o descampärat 
pä hAi tri frat de la furl §i 1-or tipat de ^adA-n fln- 
tlnA. I^t dopA ^e s-or das }ex d-?^i l-o scos halpea j[ar 
afarA de l-o seapat d^-la myaröe. ^-o veiiit piuA acasä 
la tatA-sA^ st o spas cA ^-o petrecat ca bAialant tri frat 
st- zts tatA-so cAtA hAj[ tri frat c-o visat nuapda cä 
dacA s-ompsife om pA om i^e l^^e sA-j d^j[§. zts, cft 
cap ptntra cap. ^^-atansa l-o scos pA hAlalant din casA 
CÄ i&x n-or s6at cA st hAla iar o-nviat §1 8-o dat st 
X-o pnscat: cap ptntra cap. 
ioatiii 16. Dorde Ursan, 22 J. 

IS. 

PltniA-mA maj[co ca dor 
Ca t-am foz dul^e fi^or, 
'J!-Bm scos plagu din ocol 
^i tt-l-am das la ogor, 

PopoTloi, Dialekt«. 10 



146 Texte. 

5 Briazdä niagrä am räsfundat 

Griu rosu t-am sämänat. 

Veni carce s-o poruncä 

Zos la Nj^amtu sä mä duca. 

Dacä-i lucru, maico, as^ 
10 Croiesce-m tu ctim^sa, 

S-o croi^sce cätäniascä 

Niamtu sä mä pomeniascä. 

Umeru d-a direapta 

Scri^-ce pä dum^data, 
15 ^-in umeru d-a stinga 

Scri^, maico, dräguta. 

Sä mä fi fäcut maica 

Tat d-odatä cu frunza 

Niamtu nu m-ar cäpäta, 
20 Da mäicuta m-o fäcut 

Gin plcat frunza-n zos 

Sä flu la Nj^amt de folos. 
Nadra 1 8. Cres6ina Bojan, 1 7 J. 



Cucin 19. 



14. 
Trändäfir cosit in iarbä 
Räu im stä zune cu barbä. • 
Trändäfir cosit in fin 
Räu im stä zune bätrin. 

Dorde Barna, 21 J. 



15. 

fost on grof la Sfintu-Halb, o avut on fi^or, l-o 
cemat lanäs si o fost cam prost de ein o näscut. vrut 
sä-l d^ie la iscoli sä-nvete scrisoare. ^i dupä haia l-o 
dat la iscoalä si n-o putut inväta nimic. Din ^o crescut 
din ^e 8-0 prostit mäi tafe si s-o näcäjit grofu. ^1 



Texte. 147 

d-acolo 1-or tlpat di la isoQala aj[a, n-or avnt ^ ea j[ftL 

Lror trimes la altA iscyalA, tiii acolo n-o pntnt tovftta 

liimic. Sl dup-aja 8-0 nAcAjlt tatA-so a doi^a QnrA, ^ts 

cu bA-I il^xi ^^ eätai^ij^. C-o ^Is asa, cA-mpAratn InvatA 

tAt pros<;i dA pA Itimga asta, pt c& sA-nvete sl pA a 

lux. Aeolo 1-0 ttout numa do^A sAptnmlli la cAtADij[$ sl 

i-or dat calia. 

^i 1-0 sprijooit an inas di la on domo sl ^Is eh 

sA-i d^i§ mtneafe c-o fost flAmtnd si sA-i d^jg de laern. 

J-o dat sA raAtufe pin cnT6e si n-o s<^ut bA mAtufe s-o 

cApAtat 25 de b!6e in cor si l-o Unat Ala tri sAptiimlni 

!d lucr-QJa si 1-o-ntr^bat inasa cA ^e fei de om i^, a cax-ij[, 

s-o spas cA-i fi^or de grof de la Sf. Halb s-o ^Is cA-i 

gazdA tatA-8o. spns cA afe bau malt si josag mafe 

s! nama pA Jan As ll afe fi^r. ^-0 ^is, cA sA 8orij[e 

car6e bA trimeatA la tatA-Bo sA-j trimeatA satA d-ar£int 

^i sA »punä cA Janas o-nvAtat fyart^e biiig si maltAmgs<üe 

la tatA-BAQ cA 1-0 trimes la cAtAüij[e de l^o-nvAtat Da 

sA na BDonA cA-i mAtarAtorx la cnrt si sA spanA cA-x In- 

vAtat acnma. S-o trimes sata tatA-so s-o mtneat-o inas- 
> ' > > 

ola, Inj i-o dat librft. 

^i la doi all scris inasn altA car6e sA-i maj trimeatA 
sota, s-o spuB cA acnma-i mäior, o-nvatat f^jariJo tafe. 
S-o facat la cArt st-j trgbA banji lo JanAs. spas eA 
capAtA 25 de zlot pA lanA si na i sA as^ang si j[Al 
cApAtat 25 de bi6e-n car. i^i j-o trimes tatA-so sl aia 
satü, cA x-o pArat biü^ c-o-nvAtat JanAsa loj[. A trij[la 
an o-trimes altA carc^e, sA-j miix tiim(^atA satA cA na i 
bA a:^ang bai\i sei capAtA d-acolo. cA-j rasiäe sA fi|e co 
posnaf a gol si i-o trimes. TatA-so ^Is, cA nn-i trim^^« 
baüi cA m^re jAl sA-l vadA, cA xi dor de x>^l, cä na l-o 
TAst de tri anx, bA vadA cA ^o-nvAtat. 

Sa dasA pinA la cAsarmA si*l eautä, la nomAra U9pt 
Bu6e fost JauAs, si-utrgabA dapu xAl si uu-l gAsAs<^e. 

19* ' 



148 Texte. 

lanäsu mijui nu-i aisa, aisa nu-i, (te tri ani s-o dus d-ais, 
cä nu 1-am putut invtita. Si l-o gäsit la curc-aia. Pä 
tätä ^lua fost capätin 25 de bice-n cur, cä n-o fost 
sciin mätura. mäturat odatä s-o-ntors gunoiu iar napoi, 
s-altä platä n-o cäpätat decit 25 de bice-n cur. 

^i tatä-80 8-0 üäcajit, grofu, si l-o suduit s-o ^is, 
cä-1 puscä, cä i-o trimes carce de i-o mincat bani pä 
iiimica si n-o-nvätat. Si Janas o fuzit in grazd, ca sä 
nu-1 puske si la j[äl acasä o §.is, cä sä nu mäi vinä cä-1 
puscä. Si inasu l-o zogonit, dacä o venit aia vr^me, 
i-o dat 20 in cur si i-o dat calea. I. s-o lät flämind si 
s-o cärat pin pädufe. gäsit on iepufe puscat si s-o 
dus cu iäl uiii-o putut si s-o cäpätat o puscä si tri 
ciscineie de posnafi si tat s-o dus pä codri. S-o-ntil- 
nit cu hoarä sälbacise si cu pors si cu urs si cu tätä 
hoara, cice hoafe sint pä lumea hasta si cu fi^sce-cafe 
vorovit. 

läl-or vrut sä-1 minse s-o ^is cä sä miargä cu jäl, 
cä de nu le puscä si nu 1-or mincat. S-or luat täöe cu 
iäl si s-o dus mäi deparce si s-o-ntilnit si c-on uom si 
l-or intr^bat cä une m^re cu lioaräl-^lia s-o spus cä pä 
codri. S-o ^is cä sä meargä si iäl cu j^äj^ s-o ^is, ca sa 
sä prindä frace cu iäl cä de nu il pusca. Si s-or prins 
frat amindoi si s-or dus deparce amindoj. apoi. ^i s-o 
mäi intilnit cu unu, s-or strins tri la olalta si s-or pus 
zos s-or impärtit tri ciscineie de posnaf, unu la unu, unu 
la altu s-or plecat d-acolo. 

^-0 ^is I. cätä iäi cä cu cice huara s-or intilni sä le 
stringä si iai cum i-o strins I. . Sa spuna catä cafe nu 
m^re c-o pusca. S-or strins si iei huarä cice o strins 
I. s-gmblin pa codri s-or pierdut uni de alti. Unu dinträ 
iei vä^ut on fuoc si s-o dus acolo la iel s-o puscat on 
j.epuf e dinträ huaräle lu^ si l-o tras pä frigafe si l-o fript. 
^-0 iesit mäimoalä s-o dat cu broasca friptä si x^ 



Texte. 140 

la jel pä oarrte si jel o strtgat: säz babo, cÄ 6-omor. 
T^ ^\b cä nn ii frieä ptn-o zmnl^e tri p(>rx di la j[^ din 
cap sä-i tipie pÄ j^JlviAile bj, punä atun;^ nn j[i fricft. 

Tel i-o zinuls si j-o tipat s-omorlt bfttrina si pÄ j[el 
JUJJviriile lui, cafe lj[-o strins. Int-altä nuup<5c s-o dns 
alta dintä bäj[ tri frat jar la fyocn hiila sl j[ar asa o 
pfttit s-ahäia. L-oraorit en hyarä cu tftt s-in tät& dimi- 
njata s-o scos 6is6rteu din posnarj s-o v&^nt doyä picof 
de siu^e J. i^-o a^nns si I. pä nrma liaj[a. S-o pnscat 
gäinascä 8-o frigä s-o rain!?§ si j[el, s-o Mtte. ^-o jeslt 
mäimoana si la jel s-o (^is 1. säz babo, cä 6-oinor. 
^is baba, eä nn j-i frieä piuä zmul^^e tri p^fj di la j[^ 
din eap sä tipe pä jßavirtiie Inj,. Atuns^-aj fa frieä Inj 
de i^. 

Da jel nu j[-o tipat pä JQuvirt p^fi, j[-o tipat pä fyoc 
si 8-or tipat hijsiräle pä mäimoana s-or mincat-o. s;»-o 
strtgat cä 8-0 scyatä de la hyaräle luj[ pä I., cä-j scija^e 
si pä bäi doi frat öe j[-o omortt cu huarä cu tat. ^o 
scos frati Ini s-äj[ doj, cai'e j[-o omortt Si s-or dns 
d-aeolo s-or 8lobo(Jit jtgäräilile Inj s-or potopit pä 
bätrina. 

^i I. s-o du8 si äj doi frat or rämas. Si s-o dns p-o 
valo cn pnsca-n circa si cu sabja la jäl cum o fost im- 
bräcat la cätänij[e. ^i nmblin j[el o gästt on sat s-in capetn 
satnlnj o fost o ftntinä si-n fintin-aja o fost on bälaofe 
si-u tätä dimiiioata o fos mincin on cap de om din sat- 
ola. ^i-n diminiat-aj,a in care o sosit I. la finttnä o fos 
rindu la fata impäratulni s-o niin^ bälaQfele s-o ^sit 
fata plingin pä stobor s-o-ntrebat-o I. cä de s^ pltnze 
acolo. spns cä i^s-on bälaof-e din ftntinä 8ä-j[ mtn^ 
capn. 

^i J. <?emat-o sä-i cayce-n cap si ein i^sä bälaQrile 
sä nu zicä liimic. §-o-ntrebat-o cä de ct6e-orj[ strigä 
bälaQfele ein j[^8ä, so spns cä de tri orj[. ^ j[. o adnr- 



150 Texte. 

mit la i§-n poalä eautinn-i in eap. Si ein o i^sit balaofele 
o-Dseput-o plinsul si alce äle n-o putut sa zica riimic s-or 
picurat lacrämile la I. pä, obraz si ar^in s-o pomeiiit si 
s-o uitat s-o väzut balaofele s-o scos sabia si i-o täiat 
capu si fata o minat-o aeas. Si I. s-o dus. S-o-ntr^bat 
impäratu fata, cä s-o fost ala caf i-o täj.at capu la bälaofe. 
I^ spus e-on uom. 

Impäratu i-o pärut bine c-o seäpat. S-o treeut on 
tigan pä lingä fintin-aia s-o luat cap-ola-n bita, o gindit 
eä sä mincä cap-ola s-o treeut piugä eur6a impäratuluj^ 
eu j^el. Si iuce l-o cemat impäratu inluntru si l-o arätat 
la fatä, cä ala o täiat capu. Si fata de pareria bunä o 
gindit cä-j ahäla s-o-nbräeat tiganu cu haine impäräcesc 
sä i-o deie fata dupa iel. S-or pornit cu i^ la mänästire 
[la bes^reeä] s-o eunune eu tiganu. Si I. o au^it s-o 
eurs si n-o läsat sä i^ fata. räspuns cä ^iü-o täiat 
capu la bälaore. Balaorile o avut sepce lirabi si L o 
täiat virvu di la limbi si li-o bägat in ciscineu in posnaf. 
Si-mpäratu o minat dupä eap-ola de l-o adus acolo in- 
luntru s-o gäsit sepce virfuri de limbi si s-or cumperiit 
acolo, s-o gäsit pä tigan min^inos. Si pä tigan l-o spin- 
^urat s-o eununat pä I. eu fata-mpäratului. 

S-o säzut tri an cu fata-mpäratului si la tri an s-o 
fäcut I. becag. Si 1-o-ntrebat muieria cä de ^e-i becag. 
^is eä n-o väzut parinti de doo^ä^ de an. ^is cä 
sä nu sä amäfascä cä prinde cai la hinceu s-o ladä de 
ball pus-o-n hinceu sä sä ducä la pärint sä-j. vadä. 
^-0 plecat si s-o dus pint-o padufe mafe si s-ontilnit c-on 
uom si om-ola o fost cam eumince l-o eunoscut eä-i im- 
pärat c-o zis cä mäi naince iest-on birt de bot si hot-äia 
-8 de eätcäun. ^-o azuns impäratu pä diru birt-ola. 

^i iei 1-or väzut s-or descis puortile si 1-or bägat in- 
läuntru eu carutä eu tat. Si I. impäratu n-o sciut ni^ o 
limbä numa ruminesce si co^isu o scut unguresce si tat 



Text«. 151 

fein de limbll. S-or lyut hott pft 1. <lin cftratä si 1-or 
dns In casä sft-l taie sA-l mlD^ s-o ppüR coSisa cät& }. 
c& incÄ !^e vrfivi sJl fncft cn iol si-nipftratu o «pus eä sä 
nu-i fie frioft cft si j[el \x hot c-afe tri pimit de galbcfi, 
de baii, s-o ^^s cä sä meargä ca jel Bä-| adnc-acolo sft 
fie frat tili S-o arfttat baili din cJirntri, din ladä, s-o 
^18 cä nnm-atita o pntut lä, häj, roalt-ts oäpoi. 

0-ntrebat pJl birtafn hottlor cä i§8tä vin da häl de 
doo^äs do an, de häl vec', s-o (jlts cä i^stä. porin^it 
dupä patrn ferfi de vin, eft le ba^e-n cazan, eä le pnnä 
pft spar, ßä fe-ncalzaseu cn zähar. Sl hot-or avnt o 
mapft ca roata, fftcntft rotogol. JSI i-o strlns rgatä pingä 
maßä, tat doisprru^ftse, sl j[ o-nbetat pft tut sl dae-or gätat 
ala or adus altu, vin. §i l-o fj[?rt s-o tlpat la j[ej[ pä o6 
sl i-o omorit pft tat. ^i la birtaf o dat cu yala-n cap 
sl 1-0 oraorit sl pft iel. ^-or lät 6^\\e hotilor s-or Incniiat 
si 8-or du9. l^-or oprit hingen dir nn sten de pjatrft 
llng-o p^scefe s-0 mlnat co^isu napoj pft vadft, cft mort-ls 
hotl de tftt si sft vinft sft-x spanft indftrftpt. ^1 pinä o 
veiiit pft I. 1-0 furat nu S(:u i^e din cftrutä, davola, sl l-o 
tlnut doipprft^ft.se all acolo-n stell, s-acolo o fost o fatä 
micft. sudnit-o mnmft-sa ein o fost mieä, jar jfii or 
l&t-o. 

§1 fat-aj[a o scos pft I. d-acolo di-la davol^. I^-o-nvätat 
cä ^e sä ^icä pintrn s^e n-ay davoli purere: mtncft J., 
dohäü^öe I., b^ J., tronf I., bagä duhan in pipft J., dnhä- 
Ä^s6e I., tronf X. ^o veöit davolu-n haja nvi»p6e la iel 
ca tatä-80, ca grofu, s-o ^ts aii^ i^sd X^nftsn miftu. Jel o 
^Is: b? J., dnhaii^sce j[., mincä I., duhftüesce J., tronf J., 
Daltä data o veiiit ca mnmä-sa sl 1-o-ntrebat: d^arft ai^ j[es 
tu T. dragn mifty. 

zis fata cft sä nn ztcft altä vorbft, cft daeä ^1:^ altä 
vorbä 1-omäfe cft na-j[ mnmft-sa ahaja, nnma tat asa sä 
^Icä: mlncä |., b^ j[., dohftii^s^e X-, tronf X*, bagft duhan 



152 Texte. 

in pipä I. si duhäri^sce L si tronf T. ^-or cintat coeosi 
zudecin la iel s-or fuzit davoli s-o seäpat I. d-aeolo si 
s-o dus cu fatä cu tat. Dac-or seapat d-acolo fat-o fost 
de optsprä^äse aö si nu o läsat pa L, sä mearga cu ie 
la-mpäratu, la tata f§ci. Si s-or dus pin la-mpäratu aeasa. 
Impäratu o dat fata dupä iel de päreria bunä c-o scapat-ö 
d-acolo, x-o dat-o lui, l-o fäcut impärat iara. 

La sinspräzäse aÄ l-o azuns pa I. dor da parint iara, 
ca sä-i vadä si l-o minat muieria |arä la parint ca sa 
sä dueä pä v^defe. Si I. n-o cucezat a m^re la tatä-so 
dint-odatä c-o ^is cä-1 puscä. minat alt vesin sä-ntr^be 
de L, cä s-ar fase cu iel, dacä 1-ar Y^äh. §.is ca l-ar 
pusca, dacä 1-ar \^äh, cä i-o mincat tri su6e d-arzint cu 
cätäniia lui. ^-o ^is a doi^arä cä-1 pune la por^i satului 
si I. läpädat toalele-npäräcesc, o luat iar d-ele säcesc 
st 8-0 bägat la tatä-so-n curce si i-o dat tatä-so douä 
libre sä-s eumpef-on com s-on corbas si i-o dat straita 
la grumaz si n-o vrut sä spunä cä-i impärat ca sä vadä cä se 
iriimä afe tatä-so cätä iel. S-o suflat cu cornu, s-or adunat 
porsi orasului s-o ^is tatä-so ca sä vinä porsi doi cu doi 
ein vin acasä, ca cätanale, si frumos sä nu fie cinä iii^ 
pä unu si tat doi cu doi. 

^i 8-0 dus I. cu iei in ctmp, o ascultat porunca. ^-o 
^is cä de nu vin porsi cum i-o spus, doi cu doi, il puscä 
sara. Si I. o-nvätat por^i as^. Vin doi cu doi si spälat 
frumos. I^sä grofu-n puartä sa vadä c-asa vin porsi si 
i-o pärut biiie cä vin porsi as^. Diminiata o veiiit o 
trupä de cätane dupä-mpäratu sä-1 cauce, ca uiie-i, li-o 
fost fricä cä 1-0 omorit siiieva, de nu mai vine acasä. 

L-or gäsit la tatä-so porcaf. S-or §.i8 cisturile cätä 
I. cä sä taj.e pä tatä-so sä-1 d^ie la pors, ca sä-1 min^e, 
cä de s-o pus pä-mpäratu la porsi lui. ^-or adus tpalele 
cu cafe fost imbräcat acasä si l-or imbräcat cu j.^le. §i 
tatä-so s-o cäit cä s-o fäcut, dacä o väzut cä fisoru lujj. 



Texte. 153 

!ji tmpftrat J. §>i jel o ^Is cÄ du tai^ pä tatä-8o. L-or 
täiat ctitartele sl l-or mtncat poröi orasolnji sl l-or soit 
In ]\m6c\x st I-or das acas la Bfl $1 in& sniji pä 8& 
s-o spnsäji tomna as^. 
G&no^ua 20 a. NicoUe Stoica, 41 J. 

16. 

Or fost doi frat, nnu sftrac s-unn gazdÄ. Acuma äl 
B&rac ein o vonit s&rbätorile Pasdilor s-o das la fra<:i-8o 

> 

bogat sä ^arä o miertä de griy la i&l imprumut. Fradi-so 
^ts cä i-o da numa de-1 bonos. §1 o ^Is cä sä-j s^pe-n 
ztqa de Pas('j[. 

Omu ein 8-0 das pamerii sä ji^i§ Pas<5i !&! s-o das la 
sapä sä-j[ s^pe nisöe spiii. Dnmnczäi) s-o das la iäl st o 
^ts eft di ^e sapä aeolo. Iftl o spus c-asa i-o dat fradi-so 
gria. Dar Damnezäy o zis eft sä lasÄ acolo seulele laj 
st sä sä dncä änilndoi st dnp-aj[a s-o das la ursitofile 
oinalai sä le-ntr^be eä eam o arsit om-ola. Dar ursitofile 
or ^is cä or arsit sä fare. 

Dumnezäij s-o dus cu j[äl la sftnta Dnminecä. Acuma 
Damnezäu i-o ariitat la sfintaDnmineeä o päre[ke] de männs 
de apr. I^i s-o dns omu eu i§(e aeas. Si dacä lj[-o bägat 
tu casä j[-o luminat casa de igfe. Fra6i-80 s-o dus la 
iäl st li-o väznt st zis eä sä i le d^i? luj[ cä-j da o 
f^rdelä de banj. läl o ^ts eä sä-i d^ doyä. läl o ^is 
eä doyä nu-i da. S-o dus acasä s-o minat muji^ria de 
lj[-o väzut. Dup-aia muieria i-o dat doyä pintru i^le. 
Dnp-aia omu s-o dat s-o cumpärat iosag. pämtnt s-o pus 
in iäl tat gri^, läl tQamna daeä s-o fäcut griu sl s-o eopt 
lo sä^erat. Dup-aia l-o fäcut stoguri aeolo-n loc. 

Omu s-o giüit eä nu pQace sä-1 imläteascä. Dnmnezä^ 
i-o dat luminä si i-o dat foe. Paiie or ars, grto o 
rämas frumos si l-o dus acas. Fra<:i-8o o ^ia cä si iäl 



154 Texte. 

nu-i mai fa^e teltniala intr-alt an, nnma ii da foc s! ial 
ca fraci-80 hal särac. Anu viitof i-o dat foc si o ars si 
boambele si paiele. Nu s-o ales cu ilimic. Dup-aia 
fraci-80 o sara^it. Din bogat mafe o rämas särac mafe. 

Ulmi 21. Dorde Blaj, 26 J. 



17. 

Frun^ä verde griu de toamnä 
Am mindrä ca o doamna 
De uritu lucrului 
Fuze-n fundu birtului 
5 Si b^ frunca vinului 
Furca eure dupä |^, 
Haida zupinas-acasa 
Ca n-ai lepedeu pa measä 
Ni^ pä measä iii^ pä pat, 
10 Nis cäm^sä la bärbat. 
Munäelu mafg 23. l^Iaria Barb, 13 J. 



18. 

Frun^ä v^rde mar batut, 

Desfä bado s-ai fäcut. 

S-am fäcut nu pot desfa^e: 

Pämin din urmä t-am luat 

5 Pär din cap t-am recezat 

La fintin 1-am ingropat, 

La fintiuä su väläu, 

Tu sä mori de dragu mney 

Si io de uritu tau. 
j /-> ^ 

Ponita-Tomi 25. Vuta Popa, 14 J. 



Texte. 



165 



19. 

Stt pQafe de codra v^rde 

Mieuöel focnt sä v^de 

Da la foc M^ s?d§, 

^^(lo sej^ de mos bätrln 
5 ^-asa plin5?.o de cu j^le, 

De frun^ita-n codru piere 

^i Btay apele da mere. 

Tre^-un voJitii^§l pä drom 

§i din gurä asa gr&ja 
10 Se plln^ mos asa cu j^le, 

De frun^ita-n codru piere. 

Mos diu gnrä asa gräj[?s6e: 

Apoi j[o cum noi plinse 

N-avu myar6e t^e lucrk 
15 La miti§-n eas-sä bägä 

i^i ?otia de m-o lya, 

Sin^ copfji im saräsea. 

§i i&T fäcui cum f&cui 

^i copii de mi-i crescui 
20 J^i iar n-avu m^ar^a se lucrk 

lar la miö§-n caa-sä bägk 

^i ^in^ copfi de mi-i lU') 

^i ^in^ ü^vestU väduvia 

Copii mi^ im gJlrä^ea. 
Fcrei 26. ¥lot% Mundan, :i7 J. 

20. 
FruD^ä v^rde rupt-odatJt, 
Am iliimii de piatrft, 
Trag la rÄy ja nu pü gata1, 
Nu ma eit am tras pnn-acuma, 
5 Dpar u-oi traie punä-i lomia. 



156 Texte. 

Trag in räu cu ral^le, 
Ca robu cu fi^rele. 
Trag in räu cu rafe mulce, 
Ca robu cu fiere scurce. 

Bätrina 27. Ruja Balint, 22 J. 



21. 

Duauä st^le s-or imvit 

Colo sus la räsärit. 

Däuä st^le, Doamne, nu-s 

^i-z däuä surof a m^le: 
5 Una-m ride, una-m plinze. 

Ha de plinze fuoc im stinke, 

Ha de ride mesä-ncinde. 

la din gur-as^-m gräi^: 

De se plinz tu suora m^. 
10 D-apäi io cum sa nu pling 

C-o ^is taica iie märita 

Pä una la rasärit 

^i pä una la sfintit. 

Noi atun^ sä 6e-ntilnim 
15 Cindi noi n-om numara 

Si frun^a din noiia nus 

l^i iarba din näua luns, 

Po^ana-räcitäli 28. Oprita Rädos, 29 J. 



22. 

Citu-j. lumj[a si Ardalu 
Nu-j^ fisor ca Padureauu. 
Cin sä-ncaltä ial frumos 
^-apucä pä dal in zos 



Texte. 157 

5 Säinänln la griu framot: 
Sä-öe fa^ giinle fa^ 
Sä vcliim la 8ä.<$ärat, 
Ca mindra la särntat, 
Sä vertim noi la plivit, 
10 Ca mtndruta la j[ubit 
V»du-dobri 29. MmA» Faor, HJ. 

23. 
Majco, irtimä de peaträ, 
Campärä-t-un cal pä platä, 
De maji viu la mill odatä, 
Vez striinu cum mä cautä. 
5 Striinu mä ca^tä biüg 
Ca taie (emiie pä miüg. 
Striiüe, dragä striilie, 
Nu-8 mäi bade ioe de milif 
Ca de miüe, s-o bätnt 
10 Mäicuta ein m-o fäcut. 
Lunca-ä^rül din sus, 30a, An« Cojolan, 17 J. 

24. 

Da sdi b&do cum ii^x 

Cin pä päjisöe säd^i, 

Ca nn lästä UQm in lamj[e 

Pä noi sä lie despreuüe. 

5 Deein Nämtu 8-o äflät 
> 

Pä noi ü-o dispreanät 
M^rijia 31. OpriU Bumbeasea, 21 J. 

25. 

Dpamlie, cum as vr^ sä mor 
Ca näinda m^-x tat nor. 



158 Texte. 

Pästä täce sacele 
Seninu-i ca lapcele, 
5 Numa pasta satu miau 
lest-on nor noros mai greu. 
Florese 32 b. Maria Puscas, 28. 



26. 

Bace vintu pasta holde 
Mä puartä oameiii-n vorbe. 
Puarci-mä ca-m pare bine, 
Cu bada nu mi rusine. 
Sernisoara 32 a. Solomia Bistrian, 20 J. 



27. 
Rinduii^ din tara m§, 
Spune la mäicuta m^, 
Sä mi stringä toalele, 
Sä le scuatä Intra hotarä, 
5 Sä le d^ie fuoc si parä, 
Sä iasä bllbära-n ^ef 
Sä sä vadä pästä täri. 
Bujdularj^ 33. Marj.a Muncan, 28 J. 

28. 
Bace vintu p-ai^a 
Vine dor di la bada, 
D-asa vine de fji.erbince, 
Sä stau in loc m-as aprinde. 
5 Cu atita am näroc 

Ca mä duc nu staij in loc. 
Goles 35. Anisca Micläsoü, 19 J. 



TtKtt. 159 

29. 

Cfes p&Anfe st 6e-ndai& 
Nnma c&räruie lasä, 
Cärärui« s-o c&räfe 
S& due badi de mlncafe, 
5 C-o c&zut tafe-n prinsQafe 
Cu fi?rat&(e-n pi^ßafe, 
Cu zälutft d-!n minutä. 
T&tä zaia-i de tri fönt, 
Mä mir, bado, cum (e pori 
10 Ta^, mindruto, ta^ c&t?, 
Asta-i pintru gura t^, 
C-o nmblat ca melita 
Min^e-mi-o 6emnita. 
DÄbtca 86 b. Crisca Bintrian, SO J. 



80. 

M&i badütä, badä mi&u 
De t-ar fi minta ca fata 
Pintru t'in m-as da viata. 
Minta t^-i-ln muU'e pärt, 
5 Tu j[ub?s6 pä 6ine vez, 
Jub?s6e s-a m^ mlni^e 
Sä-m fiie dragä sl miie. 
Rujmalin de vlrv t&iat 
Noi vorvile Ij-am gätat 
10 V^rde-i spie-ol de säcarä 
T-ai lntQj)r<Je, bade, iarä, 
D-ai mai v^rde bäl de griu 
t-ai intftaröe sl-i tlrzSu- 

Toplita 87. »HJ» !>". »« J- 



160 Texte. 

31. 
Päsäricä eu cununa 
As cinta sara pä luna, . 
Ca inima m^ nu-i buna, 
Cä-i. legatä cu curale, 
5 Mincatä de multe räle. 
^i-i mincatä de dujman, 
Ca drumu de bolovan, 
li mincatä de striin, 
Ca drumu de boj. bätriii. 
Päroasa 38. Victoria Vlad, 1 4 J. 



32. 
Neua ninje, vintu bäte 
La bada nu pot räzbate, 
Cä-^-is portile-ncuiate. 
Din afarä-8 bolovan 
5 Nu pot tr^ce de dujmaü. 
Pä din luntru-s petricele 
Nu pot tr^ce ^e gurj. räle. 

Öindis 40. Anica Vaj^da, 19 J. 



33. 
Arde lumina-n pär^ce 
Bada meu depar6e säde. 
lo nu-1 väd, j^äl nu mä v^de, 
Numa la vorbe-m trim^ce. 
Bado, decit le trimet, 
Maj. bine vinä si ve^, 
Ca io-s fluafe micuce 
Färä dor nu po^ säde. 



Texte. 161 

Nalt ii bada si-ji suptii^e, 
10 Sara-i o<5i caj( 11 tliS^ 
Cii-1 tiüe icgat In scart, 
De nn po^ j[o sii-l sä rat. 
Sil-1 tlna iegat in piatrri 
^1 tat 11 särut io odatil. 
BuAila 41. Maria Nandra, 26 J. 



34. 

Kiijinafin de vlnt sa^it, 
Cu erämbele pu pümlnt, 
Mul mü-ntrabi\ de 6e pling. 
Frun^jl v^rdo da de spiüe 
5 Cam plinge iliima-n milie, 
C-am perdut on niaf-e biöe, 
Pä baaa de lingu miüe. 
]3e s-ar afla 6ifieva 
Sü-m d^ie pü bädita 
10 j[-as da boj si j[-as da oj, 
J-as da boj[ si i-as da va6 
Cum e-amlndoi am foz dra^. 
Dflarl 42. Safu Dobra, 17 J. 



35. 
fost on ttgan. Da tiganu o avnt on nAnas de rnmin 
cafe 1-0 ^emat la sapji. salpat pinä-n vremia prin^ului. 
veÄit gäzd^aüa eii prin^u s-or prin^it. Acuma tiganu 
cätA rumin, nasuie sä maji asA^Am bnca<^'ele, cA dacä 
pornim noj[ si i^le ponksc dupA noj[. Acuma 8-or cnlcat 
s-or durmit pin 1-amia^. veiiit güzdQaiia cu amia^n 
s-or ame^it s-or adurmit §-apÄj[ dil-amia^ or dnnnit 
pinä 8ara, Sara 8-or dus acas sl n-or lucrat nimic. Acum 

ropovloi, Dialekt«. U 



162 Texte. 

i'uminu cätä tigan: mai vin, fiile, la minä la sapä? Vin, 
nasule, ca la eine n-am träit la nime. Dimiiiat-or poriiit 
iar la sapä s-or säpat pin la prin^ si ruminu o plecat 
acas dupä gäzdoane st iel o prin^it acas si s-o dus la 
sapä. Tiganu n-o mincat nimic. spus ruminu cätä 
tigan cä gäzdoana-i becagä. L-amia^ iar s-o dus ruminu 
acas sä spunä sä vinä gäzdoana cu amj.a^u. Da tiganu 
tat n-o mincat nimic. Sara o plecat sä meargä acas. 
Tiganu s-o bägat int-o gradinä si s-o suit Int-on prun s-o 
prins minca la pruiie. Da vinä nasule aisa, cä-n prunu 
ästa prunele-s färä oasä. Iel o mincat cic-o mincat. S-o 
dat la alt prun, o, Doamne, nasule se comedie, cä-n prunu 
ästa prunele-s cu oasä? S-o dus acasä la gäzdoane. 
Gäzdoana o avut lapöe stricat si l-o strecurat si la tigan 
^-0 umplut on blid d-ele mari de ^är acru ca otätu, Iel 
mincat dt o mincat, da ruminu o asceptat. 

Gäzdoana o pus curic cu scläinä si plä^intä sl 
brln^ä si carna friptä. La tigan nu-i-o pläcut. Tiganu: 
0, Doamne, nasule mlncäril-äsca o fost distul di bune, 
numa nasa nu l-o scut puiie, sä fi cuficit, apäj. sä fi 
brln^uit, apäj. sä fi plasincit, apäi sä fi läpcuit, apäjj. sä 
fi ^äruit, cui drac j-ar maj fi trebuit. Tiganu s-o dus 
acas si o gäslt pä cale o cesclä, da iel s-o päzit din cala 
iei s-o ^is: futu-t dume^äu tau pu| di sapä, lasä, cä pä 
mine m-o mincat mumä-ta j[eri, 

Läpuzn de sus 43. Visaion Pädurean, 40 J. 



Glossar. 



Bei der Betrachtung des Lexikons der MnotenT und 
PadureoK war ich bestrebt: 1. die Zirkulation nnd die 
Selektion der einzelnen Wörter, sowohl der fremden, wie 
aneh der einheimischen, durch die Schlagwörter No. 122 — 
140 festzustellen, 2. Provinzialismen sorgfältig zu sammeln 
und 3. die Wörter, die in meinen Texten vorkommen, zu 
erklHren. Ich habe nur diejenigen erklärt, die nach der 
dialektischen Eutniaskierung in Cihac, noch immer das 
beste rum. Wörterbuch, nicht zu finden sind. Die Mnoten! 
und Padurenl kennen viele Wörter, die sie aber sehr 
selten gobrniiehcn, eine Tatsache, die sich auf daa Sla?. 
bezieht; türkische Urhnwörter sind selten, daftlr aber sind 
die magyarischen reich vertreten. Einige Beispiele werden 
diese Verhältnisse beleuchten. Für slav. baba gebrauchen 
die Munten! und Päduren! nur buna. Für den Begriff 
das Geld verbringen habe ich folgende Formen auf- 
gezeichnet: siiica, chicltui, präpädi, minca, mdlräsi, potopi, 
hämui, präda, die Verteilung der einzelnen Wörter ist 
merkwürdig. Für separat hörte ich folgende Formen: 
de kilin (in den Nuancen: (/e tilin, de ^ilin) aus magy. 
kttlön, serb. da bäsca, als Verbnm desbäfcä^ (die Böcke 
von den Schafen trennen, sondern) seltener nnd nur in 
vier Orten de o laturc. Die Wörter, die aas den Texten 
in das Glossar aufgenommen sind, sind in den Texten 

n* 



164 



Glossar 



gesperrt gedruckt und im Glossar durch T. (Text) und 
die betreflFende Zahl versehen. Einfache Zahlen nach 
den Wörtern bedeuten den Ort, wo sie aufgezeichnet 
worden sind und nicht die Zirkulation. 



acoperemintu ocuhd, grum. pleo- 
apä, Augenlid. (10.) 

ajer, spitzig. (H, 35.) 

amiad^ Mittag, Mittagessen, davon 
abgeleitet: amerZi (T. 35.) 

arzint, grum. argint, Silber, sonst 
im ganzen Banat, Marosch- 
gebiet und bei den Pädureni 
imd Munteni bedeutet Geld: 
sutä d-arzint (= 100 Gulden), 
cf. fr. argent. (T. 15.) 

asada, -d, aufstellen, zu Grunde 
'richten. (T. 4.) 

au-ay;, ban. o-o, lat. aut-aut, oder- 
oder. (T. 3.) 

avut, -ä, allgemein gebraucht bei 
den Pädureni, reich. 

badu, auch bada (Etym. nicht 
sicher), Geliebter. (T. 8.) 

bai (magy. baj), a n-avea bai, 
sich keine Sorgen machen. 
(T. 4.) 

halt = alb + negru = pistrit (8). 

ba§ (südslav.) eben, gleich. 

beletuialä, Ueberzug der Tür- 
säule, ban. blanä, davon a blänui 
(19). 

bilbarä. Flamme (Kontamination 
aus bübäi + parä). (T. 27.) 

bQanibä, PI. -e, statt gräunt-e, 
auch ban. Korn. (T. 16.) 

bouriie, Ruheort der Ochsen (5). 

brincä, statt sägeatä, Säule am 
Gang, cf stilp-sägeatä (30). 



biifon, Buchenbusch (31). 
butüra, Brunnentrog (8). 

cal^a, a da cuiva calea (auch in 
Maroschdialekten sehr häufig), 
los lassen, frei machen. (T. 15.) 

ca pämintu (rum. Redensart), n-o 
poate ca pamtntu, sie kann es 
es gar nicht. (T. 4.) 

cäletcä (magy. kalitkä), Vogel- 
bauer. (T. 12.) 

cäprita, ein gabelartiges Instru- 
ment zum Brennen des Stockes 
(19). 

cäsutä, Zimmerlein von casä 
Zimmer. (T. 3.) 

cätcäun auch cäpcäun aus capein 
(== cap-\-cine), rum. myth. 
Wesen mit Hundeköpfen. 
(T. 15.) 

cobasä (Kont. aus colibä-sälasä\ 
ärmliche Häuser (30 — 31). 

codru, PI. -i, Ban. u. ir. Wald, be- 
waldeter Berg, davon codrean 
(T. 15.) 

corba§, grum. corbaciü (magy. 
korbdcs), Peitsche. (T. 15.) 

corccl, grum. cortel, Quartier. 
(T. 4.) 

coSis (magy. kocsis), Kutscher. 
(T. 4.) 

cozlece = coada niica de lä stru- 
guri (18). 

crämbä, PI. -e, ban. clQambä, Ast. 
(T. 34 ) 



OlOMW. 



1()5 



eredinta, fijum. credinta, Glanbe, 
Treue. (T. '.).) 

croncan, auch cloncan, in 29. 
crime, Rabe. ( T. 4.) 

cwnpeni, -eac, a se ~, (vgl. Cihac, 
I, 67) , dio Bedeutung ist vur- 
goschrittcn, da os im Banat, 
am Marosch und bei den Pädu- 
rout-Muntent gleich dem dr. 
a 86 potrivi ist. (T. 15.) 

curie, grum. curte, Hof, fürst- 
licher Hol; im Banat Orts- 
name. (T. 8.) 

curii, grnm. eurechiii, Kraut. 
(T. 35.) 

iip, grnm. chip (magy. k^p), Bild, 
Bildnis; Art (fn clpti äata). 
(T. 3.) 

di^öitie^i, Pl.fic {mtigj.keazkenyo), 
Kopf- (fllr Mädchen), Taschen- 
tuch. (T. \h.) 

6i8t (msigyMszt), Offizier. (T.15.) 

6o8, grnm. apin, ohne Bart und 
Haar (18). 

däbäld -ez (buzele), herunter Ia.ssen, 
hängen lassen (die Lippen). 
(T. 3.) 

dicä (Dobra), Huhnmagen, daher 
dicos gleich rinzo» von rinzä. 

drete, Hexenkräuter (7). 

ertaxh, deotsch kehrt euch. (T. 8.) 

fUrgätä^ (magy. forgatö gleich 
Dreher), Tllrriegel (16). 

fQale, Blasebalg, dasselbe Wort 
wie ir. folfle (bei den PSdurent). 

furcä, PI. furci, dial. -^, 1. Heu- 
gabel, 2. Bupfen für spinnen, 



3. Galgen (vgl. auch KUrting* 
No.408'*). (T. 12.) 
furmo$ statt frumos (einzeln in 5). 

gaxdä (T. 15) reich (gleich dem 
mtgy.gaxdag), sonst vgl. Clhao 
II, 500. 

gudä, tat cii <v f< näeaz » mit 
Sorgen nnd Kammer. (K*)- 

grof (magy. gröf), Graf (T. 15.) 

hinie\f, PI. ejc (magy. hmtö), im 
Banat nur cärutä (ital. earozza), 
Herrenwagen. Bei den PÄdu- 
renT sind beide bekannt. (T.15.) 

hoarä, PI. -rf , wildes Tier, im 
Banat nur Geflügel. (T. 15.) 

honos, gtiu o^, die Erklärung, die 
mir gegeben wurde, lautet: itl 
care remtne de »u iur la ales, 
Wofür man im Banat zazuri 
sagt, schlechter Weizen ge- 
mischt mit Schmutz. Möglicher- 
weise hängt das Wort mit 
magy. gonosz (schlecht, aber 
nnr psychisch) zusammen ; hier 
aber miissen wir einen semasio- 
logischen Wandel voraussetzen. 
(T. 16.). 

hulpe, grnm. vulpe, Fuchs. (T. 12.) 

tna^ (magy. tno«), Bursche. (T. 3.) 
tmr», -esc, a se r>^, erscheinen. 

(T. 21.) 
tri s^*^ ^) gestern (Dobra). 
i^cQala, PI. -Y (magy. iskota), 

Schule. (T. 15.) 
izbiä statt zbiciu. Peitsche (31). 
xosag {msigy.jöszdg), btn.ionag, 

Habe, Reichtum. (T. 15.) 
impelmez, Weizen und Kukuruz- 



166 



Glossar. 



melü mischen, um eine Art 
Kuchen vorzubereiten , vgl. 
pelm (11). 
intQarce, -e, intorcinu sä, fallend 
sich umdrehen. (T. 4.) 

jiganie, jigode, jigäränie, wildes 

Tier. (T. 15.) 
joavinä, PI. -e (slav. hvina), 

wildes Tier. (T. 15.) 

{egätuialä, Bedingung, Kontrakt. 

(T.4.) 
lü>rä, Zehnkreuzerstück. (T. 15.) 

mäimQalä auch mäiniQanä, sicher 
hängt es mit tUrk. maymun 
(Aflfe) zusammen. Im Banat 
heilst der Teufel auf volksetym. 
Wege näimon (vielleicht Neu- 
mann). In Märchen gibt es 
noch nämilä, Ungeheuer. 
(T. 15.) 

mincenas, adv. gleich, sofort. 
(T. 4.)' 

misares (slav., magy. meszäros), 
ban. nur das türk. casap, Fleisch- 
hacker. (T. 3.) 

moträsinä, Blumenbusch, Straufs 
(18). 

mustra ist das militärische Wort 
für Uebung auch magy. (T. 3.) 

musuron, Ameisenhügel (28). 

nana, das Kosewort für eine 
ältere Schwester oder Frau 
(griech. Urspr.). 

tievoios, grum. färä voie, bedürftig, 
ohne Lust, ohne Willen. In 
der Bucovina ist von votos 
das Subst. volosie gebildet (cf. 



C. Borariu, Fät-frumos in grä- 
dina Sf Vineri, Suceava 1903, 
41 , ebenso Ylähutä Rominia 
pitoreascä, Bncnresti 1901 , 16S). 
Die Bildung mit ne + x ist 
aligemein, ban ne + tot = 
dumm, ne + avere = Armut, 
grum. ne + bun verrückt. (T. 3.) 

obUer, grum. obiceiü, Sitte, 

Brauch (3). 
ologrinclä auch hologrindä statt 

oglindä, Spiegel. (42). 
otfel = divär, Minister bei der 

Heirat (30). 

päralie statt pcdärie sagt die 
eine Hälfte vom Dorfe 26. 

pelm in Dobra bedeutet das 
feinste Weizenmehl. Daher 
haben wir das Verbum" im- 
pelmez gebildet. Von diesem 
reinen und vermischten Mehle 
wurden eine Art dicke Kuchen 
gemacht, mit Honig gemischt; 
noch heute lebt der Brauch 
bei den 40 Heiligen im Oster- 
fasten. Pelm kann möglicher- 
weise mit peuma-pelma (cf. 
Meyer -Lübke, Einführung in 
das Stud. der rom. Sprachwiss. 
1 32) Zusammengebrachtwerden. 

pisalog, Holzstück zum stofsen 
(32). 

pisoti = pisälog (31). 

polog = brazda de fin (8). 

ploscä =^ pälon = porcsor = 
Heuhaufen. 

posnar, ban. poznar, grum. buzu- 
nariü, Tasche. (T. 15.) 

pospeancu, eine Art Epheu (9, 10). 



Gloflsar. 



169 



potopi,e9c,aBe<^, abgcl. von potop 
(Sintflut) = zu Gründe gehen, 
richten. (T. 15.) 

prinderfi^a poatului, btn. zäpoat, 
(8, 9, 10). 

pri^idi, -esc, erhalten (10). 

rä$funda, gram, desfunda, die 
erste Bildung ist in Istrien all- 
gemein : rescoperi, reacutä, ru- 
legä etc., statt descoperi, des- 
culta, deslega etc. (T. U.) 

rindui, -esc, urdncn, befehlen. 
Cl\ 3.) 

rugä vun Marusch an auf dem 
ganzen Gebiete bedeutet es 
ein steinernes Kreuz. 

Bei, grnm. sec, trocken, hart 

(T. 19.) 
Sßntu-Halb der Naqie eines Ortes, 

aus magy. Szäntö - halom auch 

Szent-hnlom. Es ist eine Vulks- 

etyniologie aus aßnt + aW. 

a. 15.) 
scläinä, gram, släina u. slaninä, 

neben lardu (bei den Mott), 

Speck. (T. 35.) 
scria statt scrie, in Bukarest scri, 

schreiben. (T. 3.) 
acrwnat, a acrxima von acrwn, 

Ruft. (T. 10.) 
spico^t, -ä, erschrocken (7). 
«prvont, -MC, von apryin (cf. 

Cihac 11,229), auf-, erhalten. 

(T.15.) 
atraxtä, ban., mar. u. P&d.-Form 

für Gram, traiatä. Sack, Tor- 
nister. (T. 15.) 
atrecätffare neben atrecurätoare, 

Sieb fUr Milch (26). 



atemtinoa = loe rän (sUr. ttr- 
tnina), Bergname bei Lanelle 
Cernit (34). 

aiidui, -eac, schimpfen, be» 
schimpfen. 

aufleta, leben (8). 

H c-o foat aus (zt) ce c-o foat, An- 
fangswort der Märchen, man 
sagt, dafs es war . . . (T. 4.) 

iQaca aus mo6oacä «s mocioaeä. 
Das Insiguium des Gemeinde- 
dienors im Dienste. Es stammt 
von cioacä (im M&idan, cf. 
Liuba-Jaua 44, ist es Ortsname). 

aalatä (magy. aaläta), Salat (19 

* -21). 

apär aus Sparherd, wenig ge- 
braucht, nur Ton Herren. (T. 1 5.) 

^tudui, -eac, denken, ausdenken. 
(T. 8.) 

tirgui, -eac, a ae ~, handeln, 

kaufen. (T. 3.) 
iohoc, Unkraut (19). 
tovar, PI. -u, Last, un tovar statt 

un car cu tovar, Ladung, Fuhre. 

(T. 8.) 

^äpu^ä-täpärui = {epe (13). 
tärmuruil, Ameisenhilgel (27). 
tuhoH, Heuhaufen (8). 

uniätie von unc', Tante, umge- 
kehrt ist von tmitufa, mätufod 
[in Corniareva (bei Caranaebef) 
und im Alm&jJ gebildet 

urtlica, statt gram, mä mufeä 
Urtica (2b). 

ttf or sUtt uftior, TUrsäale (19). 

«dcrirt«, Kahoort der Kilhe (&). 



168 



Glossar. 



välän, PI. -e (magy. vdlyii), Trog. 
(T. 18.) 

vec, grum. vechiu, alt. Für Wesen 
gebraucht im Eum. bätrin, 
selten om vec bei den Pädureni, 
für Sachen nur vechiü, im Ban. 
aber gewöhnlich nur bätrin, 
z. B. vin bätrin und nicht vec 
(wie im T. 15). 

vilvas von vilva + as, vgl. Cihac 
II, 446. (T. 4.) 



vorovi, -esc, auch vorvi u. vorve 
statt vorbe [noi vorvile le am 
gätat 37) alte Form für vorbesc, 
cf. Cihac I, 320, sprechen. 
(T. 15.) 

vrävi, -esc, = zusammenwerfen. 

zogoni, -esc von goni auch ban. 
Weigand gibt zägoni in seinem 
ban. Glossar an, verjagen. 
(T. 15.) 



Druck von Ehrhardt Karras, HaUe a. S 



PC Popovlcl, Josef 

788 Rumaenische Dialekte 

P6 

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